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Einfuehrung Cubase VST 5

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    EinfhrungEinfhrung

  • Handbuch: E. Nathorst-Bs, L. Carlson, A. Nordmark, R. Wiklanderbersetzung: C. Bachmann, H. Horntrich, S. Pfeifer, C. Schomburg

    Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen knnen ohne Vorankndigung gendert werden undstellen keine Verpflichtung seitens der Steinberg Soft- und Hardware GmbH dar. Die Software, die in diesemDokument beschrieben ist, wird unter einer Lizenzvereinbarung zur Verfgung gestellt und darf aus-schlielich nach Magabe der Bedingungen der Vereinbarung (Sicherheitskopie) kopiert werden. Ohneausdrckliche schriftliche Erlaubnis durch Steinberg Soft- und Hardware GmbH darf kein Teil dieses Hand-buches fr irgendwelche Zwecke oder in irgendeiner Form mit irgendwelchen Mitteln reproduziert oderbertragen werden.

    Alle Produkt- und Firmennamen sind oder Warenzeichen oder Kennzeichnungen der entsprechenden Fir-men. Windows, Windows 95, Windows 98 und Windows 2000 sind Warenzeichen der Microsoft Corporation.

    Steinberg Soft- und Hardware GmbH, 2000. Alle Rechte vorbehalten.

  • Inhaltsverzeichnis

  • CUBASE VST

    4 Inhaltsverzeichnis

    9 Einleitung

    10 Herzlich willkommen!11 ber Cubase...12 Verfgbare Dokumentation14 Die Online-Hilfe15 So knnen Sie uns erreichen

    17 Allgemeine

    Einfhrung

    18 Was bedeutet digitalisiertes Audio?

    18 Was bedeutet MIDI?19 Die Hauptfenster in Cubase

    VST

    33 Lehrgang

    34 Einleitung34 ffnen des Quick Start Songs35 Wiedergabe36 Stummschalten und Solo-

    Wiedergabe von Spuren37 Einschalten der MIDI-Spuren39 ndern des Sounds und des

    Pegels einer MIDI-Spur42 Einstellen der Pegel fr

    Audiospuren43 Anwenden von Effekten45 Arbeiten mit VST-

    Instrumenten47 Die Werkzeuge im Arrange-

    Fenster48 berprfen des Inhalts der

    Parts49 Lehrgang erfolgreich

    abgeschlossen!

    51 Grundlagen

    52 Einleitung52 Die Werkzeuge53 Einblendmens54 Die Toolbar56 Positionen, Lnge und

    Auflsung58 Einstellen von Werten63 Benennen von Objekten64 Arbeiten mit Fenstern65 Arbeiten mit der

    Computertastatur67 Voreinstellungen69 Rckgngig

    71 Einrichten des

    Systems

    72 Vorbereitungen fr Audioaufnahmen

    87 Ein-/Ausschalten der Audio-Engine

    88 Vorbereitungen fr MIDI-Aufnahmen

    97 Vorbereitungen abgeschlossen! Wie gehts weiter?

    99 Aufnehmen von

    Audiomaterial

    100 Vorbereitungen115 Die erste Aufnahme118 Weitere Aufnahmen auf

    derselben Spur119 Aufnahmen auf weiteren

    Spuren Overdubbing (Playbackverfahren)

  • CUBASE VST

    Inhaltsverzeichnis 5

    121 Aufnehmen von MIDI-

    Material

    122 Einleitung122 Vorbereitungen128 Aufnehmen130 Aufnehmen verschiedener

    MIDI-Datenarten

    133 Aufnahmemethoden

    134 Punch In und Punch Out134 Automatischer Punch In136 Manueller Punch In137 Automatischer Punch Out139 Manueller Punch Out139 Der Cycle-Modus141 Aufnehmen im Cycle-Modus143 Audioaufnahme im Cycle-

    Modus144 MIDI-Aufnahme im Cycle-

    Modus152 Aufnehmen auf mehrere

    Spuren/Kanle153 Rckwirkende Aufnahme

    155 Wiedergabe, Tempo

    und das Transportfeld

    156 Das Transportfeld159 Der Zahlenblock der

    Tastatur160 Einstellen von Tempo und

    Taktart164 Einstellen der Song- und

    Zeitposition170 Locatoren172 Einstellen von Zeitformaten

    im Lineal

    173 Arbeiten im Arrange-

    Fenster

    174 Spuren, Parts und deren Anordnung

    175 Wozu dienen Spuren?175 Erzeugen von Spuren176 Benennen von Spuren176 Auswhlen von Spuren178 ndern der Reihenfolge der

    Spuren179 Kopieren von Spuren180 ndern der Gre von

    Spuren181 Lschen von Spuren182 Spurklassen184 Parts184 Erzeugen von Parts185 Benennen von Parts185 Auswhlen von Parts188 Arbeiten mit dem

    Auswahlbereich-Werkzeug189 Bearbeiten von Parts oder

    einer Auswahl195 Lschen von Parts196 Part-Darstellung und Part-

    Farbe199 Arbeiten mit dem Lupe-

    Werkzeug200 Die Option Rasterlinien

    zeichnen200 Arbeiten mit mehreren

    Arrangements

  • CUBASE VST

    6 Inhaltsverzeichnis

    203 Die Markerspur

    204 Die Markerspur204 Ein- und Ausblenden der

    Markerspur205 Erzeugen von Marker-Parts207 Bearbeiten von Marker-Parts208 Springen zu Marker-Parts211 Auswhlen von Bereichen

    im Arrange-Fenster mit Hilfe von Marker-Parts

    213 Abspielparameter, Einstellungen der

    Parts und Spuren

    214 Was sind Abspielparameter?215 Die drei Mglichkeiten zum

    Einstellen der Parameter217 Arbeiten mit den Spurspalten221 Arbeiten mit dem Inspector227 Arbeiten mit den

    Werkzeugen228 Die Parameter235 Wann sollten die Spurspalten

    und wann der Inspector verwendet werden?

    235 Stummschalten von Spuren237 Die Funktion Abspiel-

    parameter festsetzen238 Thru-Funktion in Echtzeit

    241 Arbeiten mit dem

    Audio-Pool

    242 Was ist der Audio-Pool?243 ffnen des Audio-Pools243 Die Darstellung von Dateien

    und Segmenten245 Ziehen von Audiomaterial

    aus dem Pool in das Arrange-Fenster

    248 Importieren von Dateien in den Pool

    251 Grundlagen der Bearbeitung von

    Audiomaterial

    252 Einleitung252 Segmente, Events, Parts und

    nicht destruktives Bearbeiten253 ffnen des Audio-Editors253 Der Audio-Editor ein

    berblick255 Anzeige von Audio-Events259 Erzeugen von Audio-Events260 Verndern von Audio-Events265 Lschen von Audio-Events266 Bearbeiten in der Infozeile

  • CUBASE VST

    Inhaltsverzeichnis 7

    267 Grundlagen der Bearbeitung von

    MIDI-Material

    268 Wozu dienen die MIDI-Editoren?

    268 Verschiedene Event-Arten273 ffnen eines MIDI-Editors276 Key-Editor276 Schlagzeug-Editor280 Listen-Editor281 Noten-Editor283 Aufnahme und Wiedergabe

    in den Editoren285 Eingeben von Noten292 Auswhlen von Noten und

    anderen Events293 Verndern von Noten296 Lschen von Noten296 Bearbeiten in der Infozeile297 Bearbeiten der

    Anschlagstrke300 Bearbeiten von

    kontinuierlichen Events305 Schlieen des Editors

    307 VST-Instrumente

    308 Einleitung308 Einschalten von VST-

    Instrumenten309 Spielen des VST-Instruments310 Auswhlen von Programmen

    und Vornehmen von Einstellungen

    312 Vornehmen von Mixer-Einstellungen

    313 Quantisieren und Arbeiten mit

    Funktionen

    314 Einleitung315 Was passiert genau beim

    Quantisieren und beim Anwenden der Funktionen?

    316 Das Quantisieren320 Was versteht man unter

    Quantisieren?324 Die unterschiedlichen

    Quantisierungsarten328 Weitere Funktionen

    329 Mischen

    330 Einleitung330 Mischen von Audiomaterial347 Mischen von MIDI-Material

    353 Filme

    354 Einleitung354 Wiedergabe eines Films

    synchron mit Cubase VST

    357 Arbeiten mit Dateien

    358 Die unterschiedlichen Dateiformate

    362 ffnen365 Speichern368 Importieren370 Exportieren374 Drag & Drop (Ziehen und

    Ablegen)376 Backup-Strategien

    377 Stichwortverzeichnis

  • CUBASE VST

    8 Inhaltsverzeichnis

  • 1

    Einleitung

  • CUBASE VST

    1 10 Einleitung

    Herzlich willkommen!

    Seit seinem Bestehen hat das Steinberg-Team immer danach gestrebt, bis an die Grenzen des technisch Mglichen zu gelangen. Dieser Grn-dungsgedanke steht damals wie heute hinter unserer Arbeit. Wenn wir Bilanz ziehen, ist es erstaunlich, wie weit wir gekommen sind, und wenn wir nach vorne blicken, haben wir dennoch das Gefhl, dass wir am Be-ginn einer groartigen Entwicklung stehen. Dies liegt im Software-Be-reich wohl in der Natur der Sache: Jedes Mal, wenn ein Punkt erreicht ist, den wir uns zum Ziel gesetzt hatten, stellen wir uns die Frage Was wre wenn? und schon erffnen sich Unmengen neuer Mglichkeiten.

    Wir hoffen, dass auch Sie das Gefhl haben, den Beginn einer groarti-gen Entwicklung mitzuerleben, wenn Sie Cubase VST vor sich auf Ihrem Computer sehen und herausfinden, auf welch hervorragende Weise Sie damit Ihre neue Musik erschaffen knnen!

    Karl Steinberg Manfred Rrup

  • CUBASE VST

    Einleitung 1 11

    ber Cubase...

    Cubase VST bietet Ihnen ein wichtiges Extra: das Bewusstsein, dass Sie Teil einer der grten Gruppen von Anwendern im Bereich Musik-Soft-ware sind. Cubase VST bedeutet fr viele verschiedene Menschen die unterschiedlichsten Dinge. Fr einige stellt es den ersten Schritt in die Welt der Komposition dar, gleichzeitig ist es aber auch

    das

    Programm professioneller Musiker aller Stilrichtungen. Von Klassik bis Rock, Blues, Techno und Folk stellt Cubase VST ein wirklich benutzerfreundliches Programm dar.

    Aber wie ist es mglich, dass Cubase fr so viele verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann? Die Antwort liegt in der Konzeptionierung des Programms: Es ist nicht nur einfach, den Umgang mit Cubase von Anfang an zu erlernen, sondern es bleibt auch einfach, wenn Sie in die Tiefen des Programms vordringen. Die Dinge, die Sie am ersten Tag ler-nen sind immer noch gltig, wenn Sie sich mit den kleinsten Details des Programms vertraut machen und dabei immer neue Mglichkeiten entdecken. Deshalb haben so viele Menschen herausgefunden, dass Cubase VST das richtige Werkzeug fr sie ist.

    Wir freuen uns sehr darber, dass das Gemeinschaftsgefhl zwischen den Anwendern unserer Programme immer weiter wchst. Die Benut-zer unserer Software waren immer eine wichtige Informationsquelle fr uns, wenn es um die Weiterentwicklung des Programms ging. Mit dem Wachstum des Internets hat auch dieser Aspekt groe Ausmae ange-nommen. Die Anwender unserer Programme kommunizieren nicht mehr nur direkt mit Steinberg, sondern sind zu einer interaktiven und dynamischen Gruppe geworden, die die Richtung fr kommende Versi-onen von Cubase VST vorgibt. Der Austausch zwischen den Anwen-dern von Cubase VST hat einen neuen Hhepunkt erreicht, seit sie in den Internet-Studios unter www.cubase.net aktiv miteinander Musik machen. Glauben Sie also niemandem, der behauptet, dass Computer-Musiker einsame Menschen sind.

    Wir treffen uns im Internet

    Ihr Steinberg-Team.

    www.steinberg.dewww.cubase.net

  • CUBASE VST

    1 12 Einleitung

    Verfgbare Dokumentation

    Die Cubase VST-Dokumentation setzt sich wie folgt zusammen:

    Die Installationsanleitung

    In diesem separaten Handbuch wird beschrieben, wie Sie das Programm installieren. Dieses Handbuch sollten Sie zuerst lesen.

    Dieses Handbuch

    Dieses Handbuch enthlt Folgendes:

    Eine Beschreibung der Grundlagen zum Kennenlernen von Cubase VST. Einfhrungen in die unterschiedlichen Teilbereiche des Programms, damit Sie

    viele Funktionen sofort ausprobieren knnen.

    In diesem Buch werden nicht alle Programmfunktionen ausfhrlich be-schrieben, es bietet Ihnen aber einen idealen Einstieg in das Programm.

    Die Dokumentation auf der Programm-CD

    Um die Dokumentation auf der Programm-CD lesen zu knnen, muss Acro-bat Reader installiert sein. Diese Software finden Sie auf der Cubase VST-CD. Sie wird normalerweise zusammen mit dem Programm installiert. Wenn dies nicht der Fall ist, knnen Sie den Acrobat Reader auch von der

    CD aus installieren.

    Im Dokumentation-Ordner auf Ihrer Festplatte finden Sie die vollstn-dige Dokumentation zu allen Programmfunktionen. Diese Dokumenta-tion setzt sich aus mehreren Dokumenten im Adobe Acrobat-Format zusammen. Dazu gehren u. a.:

    Inhaltsverzeichnis

    Dieses Dokument enthlt die Verknpfungen zu den anderen verfgbaren Acrobat-Dokumenten. Auerdem finden Sie hier zu jedem Dokument eine kurze Erklrung. Verwenden Sie das Inhaltsverzeichnis, um herauszufinden, in welchem Dokument Sie etwas nachlesen mchten. Im Start-Men von Win-dows finden Sie in der Cubase VST-Programmgruppe das Dokumentation-Men. Hier knnen Sie das Inhaltsverzeichnis auswhlen, um es zu ffnen.

  • CUBASE VST

    Einleitung 1 13

    Benutzerhandbuch

    Dies ist das Haupthandbuch mit ausfhrlichen Beschreibungen der Cubase VST-Parameter, -Funktionen und -Techniken.

    Notenbearbeitung und -druck

    In den Score- und VST/32-Versionen von Cubase VST ist ein umfangreicherer Noten-Editor enthalten als in der Grundversion. Dieser Editor wird in der Datei Notenbearbeitung und -druck nher erlutert.

    Die VST Effekt-PlugIns

    In diesem Dokument werden die Audio-PlugIn-Effekte beschrieben, die in der Programmversion enthalten sind.

    Die mitgelieferten VST-Instrumente

    In diesem Dokument werden die mitgelieferten VST-Instrumente (MIDI-gesteu-erte Software-Instrumente) beschrieben.

    MIDI-Mixer und Mixerspuren

    In diesem Dokument wird beschrieben, wie Sie aus Cubase VST heraus mit dem MIDI-Mixer die Pegel und Parameter in Ihren MIDI-Instrumenten steuern knnen.

    Der Interaktive Phrasen-Synthesizer (IPS)

    In diesem Dokument wird der Interaktive Phrasen-Synthesizer beschrieben.

    SysEx-Daten

    Dieses Dokument enthlt Informationen zum Arbeiten mit systemexklusiven MIDI-Daten.

    Tonbandspuren Steuern von Bandmaschinen

    Wenn Sie Cubase VST mit einer Mehrspurbandmaschine verwenden wollen, fin-den Sie in diesem Dokument Informationen zum Arbeiten mit Tonbandspuren.

    Module

    In diesem Dokument wird das Arbeiten mit den Modulen in Cubase VST be-schrieben. Auerdem wird in einzelnen Kapiteln jedes Modul beschrieben, das in dieser Programmversion enthalten ist.

    Problembehebung

    Hier finden Sie mgliche Lsungen, wenn Sie Probleme haben, das Programm zum Laufen zu bringen. Sie sollten auch in der Steinberg-Knowledge-Base nach-sehen, um neueste Informationen zu erhalten (siehe Seite 15).

  • CUBASE VST

    1 14 Einleitung

    Welche Teile der Dokumentation sollten Sie lesen?

    Lesen Sie auf jeden Fall die Installationsanleitung. Wenn Sie dann das Programm kennenlernen mchten, lesen Sie dieses Buch

    und schlagen Sie im Benutzerhandbuch nach, wenn Sie detailliertere Informati-onen zu einem Thema bentigen.

    Wenn Sie jedes Detail des Programms kennenlernen mchten, sollten Sie die-ses Buch und alle mitgelieferten Dateien lesen.

    Die Online-Hilfe

    In Cubase VST ist eine HTML-Hilfe enthalten, die Sie auf verschiedene Arten aufrufen knnen:

    Wenn Sie sich Informationen ber ein Fenster oder einen Dialog anzeigen lassen mchten, drcken Sie die [F1]-Taste auf der Computertastatur oder klicken Sie auf den Hilfe-Schalter im entsprechenden Dialog.

    Es wird ein Text eingeblendet, in dem das aktuelle Fenster oder der aktuelle Di-alog beschrieben wird.

    Wenn Sie Informationen ber Menoptionen in Cubase VST erhalten mchten, whlen Sie im Hilfe-Men den Inhalt-Befehl.

    Ein Fenster Ihres HTML-Hilfe-Readers wird angezeigt, in dem Sie die Beschrei-bungen der Menoptionen aufrufen knnen. Wenn Sie auf die Index-Register-karte Ihres Hilfe-Readers klicken, knnen Sie nach bestimmten Stichworten im Hilfetext suchen.

    Wenn Sie im Hilfe-Men den Befehl Weiterfhrende Hilfe auswhlen, er-halten Sie weitere Informationen ber die Windows-Hilfe.

    Einige Funktionen werden nur in der Online-Hilfe ausfhrlich beschrieben!

  • CUBASE VST

    Einleitung 1 15

    So knnen Sie uns erreichen

    Wenn Sie im Hilfe-Men das Untermen Steinberg im Internet ffnen, wird eine Liste mit wichtigen Steinberg-Internet-Links angezeigt. Wenn Sie eine der Optionen auswhlen, wird Ihr Web-Browser gestartet und die entsprechende Website geffnet!

    Wenn Sie einen der direkten Links oder die Befehle Steinberg-Home-page bzw. Cubase-Anwenderforum auswhlen, haben Sie folgende Mglichkeiten:

    Sie knnen auf die Knowledge-Base zugreifen, um Informationen ber un-sere technische Untersttzung, Antworten auf hufig gestellte Fragen usw. zu erhalten.

    Sie knnen E-Mails an unsere Support-Abteilung senden. Sie knnen die neuesten Programm-Updates und Demoversionen anderer

    Steinberg-Produkte abrufen. Wenn Sie den Menbefehl Cubase-Anwenderforum auswhlen, knnen Sie

    unter www.cubase.net mit Anwendern von Steinberg-Produkten auf der ganzen Welt Kontakt aufnehmen und Informationen austauschen.

  • CUBASE VST

    1 16 Einleitung

  • 2

    Allgemeine Einfhrung

  • CUBASE VST

    2 18 Allgemeine Einfhrung

    Was bedeutet digitalisiertes Audio?

    Unter Audio versteht man eine beliebige Klangquelle, die Sie an den Audioeingang Ihrer Soundkarte anschlieen knnen, z. B. ein Mikrofon, eine E-Gitarre oder hnliches. Digitalisiert deshalb, weil der Computer das Audiosignal in Zahlen umwandelt, die Cubase VST aufnimmt und auf Ihrer Festplatte speichert. Diese Umwandlung in Zahlen bietet eine Vielzahl von kreativen Gestaltungsmglichkeiten fr die Aufnahmen.

    Was bedeutet MIDI?

    Unter MIDI versteht man Steuerinformationen fr Synthesizer. Mit ei-nem Vergleich lsst es sich einfacher erklren: Ihr Computer kann Nach-richten an einen Drucker senden, die festlegen, wie die gedruckte Seite aussehen soll. Der Drucker wertet diese Informationen aus und setzt sie mit Hilfe der eigentlichen Tinte auf dem Papier in das gewnschte Er-gebnis um.

    Mit Hilfe der MIDI-Daten funktioniert ein Synthesizer sozusagen wie ein Musikdrucker, d. h. der Computer sendet Informationen an den Syn-thesizer, die festlegen, welche Noten gespielt werden sollen, und das eigentliche Audiomaterial wird dann vom Synthesizer erzeugt.

    Ein Vorteil dieser Methode ist, dass z. B. ein Ton, der mit einem Klavier-Sound aufgenommen wurde, mit einem Cembalo-, Blechblser- oder Gitarren-Sound wiedergegeben werden kann einfach durch Vern-dern der Einstellungen fr den Synthesizer.

    General MIDI (Abkrzung: GM) ist eine weitergehende Spezifikation fr MIDI-Instrumente. Wenn ein Instrument mit dem General MIDI Standard kompatibel ist, verfgt es ber eine groe Anzahl an vereinheitlichten, integrierten Sounds, z. B. Piano (Klavier), Bass (Bass), Drums (Schlagzeug), Strings (Saiteninstrumente), um nur einige zu nennen. Wenn Sie mit ei-nem Instrument Musik erzeugen, das den General-MIDI-Standard ein-hlt, hrt sich die Musik bei der Wiedergabe auf einem anderen GM-Instrument nahezu identisch an. So knnen Sie Ihre Cubase VST-Songs austauschen und Ihre Arbeit sogar in einem einheitlichen Datenformat z. B. im Internet verffentlichen.

    Cubase VST untersttzt darber hinaus auch zwei Erweiterungen zum GM-Standard: GS (Roland) und XG (Yamaha).

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 19

    Die Hauptfenster in Cubase VST

    Das Transportfeld

    Das Transportfeld ist mit den Steuerelementen einer Bandmaschine vergleichbar. Hier finden Sie die Funktionen Wiedergabe, Stop und Vor-/Zurckspulen. Mit dem Transportfeld stellen Sie darber hinaus auch das Tempo, die Taktart usw. ein.

    Diese Anzeigen zeigen den Pegel fr MIDI In (Auf-nahme) und MIDI Out (Wiedergabe) an.

    Tempo und Taktart.

    Hier wird das Metronom eingeschaltet.

    Hier wird festgelegt, wo die Aufnahme be-ginnt, endet und wel-cher Bereich zu einer Schleife (Cycle) gehrt.

    In diesen Feldern wird die aktuelle Songposition im Format Takt/Zhl-zeit/Ticks (links) und im Zeitpositi-onsformat (rechts) angezeigt.

    Wenn dieser Schalter einge-schaltet ist, gehrt der Bereich zwischen den Locatoren zu ei-ner Schleife (Cycle).

    Diese Schalter entsprechen den Steuerelementen einer normalen Bandmaschine.

  • CUBASE VST

    2 20 Allgemeine Einfhrung

    Das Arrange-Fenster

    Im Arrange-Fenster werden Songs aufgenommen und angeordnet.

    Das Arrangement ist im Arrange-Fenster vertikal in Spuren unterteilt, die dazu dienen, die Aufnahmen anzuordnen. Sie knnen z. B. eine Spur fr das Schlagzeug verwenden, eine weitere fr den Bass, eine dritte fr die Hauptstimme, eine vierte fr Begleitstimmen usw. Links im Arrange-Fenster befindet sich die Spurliste:

    Dieses Symbol zeigt an, dass es sich um eine Audiospur handelt.

    In dieser Spalte wird ange-zeigt, ob auf der Spur etwas wiedergegeben wird.

    Klicken Sie in diese Spalte, um eine Spur stummzuschalten.

    Der Kanal der Spur.

    Die Namen der Spuren.

    Dieses Symbol zeigt an, dass es sich um eine MIDI-Spur handelt.

    Mit diesem Schalter ffnen Sie den Inspector, in dem Sie weitere Einstellungen fr die ausgewhlte Spur vornehmen knnen.

    Die aktive (ausgewhlte) Spur. Die Aufnahme erfolgt immer auf der aktiven Spur.

    Dieses Symbol zeigt an, dass es sich um eine Schlagzeugspur handelt.

    Dieses Symbol zeigt an, dass es sich um eine Mixer-spur handelt.

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 21

    Der rechte Teil des Arrange-Fensters wird als Part-Anzeige bezeichnet.

    Oben im Arrange-Fenster befindet sich eine Zeile mit verschiedenen Einblendmens und Einstellungen.

    Das Lineal zeigt an, dass die Zeit von links nach rechts verluft.

    Jede Aufnahme wird in der Part-Anzeige als Kstchen dargestellt, das Part genannt wird.

    Die Songposition Der linke Locator Der rechte Locator

    Die vertikale Position des Parts zeigt an, auf welcher Spur er sich befindet.

    Die horizontale Position zeigt an, an welcher Stelle im Song der Part beginnt.

    Die Lnge des Kstchens zeigt an, wie lang die Aufnahme ist.

    Klicken Sie hier, um nur die ausgewhlte Spur zu hren.

    Der Raster-Wert legt die Przision beim Bearbeiten (z. B. Verschieben oder Zerschneiden) fest.

    Dieser Notenwert wird fr die Quantisierungsfunktion verwendet.

    Die Position des Mauszei-gers in Takten, Zhlzeiten und Ticks.

    Mit Hilfe dieses Einblendmens kn-nen Sie den verschiedenen Parts unter-schiedliche Farben zuweisen.

  • CUBASE VST

    2 22 Allgemeine Einfhrung

    Die Fenster des VST Channel Mixers

    Der VST Channel Mixer (eigentlich gibt es zwei) ist das Mischpult fr Audiospuren, d. h. hier knnen Sie Pegel (Lautstrke), Panorama im Stereoklangbild, Effektsends, Equalizer etc. einstellen.

    Im VST Master Mixer nehmen Sie die Einstellungen fr die endgltige Ausgabe vor:

    Mute- und Solo-Schalter Panoramaregler

    Pegelregler

    Pegelanzeige

    Schalter fr die Automation der Mixer-Parameter

    Clipping-Anzeige

    Eingangspegel-Schalter

    Pegelanzeigen

    Anzeigen der Mastereffekte

    Pegelregler

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 23

    Das Fenster VST-Kanaleinstellungen

    Fr jeden Audiokanal in Cubase VST knnen Sie bis zu vier Bnder mit parametrischem EQ nutzen, verschiedene dynamische Bearbeitungs-prozesse mit Hilfe des Bedienfelds VST Dynamics anwenden und bis zu vier Insert-Effekte hinzufgen. Auerdem verfgt jeder Kanal ber acht Effektsends, die Sie acht internen Effektprozessoren zuweisen und so Hall, Chorus und andere Effekte hinzufgen knnen.

    Es gibt auerdem vier Mastereffekte, die in den Masterausgangsbus geleitet werden.

    Equalizer-BereichEffektsends

    Das Fenster VST-Send-Effekte

    Insert-Effekte

  • CUBASE VST

    2 24 Allgemeine Einfhrung

    Das Fenster VST-Instrumente

    In diesem Fenster knnen Sie VST-Instrumente einschalten und verwal-ten. VST-Instrumente sind Software-Synthesizer (oder andere Klang-quellen), die in Cubase VST enthalten sind. Jedes VST-Instrument verfgt ber ein eigenes Bedienfeld in einem separaten Fenster.

    Das Fenster VST-Instrumente (oben) und das Bedienfeld des Neon-Synthesizers

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 25

    Der MIDI Track Mixer

    Dieser Mixer hnelt dem VST Channel Mixer, allerdings wird er zum Ein-stellen von Pegel, Panorama und anderen Parametern Ihrer MIDI-Spuren verwendet.

  • CUBASE VST

    2 26 Allgemeine Einfhrung

    Der Audio-Pool

    In diesem Fenster sind alle Audioaufnahmen aufgefhrt, so dass Sie sich einen berblick ber Audiodateien und Segmente verschaffen und diese verwalten knnen.

    Der Audio-Editor

    Im Audio-Editor knnen Sie Audio-Parts grob bearbeiten, z. B. Anfangs- und Endpunkte der Audio-Events verschieben oder Audio-Events krzen.

    Dies ist eine Datei, die eine Audioaufnahme enthlt.

    Dies sind Segmente, die Teile der Datei wiedergeben. Wenn Sie Segmente in das Arrangement ziehen, knnen Sie die Audiodatei in Ihrem Song verwenden.

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 27

    Der Wave-Editor

    Im Wave-Editor knnen Sie die eigentlichen Audioaufnahmen bis ins Detail bearbeiten und endgltig verndern.

  • CUBASE VST

    2 28 Allgemeine Einfhrung

    Die MIDI-Editoren

    MIDI-Aufnahmen knnen in vier separaten Editoren bearbeitet werden:

    Der Key-Editor

    Dieser Editor besteht aus einem Raster, in dem die Noten als Kstchen angezeigt werden. Die vertikale Position im Raster zeigt die Tonhhe ei-ner Note an und die Breite des Kstchens die Notenlnge. Arbeiten Sie mit diesem Editor, wenn Sie Noten oder kontinuierliche Daten (z. B. Mo-dulation und Lautstrke) schnell in einer grafischen Darstellung bear-beiten wollen.

    Kontinuierliche Events

    Noten

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 29

    Der Schlagzeug-Editor

    Der Schlagzeug-Editor hnelt dem Key-Editor, wurde jedoch speziell fr Schlagzeug- und Percussion-Spuren entwickelt. Jeder Schlagzeug-Sound erscheint in einer eigenen Reihe mit eigenen Einstellungen, so dass Rhythmusfiguren leicht erzeugt und verndert werden knnen.

    Schlagzeug-Sounds

    Noten

  • CUBASE VST

    2 30 Allgemeine Einfhrung

    Der Listen-Editor

    In diesem Editor werden alle MIDI-Noten, Controller und andere Events in Listenform angezeigt. Sie knnen Events in der Liste verschieben, einsetzen, lschen sowie alle Werte bis ins Detail bearbeiten. Arbeiten Sie mit dem Listen-Editor, wenn Sie die Werte und Positionen genau einstellen wollen oder wenn Sie ein Computerfreak sind und das Ar-beiten mit Zahlen gewohnt sind.

    Die Event-Liste MIDI-EventsDie Event-Anzeige

  • CUBASE VST

    Allgemeine Einfhrung 2 31

    Der Noten-Editor

    Im Noten-Editor werden die MIDI-Noten als Noten in einer Partitur darge-stellt. Arbeiten Sie mit diesem Editor, wenn Sie Partituren zum Drucken vorbereiten oder wenn Sie es gewohnt sind, mit Notendarstellungen zu arbeiten.

    Der Controller-Editor

    In diesem Fenster knnen Sie beliebige kontinuierliche Daten wie z. B. MIDI-Controller oder aufgenommene Mixer-Reglerbewegungen anzei-gen, bearbeiten und erstellen.

  • CUBASE VST

    2 32 Allgemeine Einfhrung

  • 3

    Lehrgang

  • CUBASE VST

    3 34 Lehrgang

    Einleitung

    Dieses Kapitel soll Ihnen einen schnellen Einstieg in Cubase VST ermg-lichen. Arbeiten Sie dazu mit dem Demosong Quick Start, der sich auf der CD von Cubase VST befindet.

    Voraussetzung dafr ist, dass eine mit Windows kompatible Soundkarte (wie in der Installationsanleitung beschrieben) installiert wurde, die mit

    dem Windows Media Player funktioniert.

    ffnen des Quick Start Songs

    Beim Installieren von Cubase VST wird automatisch der Quick Start Song mitinstalliert. Wenn Sie ihn unabsichtlich gelscht haben, knnen Sie ihn wieder installieren, indem Sie den Ordner Quick Start Song von der CD-ROM auf Ihre Festplatte kopieren.

    1. ffnen Sie den Cubase-Programmordner.

    2. ffnen Sie den Ordner Quick Start Song.

    3. Doppelklicken Sie auf die Datei Quick Start Song.all.

    Cubase wird gestartet und der Song wird geffnet. Was Sie jetzt sehen, ist das so genannte Arrange-Fenster, das Herzstck von Cubase.

  • CUBASE VST

    Lehrgang 3 35

    Wiedergabe

    Im unteren Teil des Bildschirms befindet sich das

    Transportfeld

    . Hier steuern Sie die Wiedergabe, die Aufnahme und viele andere Funktio-nen, hnlich wie bei einer normalen Bandmaschine.

    Die Transportfunktionen

    1. Klicken Sie im Transportfeld auf den Wiedergabe-Schalter.

    Der Song wird wiedergegeben. Jetzt hren Sie nur die Audiospuren, d. h. die Audioaufnahmen, die als Audiodateien auf der Festplatte gespeichert wurden. Noch werden keine MIDI-Aufnahmen wiedergegeben.

    2. Wenn Sie genug gehrt haben, klicken Sie auf den Stop-Schalter. Probieren Sie auch die Vor- und Rckspulfunktionen aus, um zu sehen, wie Sie die Songposition (die sich bewegende, vertikale Linie im Arrange-Fenster) an eine beliebige Stelle verschieben knnen, und starten Sie die Wiedergabe von dort aus.

  • CUBASE VST

    3 36 Lehrgang

    Stummschalten und Solo-Wiedergabe von Spuren

    Wie Sie sehen, unterteilt sich das Arrange-Fenster in mehrere Spuren, die untereinander angeordnet sind. Sie knnen mit den Mute- (Stumm-schalten) und Solo-Funktionen beliebig viele Spuren stummschalten.

    1. Klicken Sie in der Spurliste in die M-Spalte der Spur Bass.

    Sie knnen jetzt hren, dass der Bass aus der Musik entfernt wurde. Klicken Sie erneut auf die M-Spalte, um den Bass wieder zu hren. Diesen Vorgang bezeich-net man als Stummschalten einer Spur bzw. Aufheben der Stummschaltung.

    Schalten Sie probeweise weitere Spuren stumm und heben Sie die Stummschaltung wieder auf, aber lassen Sie die MIDI-Spuren (Mono lead, Vibes, Strings und Congas) zunchst stummgeschaltet.

    2. Klicken Sie auf den Namen der Spur Bass.

    Die Spur wird dunkel hinterlegt. Dieser Vorgang wird als

    Auswhlen

    einer Spur bezeichnet. Wenn Sie etwas ausgewhlt haben, bedeutet dies, dass bestimmte Funktionen nur auf den ausgewhlten Teil angewendet werden.

    Eine stummgeschaltete Spur

    Diese Spur ist ausgewhlt.Solo-Schalter

  • CUBASE VST

    Lehrgang 3 37

    3. Klicken Sie oben im Arrange-Fenster auf den Solo-Schalter.

    Jetzt hren Sie nur die ausgewhlte Spur. Die Solo-Funktion kann man sich als umgekehrte Stummschalten-Funktion (Mute) vorstellen. Klicken Sie noch einmal auf den Solo-Schalter, um alle nicht stummgeschalteten Spuren zu hren.

    Einschalten der MIDI-Spuren

    Die vier unteren Spuren geben kein Audiomaterial, sondern MIDI-Mate-rial wieder. Dies knnen Sie in der C-Spalte sehen. Wenn dort ein Noten-symbol angezeigt wird, handelt es sich bei der Spur um eine MIDI-Spur, eine Wellenform hingegen zeigt eine Audiospur an.

    Fr die Wiedergabe von MIDI-Spuren brauchen Sie eine Soundkarte mit integriertem Synthesizer oder einen externen MIDI-Synthesizer, der an eine MIDI-Schnittstelle angeschlossen ist. Auch wenn Ihr Synthesizer nicht mit dem General-MIDI-Standard kompatibel ist, knnen Sie die Spuren eventuell trotzdem wiedergeben und werden auch etwas hren, mglicherweise werden Sie aber bei der Wiedergabe andere Sounds h-ren, als wir fr dieses Beispiel verwendet haben.

    Symbol fr Audiospuren

    Symbol fr MIDI-Spuren

  • CUBASE VST

    3 38 Lehrgang

    1. berprfen Sie, ob Ihr Synthesizer auf den Modus fr General-MIDI-Kom-patibilitt eingestellt ist.

    Viele Synthesizer sind von Anfang an auf diesen Modus eingestellt.

    2. Klicken Sie zweimal auf den Stop-Schalter, um die Songposition an den Songanfang zu setzen.

    3. Heben Sie die Stummschaltung fr die vier Spuren Mono lead, Vibes, Strings und Congas auf.

    4. Starten Sie die Wiedergabe.

    Jetzt hren Sie ber den MIDI-Synthesizer einige zustzliche Parts im Song. Wenn Sie nichts hren, prfen Sie in der Ausgang-Spalte der MIDI-Spuren, ob sie auf den richtigen Anschluss eingestellt sind.

    Eventuell mssen Sie die Balance zwischen Audio- und MIDI-Material noch anpassen, indem Sie die Lautstrke an Ihrem MIDI-Instrument verndern (oder ber die Mixer-Anwendung Ihrer Soundkarte, wenn Sie das MIDI-

    Material vom integrierten Synthesizer Ihrer Soundkarte wiedergeben).

  • CUBASE VST

    Lehrgang 3 39

    ndern des Sounds und des Pegels einer MIDI-Spur

    Nun werden wir den Sound und die Pegeleinstellungen der MIDI-Spuren verndern. Zunchst soll der Sound verndert werden:

    1. Lassen Sie die Musik weiterspielen.

    2. Whlen Sie die Spur Mono lead aus.

    3. Schauen Sie sich den Inspector an (den Bereich mit unterschiedlichen Ein-stellungsmglichkeiten links neben der Spurliste).

    Wenn der Inspector nicht angezeigt wird, klicken Sie auf den Schalter in der lin-ken unteren Ecke, um ihn anzuzeigen.

  • CUBASE VST

    3 40 Lehrgang

    4. Klicken Sie mit der Maus auf das Patchname-Einblendmen .

    Ein Einblendmen mit Untermens wird angezeigt, in dem alle GM-Sounds (Ge-neral MIDI) in Achtergruppen aufgefhrt sind.

    Im Patchname-Einblendmen knnen verschiedene Listen von Patch-namen fr die unterschiedlichen Spuren angezeigt werden. Sie knnen auch eigene Listen fr Ihre persnlichen Instrumente erstellen. In die-sem Beispiel werden jedoch Patchnamen des General-MIDI-Standards verwendet.

    5. Whlen Sie einen neuen Sound aus dem Einblendmen.Wenn die Mono lead-Parts wiedergegeben werden, hren Sie sie mit dem Sound, den Sie gerade ausgewhlt haben. Wenn nicht, liegt es daran, dass Ihr Instrument keinen MIDI-Befehl Program Change, also keinen Programm-wechselbefehl, empfangen kann.

    Nun knnen Sie die Pegeleinstellungen der MIDI-Spuren verndern. Am einfachsten knnen Sie diese nderungen mit Hilfe des MIDI Track Mixers vornehmen (es gibt aber auch andere Methoden):

  • CUBASE VSTLehrgang 3 41

    6. Lassen Sie die Musik weiterspielen.Wenn der Song bereits zu Ende ist, klicken Sie zweimal auf den Stop-Schalter, um die Songposition an den Songanfang zu setzen, und klicken Sie dann auf den Wiedergabe-Schalter.

    7. Whlen Sie MIDI Track Mixer aus dem Gerte-Men.Ein Fenster mit Reglern, Anzeigen und anderen Steuerelementen wird geffnet.

    Hier mischen Sie Ihre MIDI-Spuren. In diesem Beispiel hat der MIDI Track Mixer vier Kanalzge, da es im Quick Start Song vier MIDI-Spuren gibt. (Bei fnf MIDI-Spuren werden fnf Kanalzge angezeigt usw.)

    8. Passen Sie mit den Reglern die Pegel der MIDI-Spuren wie gewnscht an.Wenn Sie mchten, knnen Sie die anderen Steuerelemente in diesem Fenster auch verwenden.

    9. Wenn Sie fertig sind, drcken Sie die [Eingabetaste], um das Fenster zu schlieen.

    Die vier Kanalzge

    Mute- und Solo-Schalter

    Panoramaregler

    Lautstrkeregler

    Pegelanzeige (fr Anschlagstrke)

    Spurname

  • CUBASE VST3 42 Lehrgang

    Einstellen der Pegel fr Audiospuren

    Nachdem Sie gelernt haben, MIDI-Spuren zu mischen, soll nun derselbe Vorgang fr Audiospuren wiederholt werden.

    1. Spulen Sie den Song zum Anfang zurck und schalten Sie die Wiedergabe ein.

    2. Whlen Sie VST Channel Mixer aus dem Gerte-Men.Der VST Channel Mixer wird angezeigt. Hier knnen Sie an der farbigen Balken-anzeige sehen, welche Audiokanle wiedergegeben werden. (In diesem Beispiel entspricht jeder Audiokanal einer Audiospur, so dass Spur 1 auf Audiokanal 1 wiedergegeben wird usw.)

    Das Fenster VST Channel Mixer

    3. Mit den Reglern fr die einzelnen Kanle knnen Sie die Pegel fr die Spu-ren wie gewnscht einstellen.

  • CUBASE VSTLehrgang 3 43

    Anwenden von Effekten

    Wenden Sie nun einige Audioeffekte auf die Gitarren-Spur (Guitar) an. Damit Sie auch hren, was sich verndert, stellen Sie diese Spur zuerst auf Solo ein.

    1. Suchen Sie den Kanalzug fr die Spur Guitar und klicken Sie auf den Solo-Schalter dieser Spur (oben im Kanalzug).

    2. Klicken Sie auf den EQ-Schalter der Spur, der sich ber dem Mute-Schalter befindet.Das Fenster VST-Kanaleinstellungen fr diesen Kanal wird angezeigt. Im Prin-zip handelt es sich dabei um ein Mischpult mit speziellen Einstellungen, die nur fr einen Kanal gelten.

    Die Effektsends im Fenster VST-Kanaleinstellungen

  • CUBASE VST3 44 Lehrgang

    Der Bereich, der uns jetzt interessiert, ist der mit den acht blauen Poten-tiometern bzw. Drehreglern. Mit diesen Drehreglern wird die Strke des Effekts fr den Audiokanal eingestellt. In diesem Song sind vier Effekte eingeschaltet, d. h. Sie knnen die ersten vier Effektsends verwenden (die vier Drehregler auf der linken Seite).

    3. Klicken Sie bei den ersten vier Effektsends auf die On-Schalter.

    4. Weisen Sie dem Gitarren-Sound mit den Drehreglern fr jeden einzelnen Effekt unterschiedliche Effektstrken zu.Klicken Sie dazu mit der Maus auf den Drehschalter und ziehen Sie mit gedrck-ter Maustaste in einer kreisfrmigen Bewegung um den Schalter herum.

    Ziehen mit einer kreisfrmigen Bewegung um den Drehschalter herum

    5. Wenn Sie fertig sind, schlieen Sie das Fenster mit den Kanaleinstellun-gen, klicken Sie erneut auf den Solo-Schalter, um Solo auszuschalten, und schlieen Sie das Fenster VST Channel Mixer.

  • CUBASE VSTLehrgang 3 45

    Arbeiten mit VST-Instrumenten

    Mit Cubase VST knnen Sie nicht nur aufgenommene Audiodateien wiedergeben oder MIDI-Material an externe Synthesizer weiterleiten es beinhaltet zustzlich integrierte Instrumente. Sie werden VST-Instru-mente genannt und ber MIDI gespielt wie externe MIDI-Instrumente. Der groe Unterschied dabei ist, dass VST-Instrumente im Programm enthalten sind und Sie dadurch im VST Channel Mixer die Lautstrke verndern und Effekte oder EQ anwenden knnen wie bei Audiospuren.

    In diesem Beispiel sind die Einstellungen so vorgenommen, dass die Spur Mono Lead MIDI-Material an den internen Neon-Synthesizer und nicht an ein externes MIDI-Instrument weiterleitet:

    1. Klicken Sie im Arrange-Fenster in die Ausgang-Spalte der Spur Mono lead.Ein Einblendmen, in dem die verfgbaren MIDI-Ausgnge aufgelistet sind, wird angezeigt.

    2. Whlen Sie Neon.Jetzt sendet die Spur Mono lead MIDI-Material an den Neon-Synthesizer.

    3. Starten Sie die Wiedergabe.Mit Rcklauf oder Vorlauf erreichen Sie schnell die Mono lead-Parts.

  • CUBASE VST3 46 Lehrgang

    4. ffnen Sie den VST Channel Mixer und ziehen Sie die Bildlaufleiste unten im Fenster nach rechts.Rechts neben den normalen Audiokanalzgen befinden sich die separaten Ka-nalzge fr den Neon-Synthesizer. Mit ihnen knnen Sie die Lautstrke vern-dern oder Effekte hinzufgen, wie bem Arbeiten mit Audiospuren.

    5. Klicken Sie auf den Edit-Schalter oberhalb der Kanalzge.Dadurch wird das Bedienfeld fr das VST-Instrument geffnet. In diesem Fall hnelt es dem Bedienfeld eines traditionellen Synthesizers.

    6. Verndern Sie mit Hilfe der Steuerelemente im Bedienfeld whrend der Wiedergabe den Sound des Neon-Synthesizers.

    Die Neon-Kanalzge

  • CUBASE VSTLehrgang 3 47

    Die Werkzeuge im Arrange-FensterBisher haben Sie Sounds gemischt und eingestellt. Nun sollten Sie sich die Mglichkeiten der Musikbearbeitung nher ansehen. Zum Vern-dern der Aufnahmen wird hauptschlich die Werkzeugpalette im Ar-range-Fenster verwendet.

    Wahrscheinlich ist Ihnen bereits aufgefallen, dass die Aufnahmen auf den Spuren aus Parts bestehen, also aus kleinen rechteckigen Behl-tern, die eine Musikaufnahme aus Audio- oder MIDI-Material enthalten. Unter dem Bearbeiten im Arrange-Fenster versteht man das Verndern dieser Parts.

    Parts im Arrange-Fenster

    1. Positionieren Sie den Mauszeiger in den Bereich, in dem sich die Parts be-finden (der Part-Anzeige) und drcken Sie die rechte Maustaste.Eine Werkzeugpalette wird angezeigt.

    Die Werkzeugpalette des Arrange-Fensters

    2. Whlen Sie das Radiergummi-Werkzeug aus der Werkzeugpalette.

    3. Klicken Sie auf einen Part.Er verschwindet weil Sie ihn gerade gelscht haben!

    4. Whlen Sie aus dem Bearbeiten-Men den Rckgngig-Befehl.Der Part ist wieder da.

  • CUBASE VST3 48 Lehrgang

    5. Whlen Sie das Pfeil-Werkzeug aus der Werkzeugpalette.

    6. Klicken Sie mit der Maus auf einen Part und ziehen Sie ihn mit gedrckter Maustaste an eine andere Stelle.Der Part wird an eine andere Stelle verschoben. Wenn Sie jetzt die Wiedergabe starten, knnen Sie die nderung hren.

    7. Whlen Sie einen Part aus. Halten Sie jetzt die [Umschalttaste] gedrckt und klicken Sie nacheinander auf weitere Parts. Sie werden alle ausgewhlt, was man daran erkennen kann, dass Sie dunkler dargestellt werden.

    8. Klicken Sie jetzt auf einen der ausgewhlten Parts und ziehen Sie die Aus-wahl an eine andere Stelle. Alle Parts werden gemeinsam als Block verschoben.

    9. Probieren Sie auch die anderen Werkzeuge aus.Eine Beschreibung der Funktionen der wichtigsten Werkzeuge finden Sie im Kapitel Arbeiten im Arrange-Fenster.

    berprfen des Inhalts der Parts

    Das Arrangement eignet sich hervorragend zum gleichzeitigen Arbeiten mit mehreren Parts, wie z. B. zum Wiederholen des Refrains. In einigen Fllen mchten Sie vielleicht die Aufnahmen bis ins kleinste Detail bear-beiten. Dazu verwenden Sie die verschiedenen Editoren.

    1. Doppelklicken Sie auf einen Part, der sich auf einer Audiospur befindet.Der Audio-Editor wird geffnet. Hier finden Sie eine eigene Werkzeugpalette und eine Reihe eigener Steuerelemente, Mens und Einstellungen. Probieren Sie die verschiedenen Mglichkeiten gegebenenfalls aus.

    2. Schlieen Sie den Audio-Editor.

    3. Doppelklicken Sie auf einen MIDI-Part.Ein Editor wird geffnet. Dieser Editor gehrt zu den unterschiedlichen MIDI-Editoren, von denen jeder speziell auf einen bestimmten Arbeitsbereich abge-stimmt ist.

    4. Probieren Sie auch hier die verschiedenen Mglichkeiten aus.

    5. Schlieen Sie den MIDI-Editor.

  • CUBASE VSTLehrgang 3 49

    Lehrgang erfolgreich abgeschlossen!

    Hier endet der Lehrgang mit unserem Quick Start Song. Jetzt mchten Sie wahrscheinlich selber etwas aufnehmen. Im nchsten Kapitel wer-den die Grundlagen und Konzepte zum Arbeiten mit dem Programm beschrieben, damit Sie fr das einzigartige musikalische Erlebnis vorbe-reitet sind, mit Cubase VST Ihre musikalischen Inspirationen in die Tat umzusetzen.

    Neben dem Quick Start Song finden Sie auf der CD eventuell noch weitere Demosongs, mit denen Sie weitere Programmfunktionen ausprobieren und sich einen berblick ber das volle Leistungsspektrum von Cubase VST ver-schaffen knnen!

  • CUBASE VST3 50 Lehrgang

  • 4Grundlagen

  • CUBASE VST4 52 Grundlagen

    Einleitung

    In diesem Kapitel werden keine speziellen Funktionen in Cubase VST, sondern die allgemeine Funktionsweise von Cubase VST sowie einige ntzliche Fachbegriffe beschrieben. In jedem Bereich des Programms herrscht durchgngig dieselbe Arbeitsphilosophie, egal ob bei einfa-chen Aufnahmen oder beim Ausfhren der anspruchsvollen Funktionen von Cubase VST. Um spter so effektiv wie mglich mit dem Programm arbeiten zu knnen, sollten Sie dieses Kapitel in Ruhe durchlesen.

    Die Werkzeuge

    Beim Arbeiten mit Cubase VST bentigen Sie fr verschiedene Aufga-ben unterschiedliche Werkzeuge: Sie knnen z. B. mit dem Stift-Werk-zeug Noten einzeichnen oder mit dem Radiergummi-Werkzeug Noten lschen. Darber hinaus gibt es noch eine Reihe anderer Werkzeuge.

    Beispiele fr Werkzeuge

    Die Werkzeugpaletten

    Die Werkzeuge, die Sie fr bestimmte Aufgaben bentigen, sind in Werkzeugpaletten zusammengefasst. Dabei handelt es sich um eine Art Werkzeugksten, in denen Sie fr jedes Werkzeug das entsprechende Symbol finden. In den meisten Fenstern von Cubase VST gibt es eine spezielle Werkzeugpalette, die die fr dieses Fenster notwendigen Werkzeuge enthlt.

    Beispiele fr Werkzeugpaletten

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 53

    Auswhlen eines Werkzeugs aus einer Werkzeugpalette

    1. Bewegen Sie den Mauszeiger an eine beliebige Stelle in der Part-Anzeige und klicken Sie mit der rechten Maustaste. Die Werkzeugpalette wird angezeigt.

    2. Klicken Sie mit der Maus auf ein Werkzeug und lassen Sie die Maustaste los.Der Mauszeiger nimmt die Form des ausgewhlten Werkzeugs an.

    3. Wenn Sie einen Bearbeitungsvorgang beendet haben und ein anderes verwenden mchten, whlen Sie dieses aus der Werkzeugpalette aus.

    Sie knnen eine Werkzeugpalette durch Klicken mit der rechten Maustaste anzeigen lassen (Standardmethode) oder durch Verwenden von Sonder-tasten (z. B. Klicken mit gedrckter [Alt]-Taste und [Umschalttaste]).Im Bearbeiten-Men unter VoreinstellungenAllgemeine VoreinstellungenSon-dertasten knnen Sie festlegen, mit welcher Methode Werkzeugpaletten ange-zeigt werden sollen. Weitere Informationen ber Voreinstellungen finden Sie auf Seite 67.

    Einblendmens

    Beim Arbeiten mit dem Programm werden Sie oft Werte aus Einblend-mens whlen. Diese Einblendmens unterscheiden sich etwas von den normalen Mens, die Sie aus der Menleiste kennen. Sie knnen Einblendmens berall innerhalb eines Fensters anzeigen lassen, sie sind nicht Teil einer Menleiste. Das Auswhlen von Befehlen (Men-eintrgen) erfolgt jedoch genauso wie bei normalen Mens.

    Wenn Sie mit der Maustaste auf das kleine Dreieck klicken...

    ...wird ein Einblendmen geffnet.

  • CUBASE VST4 54 Grundlagen

    Die Toolbar

    Die Toolbar ist ein separates Fenster, zu dem Sie Symbole fr fast alle Cubase VST-Funktionen hinzufgen knnen. Der Gedanke dabei ist, dass jeder Benutzer seine individuelle Gruppe von Funktionen hat, die er/sie hufiger verwendet als andere Benutzer. Wenn Sie in der Toolbar Symbole festlegen fr Funktionen, die Sie hufig verwenden, knnen Sie schneller und effektiver mit Cubase VST arbeiten.

    Einblenden und Ausblenden der Toolbar

    Um die Toolbar einzublenden, whlen Sie im Fenster-Men den Befehl Toolbar einblenden.Die Toolbar wird an der Position eingeblendet, an der sie zuletzt angezeigt wurde.

    Die Toolbar

    Um die Toolbar auszublenden, whlen Sie im Fenster-Men den Befehl Toolbar ausblenden oder klicken Sie auf das Schliefeld der Toolbar.

    Arbeiten mit der Toolbar

    Um eine Funktion aus der Toolbar auszuwhlen, klicken Sie auf das ent-sprechende Symbol.Wenn Sie den Mauszeiger auf ein Symbol bewegen, wird die dazugehrige Funktion darunter in der Toolbar angezeigt.

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 55

    Individuelles Einstellen der Toolbar

    Wenn Sie Symbole aus der Toolbar entfernen oder hinzuzufgen mch-ten, ffnen Sie den Dialog Tastaturbefehle. (Diesen Dialog finden Sie im Voreinstellungen-Untermen des Bearbeiten-Mens.) Suchen Sie die gewnschte Funktion, indem Sie auf die entsprechende Registerkarte klicken und die Bildlaufleiste verwenden. Klicken Sie dann in die Sym-bol-Spalte, um ein Toolbar-Symbol dafr auszuwhlen. Weitere Infor-mationen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel Tastaturbefehle in der Benutzerhandbuch-Datei. Mit Hilfe der Sondertasten knnen Sie auchVernderungen an der Toolbar vornehmen, ohne den Tastaturbe-fehle-Dialog zu ffnen:

    Um ein Symbol in der Toolbar zu verschieben, ziehen Sie es mit gedrckter [Strg]-Taste an eine neue Position.

    Um ein Symbol aus der Toolbar zu entfernen, klicken Sie mit gedrckter [Alt]-Taste auf das Symbol.

    Doppelklicken Sie in den Bereich unterhalb der Symbole in der Toolbar, um den Tastaturbefehle-Dialog zu ffnen.

  • CUBASE VST4 56 Grundlagen

    Positionen, Lnge und AuflsungAuflsung und Ticks

    Cubase VST arbeitet immer mit einer Positionsauflsung von 15360 Einheiten pro Viertelnote. Das bedeutet, dass es innerhalb einer Viertel-note 15360 mgliche Positionen fr den Startpunkt eines MIDI- oder Audio-Events gibt. Diese sehr hohe Zahl wurde gewhlt, um auch die kleinsten Nuancen im Timing zu erfassen und zu gewhrleisten, dass eine Wiedergabe genauso klingt wie das Original.

    Beim Verwalten und Bearbeiten von Aufnahmen in Cubase VST kann diese hohe Auflsung allerdings das Positionieren unntigerweise er-schweren und die Anzeigen durcheinanderbringen. Aus diesem Grund gibt es im Bearbeiten-Men unter VoreinstellungenAllgemeine Vor-einstellungenAllgemein die Mglichkeit, eine Darstellungsauflsung auszuwhlen, die geringer als die oben angegebene Auflsung ist: 7860, 1536, 480 oder 384.

    Das Darstellungsauflsung-Einblendmen finden Sie unter VoreinstellungenAllgemeine VoreinstellungenAllgemein (siehe Seite 67).

    Die Darstellungsauflsung wirkt sich auf Folgendes aus:

    Auf die Gre der Schritte, mit denen Sie Events auf dem Bildschirm verschie-ben und in ihrer Gre verndern knnen.

    Auf die Art der numerischen Anzeige von Taktformaten im Programm (s. u.).

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 57

    Die kleinste Einheit der Darstellungsauflsung wird Tick genannt. Wenn Sie als Darstellungsauflsung z. B. 7860 gewhlt haben, gibt es fr jede Viertelnote 7860 Ticks und fr jede Sechzehntelnote 1920 Ticks.

    Positionen

    Im Arrange-Fenster und in den Editoren werden Sie oft mit Positions-werten arbeiten. Positionen werden in Cubase VST in einem der beiden folgenden Formate angezeigt:

    TaktformatDas Taktformat wird in Takten, Zhlzeiten (Viertelnoten), Sechzehntelnoten und Ticks angegeben. Dies ist das in Cubase VST am hufigsten verwendete Format zum Angeben einer Position.

    Wenn sich z. B. die Songposition ber der zweiten Sechzehntelnote im dritten Takt befindet, wird die Position mit 3.1.2.0 angegeben (dritter Takt, erste Zhlzeit, zweite Sechzehntelnote und null Ticks).

    In frheren Versionen von Cubase wurden Taktformate mit drei Ziffern angegeben: Takte, Zhlzeiten und Ticks, bei einer Auflsung von 384 Ticks pro Viertelnote. Wenn Sie dieses ltere Taktformat bevorzugen, whlen Sie im Bearbeiten-Men unter VoreinstellungenAllgemeine Vor-einstellungen Allgemein im Darstellungsauflsung-Einblendmen die Option Altes Cubase. Wenn Sie Altes Cubase, 480 auswhlen, werden Taktformate mit drei Ziffern angegeben, aber mit einer Auflsung von 480 Ticks pro Viertelnote.

    ZeitformatZeitformate und Lngen werden als Stunden:Minuten:Sekunden:Frames dar-gestellt. Wie viele Frames zu einer Sekunde gehren, hngt von der Framerate ab, die im Synchronisation-Dialog eingestellt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Synchronisation in der Benutzerhandbuch-Datei.

    Der Songbeginn im Zeitformat

    MIDI-Notenlngen

    Die MIDI-Notenlngen werden immer in Zhlzeiten, Sechzehntelnoten und Ticks angegeben.

  • CUBASE VST4 58 Grundlagen

    Einstellen von Werten

    Unterschiedliche Arten von Wertangaben

    In Cubase VST haben Sie es grundstzlich mit drei Arten von Wertanga-ben zu tun:

    Normale Werte. Unterteilte Werte, d. h. Werte, die in zwei oder mehr Segmente unterteilt

    sind. Beispiele dafr sind Positionen, Tempo, Taktart usw. Tonhhen von Noten.

    Beispiele fr unterschiedliche Wertangaben

    Verndern von Werten

    Es gibt verschiedene Mglichkeiten, Werte in Cubase VST zu ndern:

    Klicken Sie mit der rechten oder linken Maustaste auf den Wert.Wenn Sie mit der linken Maustaste klicken, wird der Wert verringert, wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken, wird er erhht. Der Wert wird bei jedem Klick um einen Schritt verndert. Wenn Sie beim Klicken die [Umschalttaste] ge-drckt halten, knnen Sie den Wert in greren Schritten verndern (blicher-weise in Zehnerschritten).

    Klicken Sie mit der rechten bzw. linken Maustaste auf den Wert und halten Sie die Maustaste gedrckt, um die Werte schneller zu durchlaufen.

    Wenn Sie die linke Maustaste gedrckt halten, wird der Wert verringert, wenn Sie die rechte Maustaste gedrckt halten, wird er erhht. Wenn Sie dabei die [Umschalttaste] gedrckt halten, knnen Sie den Wert in greren Schritten verndern (blicherweise in Zehnerschritten).

    Halten Sie [Strg]-Taste gedrckt, klicken Sie auf einen Wert und ziehen Sie die Maus bei gedrckter Maustaste nach oben oder unten. Der gesamte Bildschirm verhlt sich wie eine unsichtbare Bildlaufleiste oder ein Regler, mit dem Sie den Wert verndern knnen.

    Doppelklicken Sie auf den Wert, geben Sie einen neuen Wert ein, und dr-cken Sie die [Eingabetaste].

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 59

    Verndern unterteilter Werte

    Wenn Sie mit der Maus einen unterteilten Wert verndern wollen, z. B. eine Position oder eine Dezimalzahl, knnen Sie jedes Segment ein-zeln bearbeiten. Bei einer Positionsangabe z. B. knnen Sie die Werte fr Takt, Zhlzeit und Ticks unabhngig voneinander bearbeiten, indem Sie einfach den Mauszeiger auf der richtige Ziffern positionieren.

    Wenn Sie einen neuen Wert eingeben, knnen Sie Leerzeichen, Punkte, Kommas oder auch andere Zeichen auer Zahlen verwenden, um die Ziffern voneinander zu trennen. Sie mssen dabei nicht alle Ziffern ein-geben. Wenn Sie nur eine Zahl eingeben, verndern Sie nur die grte Ziffer des unterteilten Werts, und alle kleineren Ziffern werden auf den niedrigsten Wert zurckgesetzt:

    ...wird nur dieser Wert verndert.

    Wenn Sie auf den Wert fr die Zhlzeit klicken...

    Wenn Sie auf diesen Wert (Songposition) doppelklicken...

    ...wird das Wertefeld markiert.

    Wenn Sie nur eine einzige Zahl eingeben und dann die [Eingabetaste] drcken...

    ...werden die kleineren Ziffern automatisch auf den niedrigsten Wert zurckgesetzt.

  • CUBASE VST4 60 Grundlagen

    Anzeigen und Verndern von Tonhhen

    Tonhhen knnen in Cubase VST alphanumerisch auf verschiedene Weise dargestellt werden. Im Bearbeiten-Men unter VoreinstellungenAllgemeine VoreinstellungenEditoren (siehe Seite 67) knnen Sie im Einblendmen Stil fr Notennamen einen der folgenden vier Anzei-gemodi auswhlen:

    MIDIDie Noten werden mit ihrem Notennamen (C, D, E usw.) ggf. einem #-Zeichen und einer Oktavnummer (zwischen -2 und 8) angezeigt. Das mittlere A (nor-malerweise 440 Hz) wird in diesem Modus z. B. als A3 angezeigt.

    MIDI+WertDie Noten werden wie im MIDI-Anzeigemodus oben angezeigt, gefolgt von der tatschlichen MIDI-Notennummer (0-127). Das mittlere A wird in diesem Mo-dus z. B. als A3/69 angezeigt.

    DoReMiDie Noten werden mit ihren italienischen Namen (Do, Re, Mi usw.), ggf. einem #-Zeichen und einer Oktavnummer (zwischen -2 und 8) angezeigt. Das mittlere A wird in diesem Modus z. B. als La3 angezeigt.

    KlassischDie Noten werden auf klassische Weise mit den folgenden Eigenschaften an-gezeigt:

    Die Notennamen werden als C, D, E usw. angegeben, Noten mit Vorzeichen mit is (Dis bedeutet D#).

    Der Buchstabe H wird anstelle von B verwendet. Oktaven werden durch Gro- und Kleinschreibung des Notennamens in Kom-

    bination mit einer Nummer angegeben. Von unten nach oben werden die C-Noten angezeigt: C3, C2, C1, C, c, c1, c2, c3, c4, c5, c6. Das mittlere A wird als a1 angezeigt.

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 61

    Wenn Sie eine Tonhhe (Notennummer) durch Eingeben verndern, wrden Sie sie normalerweise immer in bereinstimmung mit dem ge-rade ausgewhlten Anzeigemodus eingeben. Sie knnen aber, unabhn-gig vom ausgewhlten Anzeigemodus, Tonhhen stets als Notennamen (C3, C#3, D3 etc.) oder als MIDI-Notennummer (0 - 127) angeben.

    Sie knnen eine MIDI-Notennummer eingeben, z. B. 37...

    ...aber Cubase VST wird den Notennamen anzeigen (hier C#1).

  • CUBASE VST4 62 Grundlagen

    Verndern eines Wertes ber MIDI

    Jeder Wert, der eine Note (Tonhhe) oder festgelegte Anschlagstrke darstellt, kann ber MIDI verndert werden:

    1. Doppelklicken Sie auf ein Wertefeld, um es zu markieren.

    2. Senden Sie einen Befehl Note On, indem Sie beispielsweise eine Taste drcken, auf ein Pad schlagen oder eine Saite spielen. Der Wert in dem Feld ndert sich sofort. Wenn Sie nicht gleich beim ersten Mal den richtigen Wert erhalten, versuchen Sie es einfach noch einmal.

    3. Wenn der von Ihnen gewnschte Wert angezeigt wird, klicken Sie auer-halb des Feldes oder drcken Sie die [Eingabetaste].

    Verwenden von Drehschaltern und Reglern

    An vielen Stellen im Programm wird mit grafischen Oberflchen gear-beitet, die echten Hardware-Gerten (Mischpulten, Effektgerten, Synthesizern usw.) mit ihren Drehschaltern und Reglern sehr hneln.

    Wenn Sie einen Regler bewegen mchten, klicken Sie auf den Reglergriff und ziehen Sie ihn mit gedrckter Maustaste an die gewnschte Position.Allgemein gilt: Wenn Sie auf eine beliebige Stelle des Reglers klicken, wird der Reglergriff dorthin bewegt.

    Drehschalter knnen auf unterschiedliche Weise gesteuert werden, je nach-dem, welchen Drehschalter-Modus Sie im Bearbeiten-Men unter Vorein-stellungenAllgemeine VoreinstellungenAllgemein ausgewhlt haben.

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 63

    Benennen von Objekten

    In Cubase VST knnen Sie Spuren, Parts u. a. benennen. Wenn Sie einen Namen verndern wollen, doppelklicken Sie auf ihn. Der Name wird markiert und Sie knnen die nderungen eingeben. Wie in jedem Text-verarbeitungsprogramm knnen Sie die Pfeiltasten und die [Rcktaste] verwenden.

    Option Beschreibung

    Zirkulr Wenn Sie den Drehregler einstellen mchten, klicken Sie auf ihn und ziehen Sie ihn in einer Kreisbewegung, hnlich wie bei einem ech-ten Drehregler. Wenn Sie auf eine beliebige Stelle am Rand des Drehreglers klicken, wird die Einstellung sofort gendert, so wie beim Klicken auf eine beliebige Stelle des Reglers der Reglergriff verschoben wird.

    Relativ zirkulr hnlich wie der Zirkulr-Modus. In diesem Modus wird die Einstellung des Drehreglers jedoch nicht durch Klicken automatisch gendert. nderungen an der aktuellen Einstellung knnen Sie vornehmen, in-dem Sie auf eine beliebige Stelle des Drehreglers klicken und ziehen, ohne dabei die exakte aktuelle Position treffen zu mssen.

    Linear Wenn Sie den Drehregler einstellen mchten, klicken Sie auf ihn und ziehen Sie mit gedrckter Maustaste nach oben oder unten - wie bei einem vertikalen Regler.

    ...wird er ausgewhlt und kann bearbeitet werden.

    Wenn Sie auf einen Namen doppelklicken...

  • CUBASE VST4 64 Grundlagen

    Arbeiten mit Fenstern

    Sie knnen die Fenster in Cubase VST mit den Standardverfahren ver-schieben, schlieen, ihre Gre verndern und einen Bildlauf durch-fhren. Darber hinaus gibt es noch eine Reihe von Sonderfunktionen:

    Vergrern/Verkleinern

    Im Arrange-Fenster und in den meisten Editoren wird ein kleiner Regler in jeder Bildlaufleiste angezeigt. Mit dem Regler der Bildlaufleiste fr rechts/links knnen Sie die horizontale Darstellung vergrern/verklei-nern. Mit dem Regler der Bildlaufleiste fr oben/unten knnen Sie die vertikale Darstellung vergrern bzw. verkleinern. Wenn Sie den Regler nach rechts/unten ziehen, wird der Vergrerungsfaktor erhht. Wenn Sie den Regler nach links/oben ziehen, wird der Vergrerungsfaktor verringert.

    Wenn Sie auf das Plus- oder Minuszeichen neben den Reglern klicken, knnen Sie den Vergrerungsfaktor in kleineren Schritten verndern.Sie knnen auch mit Hilfe von Tastaturbefehlen die Fenster vergrern bzw. verkleinern, indem Sie Tasten verwenden, die Sie im Tastaturbe-fehle-Dialog festlegen (siehe Benutzerhandbuch-Datei). Standardm-ig werden die folgenden Tasten verwendet:

    Auerdem knnen Sie im Arrange-Fenster und im Noten-Editor mit dem Lupe-Werkzeug die Vergrerung ndern. Auf diese Weise knnen Sie schnell ein bestimmtes Objekt oder einen Bereich vergrern.

    [G] Horizontal verkleinern

    [H] Horizontal vergrern

    [Umschalttaste]-[G] Vertikal verkleinern

    [Umschalttaste]-[H] Vertikal vergrern

    Regler fr vertikale Grennderung

    Regler fr horizontale Grennderung

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 65

    Die Trennlinien

    In Cubase VST sind einige Fenster in zwei oder mehr Teilbereiche unter-teilt. Die Begrenzungen zwischen diesen Bereichen werden als Trennli-nien bezeichnet. Wenn Sie auf die Trennlinie klicken und sie mehr in den einen Bereich ziehen, verkleinern Sie diesen Bereich und vergrern den anderen.

    Verschieben der Trennlinie im Arrange-Fenster

    Arbeiten mit der Computertastatur

    In Cubase VST knnen Sie ber die Computertastatur sehr viele Funktio-nen steuern. Wenn Sie das Programm installieren, werden die Standard-einstellungen fr Tastaturbefehle verwendet, aber Sie knnen natrlich auch Ihre eigenen Tastaturbefehle im Tastaturbefehle-Dialog festlegen. (Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel Tastaturbefehle in der Benutzerhandbuch-Datei.)

    Standardmig gibt es fr die Transportfeldfunktionen (wie z. B. Wieder-gabe, Stop, Aufnahme) entsprechende Kurzbefehle auf dem Zahlenblock der Tastatur. Auf Seite 159 sind die Standardtastaturbefehle aufgefhrt.

    Eine vollstndige Liste der Tastaturbefehle finden Sie im Kapitel Tastatur-befehle in der Benutzerhandbuch-Datei.

  • CUBASE VST4 66 Grundlagen

    Darstellung der Tastaturbefehle in diesem Handbuch

    Die in diesem Handbuch erwhnten Tastaturbefehle beziehen sich auf die voreingestellten Tastaturbefehle. Wie im Kapitel Tastaturbefehle in der Benutzerhandbuch-Datei beschrieben, knnen Sie diese Einstellungen natrlich jederzeit ndern.

    Aus der folgenden Liste knnen Sie entnehmen, wie die Sondertasten auf der Computertastatur in diesem Handbuch dargestellt werden:

    Wenn im Handbuch z. B. steht: Drcken Sie [Strg]-[T] bedeutet das, dass Sie die [Strg]-Taste auf Ihrer Computertastatur gedrckt halten und T drcken sollen.

    Fr einige Tastaturbefehle bentigen Sie zwei Sondertasten, z. B. wenn es heit: Drcken Sie [Strg]+[Alt]-[T]. Das +-Zeichen bedeutet, dass Sie die [Strg]-Taste und die [Alt]-Taste gleichzeitig gedrckt halten und dabei T drcken sollen.

    In diesem Handbuch Auf einigen Tastaturen

    [Umschalttaste]

    [Alt] Alternate

    [Strg] Strg

    [Tab]

    [Eingabetaste]

    [Rcktaste]

    [Enter]

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 67

    Voreinstellungen

    Sie knnen viele Einstellungen vornehmen, um das Programm individu-ell Ihren Wnschen und Ihrer Arbeitsweise anzupassen. Diese Einstel-lungen finden Sie alle in den Voreinstellungen-Dialogen, die Sie ber das Bearbeiten-Men ffnen.

    Auerdem sind einige Bereiche des Voreinstellungen-Dialogs in meh-rere Seiten aufgeteilt. Sie knnen auswhlen, welche Seite angezeigt werden soll. Klicken Sie auf die entsprechende Registerkarte und wh-len Sie eine Option aus.

    So beziehen wir uns in diesem Handbuch auf die Voreinstellungen

    Wenn wir uns in diesem Handbuch auf die Voreinstellungen beziehen, wird die folgende Syntax verwendet: VoreinstellungenName des Dia-logsName der Seite.

    Mit jeder dieser Menoptionen wird ein anderer Voreinstellun-gen-Dialog geffnet.

  • CUBASE VST4 68 Grundlagen

    VoreinstellungenAllgemeine VoreinstellungenEditoren heit also, dass wir uns auf die Editoren-Seite im Dialog Allgmeine Voreinstellun-gen beziehen, der sich im Voreinstellungen-Untermen des Bearbeiten-Mens befindet.

    Der Dialog VoreinstellungenAllgemeinEditoren

    Die Einstellungen, die Sie in den Dialogen im Voreinstellungen-Untermen vornehmen, knnen entweder global fr alle Cubase-Songs oder separat fr jeden einzelnen Song gespeichert werden. Dies wird auf Seite 96 be-schrieben.

  • CUBASE VSTGrundlagen 4 69

    Rckgngig

    In Cubase VST steht Ihnen eine sehr leistungsfhige Rckgngig-Funk-tion zur Verfgung. Sie ist sehr hilfreich, wenn das Ergebnis der Bear-beitung nicht Ihren Erwartungen entspricht und Sie die zuletzt vorgenommene Vernderung nachtrglich rckgngig machen mch-ten. Denken Sie daran, dass nur der zuletzt ausgefhrte Vorgang rck-gngig gemacht werden kann.

    Whlen Sie Rckgngig im Bearbeiten-Men oder drcken Sie [Strg]-[Z] auf der Computertastatur, um den letzten Bearbeitungsschritt rck-gngig zu machen.

    Das ist noch nicht alles: Sie knnen sogar den Rckgngig-Vorgang rckgngig machen. Entsprechend wird der Rckgngig-Befehl zu Wiederholen (z. B. Wiederholen Lschen). Wenn der Befehl grau dargestellt ist, knnen Sie momentan nichts rckgngig machen.

    Hufig wird im Bearbeiten-Men an-gegeben, welcher Vorgang widerru-fen werden kann. Hier bedeutet Rckgngig Lschen, dass der letzte Lschvorgang rckgngig ge-macht werden kann.

  • CUBASE VST4 70 Grundlagen

  • 5Einrichten des Systems

  • CUBASE VST5 72 Einrichten des Systems

    Vorbereitungen fr Audioaufnahmen

    In diesem Kapitel (und im Prinzip im ganzen Einfhrung-Handbuch) gehen wir davon aus, dass Sie eine Standard-Soundkarte mit analogen Stereo-Ein- und Ausgngen verwenden. Falls Sie eine Soundkarte mit mehreren Ein- und Ausgngen verwenden, finden Sie nhere Informationen zum Ein-schalten verschiedener Eingnge und zum Umleiten des Audiomaterials an verschiedene Ausgnge im Kapitel Einrichten eines erweiterten Systems in der Benutzerhandbuch-Datei.Um einen Einblick in die Grundlagen der Audiobearbeitung in Cubase VST zu erhalten, empfehlen wir Ihnen, Ihre Audio-Hardware so einzurichten und anzuschlieen, dass sie einer normalen Soundkarte mit zwei Ein- und zwei Ausgngen entspricht, und die in diesem Handbuch beschriebenen Mglichkeiten auszuprobieren. Darber hinaus finden Sie weitere Infor-mationen ber die Funktionen des Ausgangsbusses im Kapitel Das Ein-gangs-/Ausgangs-Bussystem in der Benutzerhandbuch-Datei.

    Anschlieen Ihres Systems Eingnge und Pegel

    Beispiel 1 Das einfachste MIDI- und Audiosystem

    Das denkbar einfachste Audio-/MIDI-System ist eine Soundkarte mit in-tegriertem MIDI-Synthesizer.

    In diesem System wird das Mikrofon, das direkt an den Audioeingang der Karte angeschlossen ist, zum Aufnehmen von Audiomaterial ver-wendet. Der Stereoausgang der Soundkarte gibt sowohl die Ausgabe der Audiospuren (das mit dem Mikrofon aufgezeichnete Audiomate-rial) als auch die Ausgabe des MIDI-Synthesizers auf der Karte wieder.

    Soundkarte mitMIDI-Synthesizer

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 73

    Beispiel 2 Ein Grundsystem mit externem Mischpult

    Mit normalen Windows-Soundkarten erzielen Sie oft keine optimale Klangqualitt beim Aufnehmen ber ein Mikrofon.

    Um die Klangqualitt zu verbessern, sollten Sie das Mikrofon (oder ein anderes Gert, mit dem Sie auf Audiospuren aufnehmen wollen) an ein externes Mischpult anschlieen und den Audioausgang dieses Misch-pults wiederum an die Soundkarte.

    Darber hinaus befinden sich bessere MIDI-Synthesizer normalerweise in externen Gehusen. Das bedeutet, dass Sie zwei oder mehr Audio-quellen ber die Lautsprecher oder den Kopfhrer hren knnen zum einen die Ausgabe aus der Soundkarte sowie die Ausgabe aus dem/den Synthesizer/n. Auch hier besteht die Lsung darin, alles an ein Mischpult anzuschlieen.

    In der folgenden Abbildung wird ein Systemaufbau gezeigt, in dem beide Flle bercksichtigt wurden. (Nhere Einzelheiten zu den MIDI-Verbindungen finden Sie auf Seite 88.)

    In diesem Beispiel wurde ein spezieller Ausgang des Mischpults, der auch als Monitor Send oder Auxiliary Bus bezeichnet wird, an den Eingang der Soundkarte angeschlossen. So haben Sie die Mglichkeit, separat zu steuern, was auf eine Audiospur aufgenommen werden soll.

    Soundkarte

    Aux.-Bus

    Hauptausgang

  • CUBASE VST5 74 Einrichten des Systems

    Die Hauptausgnge des Mischpults sind an die Lautsprecher ange-schlossen und ber diese Verbindung knnen Sie die Ausgabe der Soundkarte und der Synthesizer hren, die zum endgltigen Mix zu-sammengemischt wurden.

    Natrlich gibt es fr dieses Beispiel endlos viele Variationsmglichkeiten fr den Systemaufbau, die von der Art des Mischpults, den aufzuneh-menden Klangquellen und den Eigenschaften der Soundkarte abhn-gen. Ihr Musikfachhndler wird Ihnen gerne bei der Einrichtung eines Systems behilflich sein, das auf Ihre Bedrfnisse zugeschnitten ist.

    Aufnehmen vom CD-Laufwerk

    Die meisten PCs verfgen ber ein CD-Laufwerk, das man auch als nor-malen CD-Player verwenden kann. Normalerweise ist das CD-Laufwerk ber einen speziellen Anschluss mit der Soundkarte verbunden, so dass Sie die Ausgabe des CD-Laufwerks direkt in Cubase VST aufneh-men knnen.

    Mit Hilfe des Moduls CD Player knnen Sie die Wiedergabe der CD von Cubase VST aus steuern.Dies wird im separaten Module-Dokument beschrieben.

    Das Zubehrprogramm der Soundkarte

    Normalerweise verfgt eine Soundkarte ber mehrere Eingnge: einen Mikrofoneingang, einen Stereo-Line-Eingang und eventuell eine Ver-bindung vom CD-Laufwerk in Ihrem Computer (siehe oben).

    Mit Ihrer Soundkarte sollten Sie ein oder mehrere Mini-Programme er-halten haben, mit denen Sie die Eingnge der Soundkarte nach Ihren Wnschen einstellen knnen. Dazu gehrt:

    Das Einschalten der Ein- und Ausgnge. Das Ein-/Ausschalten der Mithrfunktion (Monitoring) ber die Karte (siehe

    Seite 85). Das Einstellen der Pegel fr jeden Eingang. Diese Einstellung ist sehr wichtig! Das Einstellen der Pegel fr die Ausgnge, damit diese zu den Gerten passen,

    ber die Sie mithren wollen.

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 75

    Aufnahmepegel und Eingnge

    Wenn Sie die Hardware anschlieen, bedenken Sie bitte, dass verschie-dene Gerte auch unterschiedliche Audiosignalarten senden.

    Mikrofone und E-Gitarren senden so genannte Low Level-Signale. Diese Sig-nale werden auch als Mikrofonpegel bezeichnet. Derartige Klangquellen soll-ten immer an einen Mikrofoneingang angeschlossen werden.

    Mischpulte, Synthesizer, Bandmaschinen und viele andere Gerte senden ein strkeres Signal, das als Line Level-Signal bezeichnet wird. Diese Gerte soll-ten immer an einen Line-Eingang angeschlossen werden.

    Sie sollten unbedingt berprfen, ob Sie auch den richtigen Eingang Ihrer Soundkarte verwenden. Andernfalls werden Ihre Aufnahmen ent-weder verzerrt oder es entsteht unntig viel Rauschen.

    In Cubase VST gibt es keine Mglichkeit zum Einstellen des Eingangspegels, da dies fr jede Soundkarte unterschiedlich funktioniert. Den Eingangspe-gel knnen Sie entweder mit einem speziellen, mit der Soundkarte mitge-lieferten Programm oder ber eine ASIO-Systemsteuerung einstellen, auf die Sie ber den Audiosystemeinstellungen-Dialog in Cubase VST zugreifen knnen.

  • CUBASE VST5 76 Einrichten des Systems

    Auswhlen eines ASIO-Treibers

    ASIO (Audio Stream Input Output) ist eine von Steinberg entwickelte Technologie, die die Verbindung zwischen einer Audioanwendung (in diesem Fall Cubase VST) und der Audio-Hardware darstellt. Sie ms-sen den richtigen ASIO-Treiber auswhlen, damit Sie Audiomaterial in Cubase VST wiedergeben und aufnehmen knnen:

    1. Starten Sie Cubase VST.

    2. ffnen Sie im Optionen-Men das Audioeinstellungen-Untermen und whlen Sie den Befehl System aus.Der Audiosystemeinstellungen-Dialog wird angezeigt.

    3. ffnen Sie das Einblendmen ASIO-Gert rechts oben im Dialog.In diesem Einblendmen sind die verfgbaren ASIO-Treiber aufgelistet. Die fol-genden Punkte geben Ihnen eine Orientierung beim Auswhlen des richtigen Treibers:

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 77

    Wenn es fr Ihre Audio-Hardware einen speziellen ASIO-Treiber gibt (also einen ASIO-Treiber, der extra fr diese Audio-Hardware programmiert wurde), sollten Sie diesen auswhlen!Spezielle ASIO-Treiber haben in der Regel einen sehr geringen Latenzwert (siehe unten) und knnen fr die Audio-Hardware spezifische Funktionen zur Verfgung stellen. Stellen Sie sicher, dass Sie den neuesten ASIO-Treiber des Herstellers Ihrer Audio-Hardware besitzen.

    Wenn kein spezieller ASIO-Treiber verfgbar ist, whlen Sie die Option ASIO DirectX Full Duplex Driver aus.Dieser Treiber verwendet Microsoft DirectX, das einen verhltnismig niedri-gen Latenzwert aufweist (siehe unten). Wenn Sie die Option ASIO DirectX Full Duplex Driver auswhlen konnten, sollten Sie die ASIO-Einstellungen wie auf Seite 79 beschrieben berprfen.

    Wenn Sie den Treiber ASIO DirectX Full Duplex verwenden mchten, muss Microsoft DirectX auf Ihrem Computer installiert sein. (Wir empfehlen Ver-sion 6.1 oder hher.) Sie finden ein DirectX-Installationsprogramm auf der Programm-CD von Cubase VST. Sehen Sie aber auch auf der Microsoft-Web-site nach, ob es eine aktuellere Version gibt. Auerdem mssen Ihre Audio-Hardware und die dazugehrigen Treiber DirectX untersttzen. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Hersteller Ihrer Audio-Hardware nach.

    Wenn Ihre Audio-Hardware DirectX nicht untersttzt (in diesem Fall erhal-ten Sie beim Auswhlen der Option ASIO DirectX Full Duplex Driver eine Fehlermeldung), whlen Sie die Option ASIO Multimedia Driver aus. Dieser Treiber verwendet das Multimedia-System von Windows, wodurch oft-mals hhere Latenzwerte hervorgerufen werden (siehe unten). Wenn Sie den ASIO-Multimedia-Treiber ausgewhlt haben, sollten Sie die ASIO-Einstellungen wie auf Seite 81 beschrieben vornehmen.Auch wenn Ihre Audio-Hardware ASIO DirectX untersttzt, kann es verschie-dene Grnde geben, sich fr den ASIO-Multimedia-Treiber zu entscheiden (siehe Seite 80).

  • CUBASE VST5 78 Einrichten des Systems

    Die Latenz (Ansprechverzgerung)

    In diesem Kapitel wird der Begriff Latenz verwendet. Die Latenz ist die Verzgerung zwischen dem Zeitpunkt, an dem das Audiomaterial vom Programm gesendet wird und dem Zeitpunkt, an dem Sie es wirklich hren. Die Latenzzeit innerhalb eines Audiosystems hngt von der Audio-Hardware und den dazugehrigen Treibern ab. In folgenden Situationen kann eine zu lange Latenzzeit Probleme hervorrufen:

    Wenn Sie ber Cubase VST mithren, wird das mitgehrte Audiomaterial ver-zgert ausgegeben. Dies ist wahrscheinlich der Bereich, der die niedrigsten La-tenzzeiten erfordert. Wenn Sie jedoch ber ein externes Mischpult mithren oder direkt ber die Audio-Hardware, ist dieses Problem hinfllig.

    Wenn Sie Audiomaterial mischen, entsteht durch einen hohen Latenzwert eine hrbare Verzgerung zwischen dem Zeitpunkt, an dem Sie einen Audiokanal z. B. stummschalten und dem Zeitpunkt, an dem der Audiokanal tatschlich nicht mehr zu hren ist.

    Wenn Sie ein VST-Instrument live von einem MIDI-Keyboard aus spielen, wird der Klang des VST-Instruments entsprechend der Latenz verzgert wiederge-geben.

    Das Timing beim Wiedergeben und Aufnehmen von Audiomaterial wird nicht vom Latenzwert beeintrchtigt, da VST die Latenz bercksichtigt und das Timing entsprechend anpasst. Wenn Sie MIDI-Parts wiedergeben, die durch ein VST-Instrument geleitet werden, ist die Wiedergabeprzision unabhngig von der Latenz sample-genau.

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 79

    Vornehmen von Einstellungen fr ASIO DirectX Full Duplex

    In der folgenden Beschreibung gehen wir davon aus, dass Sie den Trei-ber ASIO DirectX Full Duplex ausgewhlt haben (siehe Seite 76).

    1. Klicken Sie im Audiosystemeinstellungen-Dialog auf den Schalter ASIO-Systemsteuerung.Der Dialog ASIO Direct Sound-Vollduplex-Einstellungen wird geffnet.

    In diesem Dialog sind die verfgbaren Ein- und Ausgnge aufgelistet. Auerdem knnen Sie die Puffergre verndern und andere Einstel-lungen vornehmen. Im Moment mchten wir auf drei Punkte nher ein-gehen:

    2. berprfen Sie die Ausgangsanschlsse (obere Liste) und vergewissern Sie sich, dass nur die gewnschten Ausgnge eingeschaltet sind.In vielen Fllen gibt es nur einen Ausgangsanschluss. Schalten Sie die An-schlsse ein oder aus, indem Sie in das Ankreuzfeld links in der Liste klicken.

    Ein eingeschalteter Ausgangsanschluss

  • CUBASE VST5 80 Einrichten des Systems

    3. berprfen Sie die Eingangsanschlsse (untere Liste) und vergewissern Sie sich, dass nur die gewnschten Eingnge eingeschaltet sind.Siehe auch den Abschnitt Emulierte Eingnge.

    4. Im Bereich Soundkarten-Option muss die Vollduplex-Option einge-schaltet sein. Vollduplex bedeutet, dass das Audiosystem Audiomaterial gleichzeitig aufneh-men und wiedergeben kann. Wenn Ihre Soundkarte diese Funktion nicht unter-sttzt, knnen Sie jeweils nur aufnehmen oder wiedergeben. (In diesem Fall wird beim Einschalten von VST-Eingngen der Aufnahmemodus ausgewhlt und beim Ausschalten von VST-Eingngen der Wiedergabemodus.)

    5. Klicken Sie auf OK, um den Dialog zu schlieen.Wenn bei der Wiedergabe oder Aufnahme von Audiomaterial Probleme auftre-ten, mssen Sie diesen Dialog eventuell erneut ffnen und einige Einstellungen probehalber verndern. In der Online-Hilfe finden Sie eine Beschreibung der mglichen Einstellungen.

    Emulierte Eingnge

    Bezglich der Eingnge gibt es eine Besonderheit: Wenn Sie den vollen Nutzen aus DirectX-Vollduplex ziehen mchten, muss die Audio-Hard-ware WDM (Windows Driver Model) in Verbindung mit der DirectX-Ver-sion 6.1 oder hher untersttzen.

    In allen anderen Fllen werden die Audioeingnge von DirectX emuliert. In der Liste Direct Sound-Eingangsanschlsse werden emulierte Ein-gnge mit dem Symbol vor dem Gertenamen angezeigt.

    Ein emulierter Audioeingang

    Das Verwenden emulierter Eingnge hat eine hhere Latenz zur Folge. Wenn angezeigt wird, dass Ihre Audioeingnge emuliert sind und hohe Latenzwerte in Ihrem System auftreten, kann es sinnvoller sein, den ASIO-Multimedia-Treiber zu verwenden, da Sie so mehr Mglichkeiten haben, Feineinstellungen vorzunehmen (siehe Seite 82).

    berprfen Sie, ob der Hersteller Ihrer Audio-Hardware neuere Treiber-versionen zur Verfgung stellt.

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 81

    Vornehmen von Einstellungen fr den ASIO-Multimedia-Treiber

    In der folgenden Beschreibung gehen wir davon aus, dass Sie im Audio-systemeinstellungen-Dialog die Option ASIO Multimedia Driver aus-gewhlt haben, wie auf Seite 76 beschrieben.

    1. Klicken Sie im Audiosystemeinstellungen-Dialog auf den Schalter ASIO-Systemsteuerung.Der Dialog ASIO Multimedia Einstellungen wird geffnet. Hier knnen Sie Einstellungen fr Ihre Soundkarte vornehmen.

    Der Dialog ASIO Multimedia Einstellungen

    2. ffnen Sie das Voreinstellungen-Einblendmen.Hier werden vorprogrammierte Einstellungen fr einige gebruchliche Sound-karten aufgelistet. Sie knnen aber auch Ihre eigenen Voreinstellungen hinzu-fgen. (Weitere Informationen finden Sie in der Benutzerhandbuch-Datei.)

  • CUBASE VST5 82 Einrichten des Systems

    3. Whlen Sie die Voreinstellung fr Ihre Soundkarte aus. Unter Umstnden gibt es mehrere Voreinstellungen fr dieselbe Soundkarte. Fr einige Soundkarten gibt es z. B. die Mglichkeit, zwischen half duplex (Halbduplex) und full duplex (Vollduplex) zu whlen. Vollduplex bedeutet, dass die Karte gleichzeitig aufnehmen und wiedergeben kann, was einen gro-en Vorteil darstellt. Wenn Ihre Soundkarte diese Funktion untersttzt (lesen Sie in der Dokumentation der Soundkarte nach), sollten Sie unbedingt die Vorein-stellung mit full duplex auswhlen.

    4. Klicken Sie auf OK, um den Dialog zu schlieen und schlieen Sie den Audiosystemeinstellungen-Dialog.Wenn Sie diese Einstellungen einmal vorgenommen haben, werden sie auto-matisch mit dem Programm gespeichert.

    Wenn es fr Ihre Soundkarte keine Voreinstellung gibt

    Wenn das Einblendmen keine Voreinstellung fr Ihre Soundkarte ent-hlt, mssen Sie die Karte manuell einrichten:

    1. Klicken Sie im Dialog ASIO Multimedia Einstellungen auf den Schalter Erweiterte Optionen.Ein Dialog mit weiteren Einstellungen wird angezeigt.

    2. Suchen Sie Ihre Soundkarte in der Ausgangsanschlsse- bzw. Eingangsan-schlsse-Liste und vergewissern Sie sich, dass die Ankreuzfelder links da-von in beiden Listen aktiviert sind. Wenn mehr als eine Soundkarte in Ihrem Computer installiert ist, sollte hier nur eine aktiviert werden. In der Online-Hilfe finden Sie Informationen ber weiter-fhrende Einstellungen.

    3. Wenn Sie mit Ihrer Karte gleichzeitig aufnehmen und wiedergeben kn-nen (full duplex), vergewissern Sie sich, dass im Einblendmen Sound-karten-Option die Vollduplex-Option ausgewhlt ist.Lesen Sie in der Dokumentation der Soundkarte nach, wenn Sie sich nicht si-cher sind, welche Funktionen sie untersttzt.

    4. Klicken Sie auf OK, um diesen Dialog zu schlieen und noch einmal, um den Dialog ASIO Multimedia Einstellungen zu schlieen. Die Einstellungen werden automatisch mit dem Programm gespeichert. Sie knnen den Dialog ASIO Multimedia Einstellungen - Erweiterte Optionen spter allerdings erneut ffnen, um die Einstellungen als Voreinstellung zu speichern (siehe Online-Hilfe).

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 83

    Zustzliche Audioeinstellungen

    Im Audiosystemeinstellungen-Dialog mssen Sie noch weitere Einstel-lungen vornehmen:

    1. Passen Sie, wenn Sie mchten, im Audioleistung-Bereich die Anzahl der Kanle an.Mit der Anzahl der Audiokanle wird festgelegt, wie viele Audioaufnahmen Sie gleichzeitig wiedergeben knnen (Stereoaufnahmen belegen jeweils zwei Au-diokanle). Wenn ntig knnen Sie diesen Wert zu einem beliebigen spteren Zeitpunkt verndern.

    Die anderen Einstellungen in diesem Bereich werden im Kapitel Audio Leistung optimieren in der Benutzerhandbuch-Datei beschrieben.

    2. Klicken Sie auf den bernehmen-Schalter.Die Anzahl der Kanle, die Sie verwenden knnen, hngt von der Rechenleistung Ihres Computers, der Geschwindigkeit der Festplatte und anderen Faktoren ab.

    3. Im Bereich MIDI-Sync-Bezug muss die Option Audio-Clock ausgewhlt sein.Dies ist notwendig, damit die Wiedergabe von MIDI- und Audiomaterial genau synchron zueinander ist.

    Jetzt mssen Sie den Systemvorlauf-Wert einstellen. Dieser Wert be-stimmt die Startdauer des Audiosystems, wenn Sie die Wiedergabe starten. Bei hohen Systemvorlauf-Werten merken Sie, dass die Songposi-tion ein bisschen zurckspringt, wenn die Wiedergabe gestartet wird.

    Wenn Sie Audiomaterial wiedergeben oder VST-Instrumente verwen-den und ein niedriger Systemvorlauf-Wert eingestellt ist, werden Sie eventuell feststellen, dass der Anfang des Audiomaterials (oder die ers-ten Noten, die Sie auf VST-Instrumenten spielen) abgeschnitten wird, wenn Sie die Wiedergabe starten. Gehen Sie folgendermaen vor, um dies zu verhindern:

  • CUBASE VST5 84 Einrichten des Systems

    4. Merken Sie sich den im Audiosystemeinstellungen-Dialog angezeigten Latenzwert (unterhalb des Schalters ASIO-Systemsteuerung). Dies ist die Verzgerung (in Millisekunden) zwischen dem Zeitpunkt, an dem ein Audiobefehl gesendet wird und dem Zeitpunkt, an dem Sie ihn tatsch-lich hren.

    Wenn die Latenz z. B. 750 ms betrgt (dies ist ein typischer Standardwert fr viele Soundkarten, die mit dem ASIO-Multimedia-Treiber arbeiten) und Sie die Lautstrke fr eine Audiospur whrend der Wiedergabe verringern, dauert es 750 ms, bis Sie hren, dass die Musik leiser wird. Wie bereits auf Seite 85 be-schrieben, ist hiervon auch das Mithren betroffen.

    5. Klicken Sie zum Schlieen des Audiosystemeinstellungen-Dialogs auf OK.

    6. Whlen Sie im Optionen-Men den Befehl Synchronisation.

    7. Stellen Sie unten rechts im angezeigten Dialog den Systemvorlauf-Wert auf einen etwas hheren Wert als den Latenzwert ein.

    8. Klicken Sie auf OK, um den Synchronisation-Dialog zu schlieen.

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 85

    Mithren (Monitoring)

    In Cubase VST bedeutet Mithren (oder Monitoring) das Anhren des aufzunehmenden Signals whrend der Vorbereitung zum Aufnehmen oder whrend der Aufnahme. Grundstzlich werden drei Mithrmetho-den unterschieden:

    ber ein MischpultWenn Sie Ihr Equipment an ein Mischpult und dieses wiederum an die Sound-karte angeschlossen haben, knnen Sie sich das angeschlossene Equipment natrlich auch direkt vom Mischpult aus anhren. Ob dies ratsam ist oder nicht, hngt von der Qualitt Ihres Mischpults ab.

    ber Cubase VSTIn diesem Fall wird das Audiomaterial vom Eingang durch Cubase VST zum Ausgang geleitet. Sie knnen in Cubase VST die Mithrfunktion einstellen.

    Direkt ber die Audio-HardwareIn diesem Fall besteht eine direkte Verbindung zwischen dem Audioeingang und -ausgang der Soundkarte. Sie haben zwei Mglichkeiten, diese Verbin-dung einzurichten:

    Indem Sie die Through-Funktion (Weiterleiten) oder Monitor-Funktion (Mith-ren) der Soundkarte einschalten. Dies ist entweder in der ASIO-Systemsteue-rung der Karte mglich (die Sie ber den Audiosystemeinstellungen-Dialog in Cubase VST ffnen knnen) oder in einer Mixer-Anwendung, die mit der Karte geliefert wurde.

    Mit der Funkion ASIO Direct Monitoring, die im Kapitel Audio Leistung optimieren in der Benutzerhandbuch-Datei beschrieben wird. Fr diese Funk-tion bentigen Sie eine mit ASIO 2.0 kompatible Audio-Hardware.

  • CUBASE VST5 86 Einrichten des Systems

    Vor- und Nachteile des Mithrens ber Cubase VST

    Das Mithren ber Cubase VST hat den Vorteil, dass sich jeder Effekt und jede Einstellung, die Sie im Programm vornehmen, auch schon auf das mitgehrte Signal auswirkt und nicht nur auf das Audiomaterial, das Sie bereits aufgenommen haben und jetzt wiedergeben.Dies trifft nicht zu, wenn Sie ber die Soundkarte mithren.

    Das Mithren ber Cubase VST hat einen Nachteil: Das mitgehrte Signal wird unweigerlich etwas verzgert wiedergegeben (es ist etwas spter zu hren). Diese Verzgerung, die als Latenz bezeichnet wird, hngt mit der Art und Weise zusammen, wie Audiomaterial vom PC und der Soundkarte verarbeitet wird.Die Latenzzeit ist abhngig von der Soundkarte, ihren Treibern und Einstellun-gen. Soundkarten mit speziellen ASIO-Treibern haben oft eine verhltnismig niedrige Latenzzeit, die ein sinnvolles Mithren ber Cubase VST ermglicht. Der Latenzwert von Soundkarten, die den ASIO-Multimedia-Treiber oder den Treiber ASIO DirectX Full Duplex verwenden (siehe Seite 76), ist fr das di-rekte Mithren ber Cubase VST eventuell zu hoch.

    Beim direkten Mithren ber die Soundkarte tritt dieses Problem nicht auf.

    Einrichten der Mithrfunktion

    Wenn Sie aus Cubase VST heraus mithren wollen, achten Sie bitte darauf, dass alle Mithr-, Monitor- oder Thru-Funktionen im Mixer-Programm der Audio-Hardware ausgeschaltet sind.Bei einer bestimmten Art von Audio-Hardware knnen Sie diese Einstellung je-derzeit ber eine ASIO-Systemsteuerung ndern, auf die Sie ber den Audio-systemeinstellungen-Dialog in Cubase VST zugreifen knnen.

    Wenn Sie direkt ber die Soundkarte mithren mchten (und nicht die Funktion ASIO Direct Monitoring verwenden), muss die entsprechende Funktion im Mixer-Programm der Soundkarte oder in der ASIO-System-steuerung eingeschaltet sein. Schalten Sie auerdem im Audiosystemein-stellungen-Dialog von Cubase VST im Mithren-Bereich die Option Global ausgeschaltet ein.

    Wenn Sie ber ein externes Mischpult mithren mchten, mssen Sie ebenfalls im Audiosystemeinstellungen-Dialog die Option Global aus-geschaltet einschalten.

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 87

    Ein-/Ausschalten der Audio-Engine

    Im Audioeinstellungen-Untermen des Optionen-Mens wird der Be-fehl Audio ausschalten angezeigt. Mit diesem Befehl knnen Sie jeg-liche Ein- und Ausgabe von Audiodaten ausschalten. Diese Funktion ist insbesondere in folgenden Fllen sinnvoll:

    Wenn nur MIDI-Daten aufgenommen und wiedergegeben werden sollen und die Audio-Engine keine Rechenleistung verbrauchen soll.Die gesamte Rechenleistung des Computers kann dann fr den Bildschirmauf-bau und die MIDI-Wiedergabe verwendet werden.

    Wenn der Computer nicht leistungsfhig genug ist, um Cubase VST bei eingeschalteter VST-Engine zu starten.

    Hinweise:

    Diese Einstellung wird automatisch in den Voreinstellungen von Cubase VST gespeichert. Das bedeutet, dass die Audio-Engine so lange ausgeschaltet bleibt, bis Sie sie wieder einschalten.

    Es wird nur Prozessorleistung eingespart. Das Programm bentigt jedoch wei-terhin die gleiche Menge an Arbeitsspeicher (RAM) und Festplattenspeicher.

    Die Audiofunktionen bleiben von dieser Einstellung unberhrt, da nur Audio-aufnahme, -wiedergabe und -synchronisation ausgeschaltet werden. Sie kn-nen in diesem Modus jedoch Audiodaten bearbeiten, ohne sie zu hren.

  • CUBASE VST5 88 Einrichten des Systems

    Ausschalten der Audio-Engine bei Programmstart

    Wenn Sie Audio beim Programmstart ausschalten mchten, halten Sie beim Start von Cubase VST die [Umschalttaste] gedrckt.

    Vorbereitungen fr MIDI-Aufnahmen

    In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie Ihr MIDI-Equipment an-schlieen und einrichten. Sollten Sie ber kein MIDI-Instrument verf-gen, knnen Sie diesen Abschnitt berspringen und auf Seite 97 weiterlesen.

    Anschlieen der MIDI-Gerte

    Im Folgenden wird beschrieben, wie Sie fnf kleinere MIDI-Systeme aufstellen und die einzelnen Gerte verbinden knnen. Sie knnen je-doch durchaus einen anderen Systemaufbau whlen!

    Beispiel 1A Ein Keyboard fr Aufnahme und Wiedergabe ber eine separate MIDI-Schnittstelle

    1. Schlieen Sie den MIDI-Ausgang des Instruments an einen MIDI-Eingang der MIDI-Schnittstelle an.Wenn Sie ber mehrere MIDI-Eingnge verfgen, spielt es keine Rolle, welchen Sie auswhlen. Bei einer Schnittstelle mit mehreren Eingngen kann Cubase VST ber alle Eingnge aufnehmen.

  • CUBASE VSTEinrichten des Systems 5 89

    2. Schlieen Sie einen MIDI-Ausgang der Schnittstelle an einen MIDI-Ein-gang des Instruments an.

    Ihre MIDI-Schnittstelle hat eventuell mehr als einen MIDI-Ausgang. Jeder MIDI-Anschluss kann bis zu 16 verschiedene Gerte ansteuern (oder die sechzehn unterschiedlichen Stimmen eines mehrstimmigen Moduls). Bei kleineren MIDI-Schnittstellen bertragen alle Ausgnge dieselben Informationen. Deshalb knnen Sie jeden Ausgang verwenden.

    Bei greren Schnittstellen mit mehreren Anschlssen sind alle MIDI-Ausgnge unabhngig voneinander, d. h. sie verfgen ber unterschiedliche Sets der 16 MIDI-Kanle. So kann Cubase VST MIDI-Daten gezielt an verschiedene MIDI-Ka-nle an beliebigen Ausgngen schicken. Wenn Sie eine Schnittstelle mit meh-reren Anschlssen haben, sollten Sie den ersten Ausgang an das Instrument anschlieen und die folg