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Lehrermaterialien PLUS - Franz Kafka: Der Proceß · PDF fileVielleicht fällt dem Leser von Kafka-Texten Ador-nos Mahnung ein: „alles wörtlich nehmen, nichts durch Begriffe von

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  • INHALTSVERZEICHNIS

    Den Roman erarbeiten 1

    Annäherung an den Roman

    M 1: Der Proceß in Bildern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 M 2: Was passiert wann? – Der Inhalt des Romans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

    Kafkas Erzählverhalten

    M 3: Das Ineinander von äußerer und innerer Handlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 M 4: Die Welt mit den Augen Josef K.s betrachtet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 M 5: Das Spiel mit unterschiedlichen Rollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

    Der Romananfang

    M 6: Die Verhaftung – Traum oder Wirklichkeit? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 M 7: Wie alles beginnt – Der erste Satz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    Sprache und Symbolik bei Kafka

    M 8: Die erste Untersuchung beim Wort genommen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 M 9: Vom Büro zum Bett – Die Raummetaphorik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

    Charakterisierung der Figuren

    M 10: Alles andere als nebensächlich – Die Nebenfiguren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 M 11: Das Leben des Josef K. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

    Untersuchung der Gerichtswelt und der Schuldfrage

    M 12: Alles nur Theater? – Der Aufbau der Gerichtswelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 M 13: Die Funktionsweisen der unteren Gerichtsinstanzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 M 14: Drei Arten des Freispruchs (nach Titorelli) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 M 15: K. im Teufelskreis der Schuld? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 M 16: K.s Verhältnis zu den Frauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

    Die Türhüterlegende und das Romanende

    M 17: Die Legende „Vor dem Gesetz“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 M 18: „Vor dem Gesetz“ – Deutungsversuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 M 19: Wie viel Kafka steckt in K.? – Autobiografische Bezüge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 M 20: Das Ende zum Anfang – Kafkas Schreibvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 M 21: Josef K.s Scham und Schande . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 M 22: Prozess – Ein doppeldeutiger Begriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

    Epochenzugehörigkeit, Deutungsansätze und Inszenierungen

    M 23: Literaturgeschichtliche Bezüge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 M 24: Hat das alles einen Sinn? – Deutungsansätze zum Roman . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 M 25: K. vor dem Jüngsten Gericht? – Religiöse Deutungsansätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 M 26: K. auf der Couch – Psychoanalytische Deutungsansätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 M 27: „Die Geister, die ich rief“ – Kafkas Blick in die Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 M 28: „Ganz nah rangehen und genau hinsehen“ – Die Welt Kafkas auf der Bühne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 M 29: Begehbarer Albtraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

    Klausuren 49

    Klausur 1: Analyse eines Sachtextes mit weiterführendem Schreibauftrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Klausur 2: Vergleich zweier literarischer Texte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53

    Lösungsvorschläge 54

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  • DIE ONLINE-VERSION DES ACTIVEBOOKS

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    www.stark-verlag.de/ActiveBook Ihren persönlichen Online-Account und verwenden Sie

    die LehrermaterialienPLUS auf jedem Computer oder Tablet-PC (Mac oder Android).

    So sind Ihre LehrermaterialienPLUS unabhängig von der CD immer „online“ verfügbar.

    Ihr persönlicher Code lautet:

    Die Systemvoraussetzungen, Copyrightbestimmungen und Nutzungsbedingungen finden

    Sie auf der letzten Seite bei der CD.

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  • Einführung

    Schüler oder Lehrer, die während des Schulalltags versuchen, sich Franz Kafkas Roman Der Proceß zu nähern, könnten selbst in kafkaeske Situationen geraten. Eine ganze Bibliothek lässt sich mit Un- tersuchungen dazu füllen. Wie kann man einen Ausweg aus diesem Informations- und Deutungs- dschungel finden? Ein Leser wird vielleicht schlussfolgern: Es gibt nicht eine richtige Interpre- tation, es bleiben immer Textstellen und Anspie- lungen, die von einem bestimmten Deutungs- ansatz nicht erfasst werden. Der Text bleibt als letzte Konstante und als harter Kern. Der Ausle- gungsprozess kommt zwar zu keinem endgültigen Abschluss, aber der Text selbst wird durch die vie- len Deutungen verdichtet. Vielleicht fällt dem Leser von Kafka-Texten Ador- nos Mahnung ein: „alles wörtlich nehmen, nichts durch Begriffe von oben her zudecken.“ Diese Warnung vor dem Überstülpen einer Interpre- tation sollte jedem Leser Mut machen, die Sekun- därliteratur beiseitezulassen und sich unvoreinge- nommen selbst dem Primärtext zu nähern. Die Themen „Schuld“ und „Recht“ bilden das Zentrum der Arbeitsmaterialien. Im Verlauf der Analyse wird immer wieder versucht, vom eige- nen Weltbild auszugehen, um den Roman zu ver- stehen. Und in der Tat bietet der Proceß mit den Ausdrücken „Verhaftung“ und „Gericht“ zu Be- ginn des Romans Begriffe an, die dem Leser und dem Protagonisten wohlvertraut sind. Aber gerade

    dieses Fundament, von dem aus der Leser in die Welt Josef K.s einsteigen will, erweist sich, je wei- ter er in die Romanwelt vordringt, als nicht tragfä- hig. Nicht dass diese Welt unlogisch wäre; nein, mit äußerster Konsequenz erleben wir einen Pro- zess von der Verhaftung bis zur Urteilsvollstre- ckung. Aber eine „Verhaftung“ ist hier keine Ver- haftung, wie wir sie kennen, sondern öffnet die Türe in eine neue Realität – Kafkas Proceß-Welt. Die Situation ist somit paradox – etwas Unglaubli- ches passiert scheinbar wirklich. Der Roman ent- zieht sich einer eindeutigen Deutung, auch wenn sich der Verstehens- und somit auch der Unter- richtsprozess seinem Geheimnis annähern können. Das Abitur vor Augen, muss die Beschäftigung mit dem Proceß auch zu speicherbaren und gesicher- ten Ergebnissen führen. Vor allem müssen litera- turmethodische Vorgehensweisen trainiert werden. Die Schüler bekommen im Literaturunterricht ei- nerseits Sicherheit über Analyseschritte und Deu- tungswege, andererseits erleben sie an Kafka-Tex- ten, dass eine Eindeutigkeit im Sinne einer Bot- schaft des Autors nicht zu erlangen ist. Deshalb folgt der Aufbau der Untersuchung dem bekannten Vorgehen (Inhaltserfassung, Charakte- risierung, thematische Vertiefungen, Einzelunter- suchungen, Kontextualisierung, Übungen zum Schreiben der Klausur). Viele Arbeitsschritte wer- den aber auch das Eigentümliche dieses Textes in den Fokus rücken: seine Vieldeutigkeit.

    Methodische Hinweise

    Vorausgesetzt wird die Lektüre des Romans. Im Verlauf der Beschä

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