Bodensee kompendium 2010

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Wissenswertes und Nützliches für Ihren Aufenthalt am Bodensee oder einfach als Wissenserweiterung mit seriösen, öffentlich zugänglichen Quellen. Das Factsheet eignet sich für Referate, Hausarbeiten oder zur gemütlichen Lektüre. Erfahren Sie interessante Details über eine der schönsten Regionen Deutschlands.Als Einheimische und als Bodensee-Fans freuen wir uns ganz besonders, dass Sie dieses Factsheet lesen. Umso mehr freuen wir uns auch auf konstruktive Kritik Ihrerseits. Sofern Sie also Wünsche und Anregungen bezüglich unseres Factsheets haben, kontaktieren Sie uns bitte per Email unter: info@bodenseeferien.de – wir bearbeiten Ihre Anfrage umgehend und lassen die Resultate ggf. direkt in unser Bodensee Kompendium mit einfließen.Hinweise zu Nutzung & WeiterverbreitungDas Bodensee Kompendium darf in seiner hier vorliegenden Form unverändert weiter verbreitet werden. Eine veränderte Form darf nicht verbreitet werden. Eine Nutzung des Kompendiums ist - sofern untenstehende Regeln eingehalten werden - ohne Genehmigung durch den Verfasser ausdrücklich erlaubt!Die Nutzung der Inhalte außerhalb des Factsheets (z.B. innerhalb von Unterlagen von Bildungsinstituten, Webseiten und Blogs) ist ebenfalls gestattet, sofern nicht gegen geltendes Recht und insbesondere nicht gegen das Zitationsrecht verstoßen wird.In jedem Falle erfordert die Nutzung der Inhalte eine Nennung von http://www.bodenseeferiende.de als Quelle. Hotlinking (also das direkte Verlinken dieser PDF-Datei, sofern es sich nicht um eine Zitation handelt) ist nicht gestattet.Sofern Sie das Sheet auf Ihrer Homepage bereitstellen möchten, so verlinken Sie bitte direkt auf diese Seite mit der URL: http://www.bodenseeferien.de/bodensee-kompendium.Optional können Sie das Factsheet auch speichern und auf Ihren Server laden. In diesem Falle bitten wir aber um einen Verweis (Link) aus dem Artikel oder von der Unterseite, auf der Sie das Sheet zum Download anbieten auf das Informationsportal für Urlauber und Einheimische www.bodenseeferien.de Wir danken unseren Unterstützern und freuen uns über jede Hilfe bei der Verbreitung der wichtigsten Fakten und Informationen zum Bodensee.

Text of Bodensee kompendium 2010

  • 1. Bodensee Kompendium Fakten und Wissenswertes zum grten See DeutschlandsVerfasser:Gabor KleinmannVerffentlichungsdatum: 15. Dezember 2010

2. Inhaltsverzeichnis1 Geschichte des Bodensees ...........................................................................................31.1 Die Namensgebung ...................................................................................................31.2 Besiedlung und Entwicklung des Kulturraumes .........................................................32 Geographie ......................................................................................................................52.1 Der Bodensee ............................................................................................................52.2 Entstehung des Bodensees .......................................................................................52.3 Bodenseeklima und Reisezeit....................................................................................52.4 kologie.....................................................................................................................63 Wirtschaft.........................................................................................................................93.1 Landwirtschaft............................................................................................................93.2 Industrie ...................................................................................................................103.3 Tourismus ................................................................................................................114 Ausflugsziele und Orte .................................................................................................124.1 Regionen und Orte in Deutschland..........................................................................124.1.1 Obersee ............................................................................................................124.1.2 berlinger See..................................................................................................174.1.3 Untersee ...........................................................................................................224.2 Regionen und Orte in der Schweiz ..........................................................................274.3 Regionen und Orte in sterreich .............................................................................305 Freizeitgestaltung .........................................................................................................325.1 Ausflugsziele der Region Bodensee ........................................................................325.2 Sehenswrdigkeiten.................................................................................................375.3 bernachtungsmglichkeiten...................................................................................395.4 Gastronomie ............................................................................................................395.5 Sport ........................................................................................................................395.6 Wellness ..................................................................................................................405.7 Verkehrsmittel rund um den See .............................................................................41Quellenverzeichnis ...................................................................................................... - 44 --2- 3. 1 Geschichte des Bodensees1.1 Die NamensgebungDas erste Mal namentlich erwhnt wurde um das Jahre 43 nach Christus der Lacus Venetus(Obersee) und der Lacus Acronius (Untersee) durch den rmischen Geographen PomponiusMela. Die heutige Bezeichnung des Bodensees leitet sich durch den Ortsnamen derBodenseegemeinde Bodman ab. Aus der Bezeichnung See, an dem Bodman liegt, drfte sichdie Bezeichnung Bodman-See und daher Bodensee entwickelt haben. Grund dafr ist diehohe Bedeutung, die der Gemeinde Bodman als Knigspfalz im frhen Mittelalter zukam unddamit als Sttzpunkt des Knigs auf seinen Reisen durch das Land diente.Die Bezeichnung im romanischen Sprachraum hingegen drfte auf das Konzil von Konstanzin der Zeit von 1414 1418 zurck zu fhren sein. Danach verbreitete sich, nach der StadtKonstanz und dem Ausfluss des Rheins vom Obersee in den Seerhein, die BezeichnungLacus Constantinus, die im franzsischen als Lac de Constance bernommen wurde. ImEnglischen ist die Bezeichnung Lake of Constance bis heute gebruchlich.11.2 Besiedlung und Entwicklung des KulturraumesSiedlungsbeginn am BodenseeErste Siedlungen am Bodensee waren Pfahlbauten, die sowohl am deutschen, wie auch amSchweizer Ufer entdeckt wurden. Diese werden auf die Jungsteinzeit um 3500 vor Christusdatiert und wurden whrend Ausgrabungen von 1918-1937 in Sipplingen am Bodenseegefunden. In Unteruhldingen hat man die Pfahlbauten nach Vorbild der Ausgrabungennachgebaut. Diese sind heute im Steinzeitdorf Sipplingen zu besichtigen. Auch Bauten ausder Bronzezeit nach Ausgrabungen aus Konstanz und Unteruhldingen von 1050 bis 850 v.Chr. knnen inklusive der Werkzeuge der damaligen Handwerker bestaunt werden.Um 500 vor Christus wanderten keltische Volksstmme in den Bodenseeraum ein. DieSiedlungen der Menschen entwickelten sich nun von den Pfahlbauten hin zu Siedlungen imLandesinneren mit bereits stadthnlichen Anlagen. Nachdem die Rmer um 100 vor Christusber die Alpen in den Kulturraum der Kelten eingedrungen waren, unterwarfen sie diese bis15 vor Christus und zhlten den Bodensee zur rmischen Provinz Raetien.Diese Herrschaft der Rmer nrdlich der Alpen wurde durch die Alemannen, bzw. Westgotenbeendet, die die rmischen Truppen um 400 nach Christus aus dem Bodenseeraumverdrngten. Die Besetzung der Alemannen, die Viehzucht und Ackerbau betrieben, ist nochheute durch die gegrndeten Weiler, meist auf die Endung-ingen, nachvollziehbar.Im Laufe des 5. Jahrhunderts prgten Sie den Bodenseeraum in Lebens-, Sprach- und3 4. Siedlungsformen, wurden aber nach berlegenheit der Franken um 750 in das Frankenreich integriert. Nach dieser Eingliederung wurde das Gebiet von einzelnen frnkischen Adligen verwaltet und zum Beispiel am berlinger See eine Knigspfalz in Bodman errichtet. Zu dieser Zeit entwickelte sich Konstanz zur einflussreichsten Stadt im Bodenseeraum, da es Bischofssitz wurde und einen Einfluss von Ludwigsburg bis zum Gotthardmassiv besa. Auch das Benediktinerkloster St. Gallen entstand um 720 und auf der Insel Reichenau entwickelte sich ebenfalls ein Kloster. Diese kulturellen und geistlichen Zentren bildeten die Zentren von Ordnung und Recht, standen Machthabern beratend zur Seite und bildeten Geistliche aus. Das Konstanzer Konzil Den Hhepunkt erlebte Konstanz und die Region um den Bodensee zur Zeit des Konstanzer Konzils von 14141418 bei der das Abendlndische Schisma beendet und eine Einheit der Kirche wiederhergestellt werden sollte. Auch sollten Reformen innerhalb der Kirche durchgefhrt und die Ketzerei bekmpft werden. Konstanz stand damit im Interessenszentrum Europas, verbunden mit einem kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung fr die Region. Auch das Konklave zur Papstwahl fand 1417 im heutigen Konzilgebude von Konstanz statt, weshalb sich auch die Bezeichnung des Conciliumsgebude fr das im Jahr 1388 als Warenlager erbaute Gebude bis heute als Konzil gehalten hat.2 Im heutigen Mnster, dem damaligen Bischofsdom, fanden die Sitzungen des Konzils statt. Noch heute sind geschichtliche Reste zu sehen, zum Beispiel durch eine Plakette an der Marktsttte und die im Konstanzer Hafen errichtete Statue Imperia, die satirisch an das Konzil erinnert. Neutralitt der Schweiz Die Eingliederung von St. Gallen, Schaffhausen und Stein am Rhein in die Schweizer Eidgenossenschaft und die Einverleibung des Thurgaus sowie die Schlieung des SchwbischenBundes endeten im SchwabenkriegzwischenderSchweizerischen Eidgenossenschaft, demHauseHabsburg-sterreichund derenVerbndeten des Schwbischen Bund um die Fhrung im Grenzgebiet. Der Frieden zu Basel von 1499 besttigte schlielich die bis heute festgelegten Staatsgrenzen zwischen Deutschland und der Schweiz. Mit dem Friedensabkommen von 1516 mit Frankreich verkndete die Schweiz vollkommene Neutralitt fr die Zukunft und verzichtete auf die Macht Krieg zu fhren. Auch whrend des Dreiigjhrigen Krieges und der sogenannten Koalitionskriege war die Bodenseeregion betroffen. Die Neugestaltung der territorialen Verhltnisse und die Wiederherstellung der staatlichen Ordnung am Ende der napoleonischen Herrschaft wurden 1815 in Wien beschlossen. Der Schweiz wurde im Frieden von Paris die dauernde Neutralitt versichert.31Vgl. Maurer, H. (1982), S. 274 ff.2Vgl. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Konzilgeb%C3%A4ude (23.11.2010).3Vgl. Galenschovski, C. (2007), S. 29 ff. 4 5. 2Geographie2.1Der Bodensee Der Bodensee ist Bestandteil des Alpenvorlandes und sowohl geschichtlich, wie auch in der Entstehung und Entwicklung eng mit den Alpen verbunden. Mit einer Lnge von 63 km und einer Breite von 14 km ist der Bodensee mit seiner Flche von 536 km der grte See in Deutschland und sterreich und der drittgrte See der Schweiz. Damit sind auch bereits die Anrainerstaaten genannt, die sich die Uferlnge des Bodensee wie folgt teilen: Deutschland 173 km; sterreich 28 km und die Schweiz mit 72 km. Der gesamte See trennt sich einzelne Teilseen, wobei der 254 m tiefe Obersee den greren Teil mit 473 km darstellt. Er erstreckt sich von Bregenz bis Konstanz und geht auf Hhe der Fhrlinie von Meersburg und Konstanz in den berlinger See ber. Der Seerhein fhrt bei Konstanz in den Untersee, der eine Gre von 63 km hat. Im Norden grenzt dieser an die deutsche Seite und im Sden auf Schweizer Seite.42.2Entstehung des Bodensees Die Entstehung der Alpen in der Tertirzeit vor 65 Millionen Jahren bis vor 2,6 Millionen Jahren ist eng mit der Entstehung des Bode