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BRIEF WECHSEL DER BRÜDER JACOB UND W - grimm-bw1-1_kopie.pdf · PDF file 2012. 5. 8. · Jacob Grimms Tätigkeit als Abgeordneter in der Frankfurter Nationalver-sammlung (1848)

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Text of BRIEF WECHSEL DER BRÜDER JACOB UND W - grimm-bw1-1_kopie.pdf · PDF file 2012. 5....

  • BRIEF WECHSEL

    DER BRÜDER

    JACOB UND W ILHELM GRIMM

    KRITISCHE AUSGABE

    IN EINZELBÄNDEN

    BAND 1.1

    S. HIRZEL V ERLAG STUTTGART 2001

  • BRIEF WECHSEL

    ZWISCHEN

    JACOB UND W ILHELM GRIMM

    HERAUSGEGEBEN VON

    HEINZ RÖLLEKE

    TEIL 1

    TEXT

    S. HIRZEL V ERLAG STUTTGART 2001

  • Die Deutsche Bibliothek — CIP-Einheitsaufnahme

    Grimm, Jacob: Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. — Kritische Ausg. in Einzelbd.. — Stuttgart : Hirzel

    Bd. 1. Briefwechsel zwischen Jacob und Wilhelm Grimm / hrsg. von Heinz Rölleke Teil 1. Text. — 2001 ISBN 3-7776-1109-3

    Jede Verwertung des Werkes außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist unzu- lässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Übersetzung, Nachdruck, Mikroverfilmung oder vergleichbare Verfahren sowie für die Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen. Gedruckt auf säurefreiem, alterungsbeständigem Papier. © 2001 by S. Hirzel Verlag Stuttgart. Redaktion und Satz: Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Humboldt-Universität zu Berlin (Berthold Friemel und Maria Hartz mit freundlicher Unterstützung von Wilhelm Braun und Ingrid Pergande-Kaufmann). Einbandentwurf: Berthold Friemel unter Verwendung einer Photographie des Modells zum Nationaldenkmal der Brüder Grimm in Hanau von Syrius Eberle, Museen der Stadt Hanau, Schloß Philippsruhe. Druck: Druckerei Peter Proff, Eurasburg. Printed in Germany

  • VORWORT

    Das breitgefächerte Lebenswerk Jacob und Wilhelm Grimms entstand in engem Arbeitskontakt und Gedankenaustausch mit zahlreichen bedeuten- den Gelehrten, mit berühmten Persönlichkeiten des literarischen und öf- fentlichen Lebens, mit heute mehr oder weniger bekannten Zeitgenossen. Ihr Werk ist undenkbar ohne den lebhaften und außergewöhnlichen Brief- wechsel, den beide mit Hunderten von Freunden und Gelehrten weit über die deutschen Grenzen hinaus führten. Der Entstehungszeitraum der Briefe reicht von der frühen Kindheit der beiden Brüder bis in ihre letzten Tage. Für eine Zeit, in der ein beträchtlicher Teil des wissenschaftlichen Mei- nungsaustausches und der fachlichen Diskussion in Briefwechseln statt- fand, bilden Briefe eine besonders wichtige Quelle für die Wissenschaftsge- schichte. Die Korrespondenzen enthalten aufschlußreiche Informationen zur Entstehung der Grimmschen Werke, geben mitunter sogar Hinweise auf bisher unbeachtete Werke der Grimms und bieten reichhaltiges Material für die Herausbildung des Faches Germanistik wie für die Geschichte benach- barter Disziplinen. Darüber hinaus stellen sie eine Fundgrube dar für die Geschichte der Künste, der Kultur und des Alltags, für die allgemeine zeit- genössische Kommunikation wie für das Zeitgeschehen. In den frühen Brie- fen finden sich Äußerungen zu Ereignissen der Französischen Revolution, später wichtige Aussagen etwa zur Göttinger Protestation (1837) oder zu Jacob Grimms Tätigkeit als Abgeordneter in der Frankfurter Nationalver- sammlung (1848). In den Briefwechseln insgesamt scheint ein weiter Hori- zont einer reichen Lebenserfahrung auf.

    Bereits vor über 100 Jahren wurde öffentlich eine Gesamtausgabe der Briefe Jacob und Wilhelm Grimms gefordert. Doch erst mit der 1986 an der Humboldt-Universität zu Berlin begonnenen Erarbeitung eines Briefver- zeichnisses wurden das gewaltige Ausmaß ihres Briefwechsels — es ist mit mindestens 30.000 Briefen zu rechnen — und der außerordentlich große Korrespondentenkreis greifbar. Bis zum Jahr 1991 hatte der junge Berliner Germanist Berthold Friemel bereits Daten zur Überlieferung und näheren Bestimmung von etwa 11.000 Briefen gesammelt, die er 1992 durch seine Dissertation1 der Forschung zugänglich machte. Auf Antrag des damaligen Nestors der Grimm-Forschung, Ludwig Denecke, der germanistischen Lin- guistin Ruth Reiher (Humboldt-Universität zu Berlin) und des Altgermani- sten Uwe Meves (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) förderte die

    1 Berthold Friemel: Verzeichnis von Jacob und Wilhelm Grimms Briefwechsel.

    (Torso-Fassung.) Mit wissenschaftsgeschichtlichen und editionskritischen Einleitungen. Diss. masch. Humboldt-Universität zu Berlin 1992.

  • Vorwort6

    Deutsche Forschungsgemeinschaft das Projekt des Briefverzeichnisses, das Berthold Friemel, Stephan Bialas und Ingrid Pergande-Kaufmann als wis- senschaftliche Mitarbeiter weiter erarbeiteten. Aufgrund systematischer Re- cherchen sind bisher ca. 21.000 Briefe erfaßt worden, deren Originale sich an Standorten in aller Welt, zum Teil auch in Privatbesitz befinden. Von diesen Briefen ist etwa die Hälfte noch unveröffentlicht; darunter ca. 3.000 Briefe der Grimms. Der erschlossene Korrespondentenkreis hat sich auf etwa 2.000 Personen erhöht, auf mehr als das Dreifache der Zahl der in Ludwig Deneckes Briefbibliographie genannten Briefpartner2. Die Notwen- digkeit einer wissenschaftlichen (Neu-)Ausgabe des Briefwechsels der Grimms ergibt sich heute insbesondere aus folgenden Gründen:

    • etwa die Hälfte des Grimm-Briefwechsels ist noch völlig unveröffentlicht; • die Mehrzahl der vorliegenden Editionen enthält nur die Briefe der Brü- der Grimm und berücksichtigt nicht die inhaltlich ebenso wichtigen Gegen- briefe der Korrespondenten; • die meisten Editionen sind textlich fehler- und lückenhaft; selbst Auslas- sungen wurden oft nicht kenntlich gemacht; • der Kommentar zu den Editionen — soweit überhaupt vorhanden — ent- spricht in der Regel nicht mehr den heutigen Anforderungen und dem heu- tigen Wissensstand; • einige ältere Editionen (insbesondere solche in Sammelwerken, Zeitungen und Zeitschriften) sind zudem nicht mehr leicht zugänglich und manchmal im Leihverkehr kaum noch aufzufinden.

    Mit dem Entstehen des Briefverzeichnisses ist der Plan einer kritischen Edi- tion des Grimm-Briefwechsels in Einzelbänden sachlich und personell eng verbunden. 1991 trafen sich Ludwig Denecke (Hann. Münden), Heinz Röl- leke, Lothar Bluhm, Ulrike Marquardt (alle Bergische Universität — Ge- samthochschule Wuppertal), Ruth Reiher und Berthold Friemel (Humboldt- Universität zu Berlin), um Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grundlinien einer Edition des Grimm-Briefwechsels zu beraten. Da eine chronologische Gesamtausgabe aus finanziellen und personellen Gründen auf absehbare Zeit nicht denkbar schien, zielten die Überlegungen auf ein realisierbares Editionsmodell, das die zügige Publikation unbekannter oder unzureichend edierter Briefe und gleichwohl die Entstehung von Editionen mit langfristiger Gültigkeit gewährleisten sollte. Unter den gegebenen Vor- aussetzungen blieb so nur der Weg, an verschiedenen Orten, wo Kompetenz und Mittel es ermöglichen, Teile der Korrespondenz, jeweils beschränkt auf einzelne Personen, Personengruppen und Sachzusammenhänge, in Einzel- bänden zu edieren. Die von Ludwig Denecke initiierte „Arbeitsgemeinschaft für die Geisteswissenschaft des 19. Jahrhunderts e. V.“ (Berlin) nahm sich

    2 Ludwig Denecke: Bibliographie der Briefe von und an Jacob und Wilhelm Grimm. In:

    Aurora Bd. 43 (1983), S. 169—227.

  • Vorwort 7

    von 1991 bis 1994 der Vorbereitung der Briefausgabe und Erweiterung des Herausgeberkreises an. 1994 bat die Arbeitsgemeinschaft dann Uwe Meves, mit den bisher an der projektierten Briefausgabe Beteiligten Kontakt aufzu- nehmen, um sie zur Mitarbeit in einem Herausgeberkollegium einzuladen und Schritte zu einer besseren Koordinierung der Arbeit in Gang zu setzen. Die positive Resonanz auf ein Rundschreiben führte im Mai 1995 in Olden- burg zur Konstituierung eines Herausgeberkollegiums als eines Diskussi- onsgremiums, das offen sein sollte für alle an der Briefausgabe Interessier- ten. Seine Aufgaben sieht es seitdem u. a. in dem regelmäßigen Austausch über den Stand der Arbeiten (Werkstattberichte), jährlich stattfindenden Kolloquien, in der Diskussion und Schaffung weitgehend verbindlicher Ver- einbarungen (z. B. der Editionsrichtlinien), der Organisation von gewünsch- ten Hilfen bei der Fertigstellung einzelner Editionen (z. B. durch Korrefe- rate, Korrekturlesen) oder in der Gewinnung weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Versammlung wählte Uwe Meves zum Sprecher des Her- ausgeberkollegiums, Ruth Reiher zur stellvertretenden Sprecherin und Ingrid Pergande-Kaufmann zur Arbeitssekretärin. Als Sitz des Sekretariats wurde die Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Humboldt-Universität bestimmt, da der dort eingerichtete wissenschaftliche Apparat und die in Berlin vorhandenen Möglichkeiten (Grimm-Nachlaß, Grimm-Bibliothek) das effektivste Umfeld bieten. 1997 schuf die Humboldt-Universität durch die Umsetzung der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Maria Hartz in die Ar- beitsstelle eine wichtige Voraussetzung für die Endredaktion der Einzel- bände. 1999 wählte das Herausgeberkollegium Jens Haustein (Jena) zum stellvertretenden Sprecher.

    Nach einem langwierigen Prozeß der endgültigen Festlegung der Editi- onsrichtlinien, die auf einer Fassung der Berliner Arbeitsstelle basierten, standen im Mittelpunkt der Kolloquien in Oldenburg (1995, 1996), Berlin (1997), Jena (1998), Göttingen (1999) und Wuppertal (2000) die Werkstattbe- richte über einzelne Briefwechsel. An diesen jährlichen Zusammenkünften nahmen jeweils zwischen 20 und 40 Herausgeberinnen und Herausgeber teil. Bisher wurden 16 Werkstattberichte über folgende Briefwechsel von Ja- cob und Wilhelm Grimm vorgetragen: Heinz Rölleke (Wuppertal): Jacob und Wilhelm Grimm miteinander; Ingrid Pergande-Kaufmann (Berlin): mit den Familien Haxthausen und Droste-Hülshoff; Alan Kirkness (Auck

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