So ein Stress! Was TUN? Dr. Johanna Hersberger. Dr. Johanna Hersberger Was ist eigentlich Stress? Stress ist eine lebenswichtige Reaktion des Menschen

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    06-Apr-2015

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  • So ein Stress! Was TUN? Dr. Johanna Hersberger
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  • Dr. Johanna Hersberger Was ist eigentlich Stress? Stress ist eine lebenswichtige Reaktion des Menschen auf eine Gefahr oder eine besondere Anforderung. Er ist zuerst ein natrlicher Schutzmechanismus, der zustzliche Energien bereitstellt. 18.9.2013
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  • Es gibt Stress und Stress Leistung Stresserregung Eustress Leistungs- steigerung Disstress Leistungs- strung 18.9.2013Dr. Johanna Hersberger Eustress: Stress wird als positiv, anregend empfunden. Disstress: Stress wird als unangenehm, belastend erlebt und kann zur Erschpfung fhren und eine Schdigung des Organismus verursachen.
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  • Beispiel Dr. Johanna Hersberger18.9.2013
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  • Beispiel Dr. Johanna Hersberger18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Interne Stressoren Interne Mikrostressoren Situative Ziele, Bedrfnisse, Erwartungen usw. Verdauungsstrungen, Migrneanfall, belkeit usw. Interne Markostressoren Verinnerlichte Normen, Standards Erwartungen an sich selber, Lebensziele usw. Behinderungen, chronische Krankheiten usw. 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Externe Stressoren Externe Mikrostressoren Tgliche Widrigkeiten: Bus verpassen, Streit in der Familie, Kritik durch Chef/Lehrperson usw. Externe Markostressoren Beginn eines neuen Jobs, Weiterbildung, Familiengrndung, Zeitdruck, allgemein kritische Lebensereignisse Unflle, Verbrechen, Vergewaltigung Breitenwirkung: Naturkatastrophen, Kriege, Wirtschaftkrisen 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Schulische Stressoren Merkmale der Umgebung berforderung Unterforderung Unklarheit rger und Konflikte Stndige kleine rgernisse Unbefriedigende Schulentwicklung Leistungsdruck, Freizeitdruck 18.9.2013Dr. Johanna Hersberger
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  • Mehrfachbelastungen 18.9.2013Dr. Johanna Hersberger
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  • Physische Stresssignale (http://www.stressnostress.ch) "Grundloses" Schwitzen an Achseln, Hnden, Kopf, Rumpf Trockene Kehle oder Mund, Atemprobleme Kopfschmerzen, Beeintrchtigte Wahrnehmungsfhigkeiten, Sehen oder Hren Magenschmerzen, Verdauungsprobleme Verspannungen oder Schmerzen in Nacken, Schultern und Rcken Verspannungen im Gesicht, auf Stirne, Augen, Mund oder zusammengebissene Zhne Erhhter Puls, Herzklopfen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Herzstechen, Erhhter Blutdruck Durchblutungsstrungen, kalte Hnde oder Fsse Generelle Mdigkeit, Rasche Erschpfung, Schlafstrungen Sexuelle Strungen Dr. Johanna Hersberger18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Psychische Stresssignale (http://www.stressnostress.ch) Gereiztheit, Ungeduld berempfindlichkeit, Nervositt Wut, Aggressivittsgefhle Generelle Unzufriedenheit Pessimismus Niedergeschlagenheit, Gefhl des Deprimiertseins Selbstzweifel Gefhl der Hilflosigkeit Gefhl der berforderung Gefhl der Isoliertheit Angstzustnde Lustlosigkeit, fehlender Antrieb Dr. Johanna Hersberger18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Gedankliche Stresssignale (http://www.stressnostress.ch) Entscheidungsprobleme Mhe mit Neuem, Mangelnde Flexibilit Gedankenkreisen Abschweifende Gedanken Negative Gedanken Gleichgltigkeit Gedchtnisschwche, Vergesslichkeit Unkonzentriertheit Einschrnkung der Wahrnehmung Kontrollverlust, ES hat mich im Griff 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Stressignale am Arbeitsplatz (http://www.stressnostress.ch) Innere Kndigung, erhhte Fluktuation Erhhte Krankheits- und Arbeitsabwesenheitsrate (bis zu 10% mehr Ausflle) Hufung von Missgeschicken, Hufung von Unfllen Neid, Eifersucht, generelles Misstrauen Spannungen, Streit, Mobbing Abbau von Teambereitschaft Strung und Abbau von Beziehungen und Kommunikation Erhhter Drogenkonsum (Alkohol, Nikotin, weiche und harte Drogen) Workaholismus Leistungsabfall Dr. Johanna Hersberger18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Ressourcen Persnliche Kompetenzen: Fertigkeiten, Bewltigungsstil Sinn fr Zusammenhnge Bewertung der Stresssymptome Offenheit im Bewltigungsprozess Selbstwirksamkeitsberzeugung Erfahrung im Umgang mit Stress Soziale: Soziale Untersttzung/Soziales Netzwerk Kulturelle Faktoren Materielle: Professionelle/ Finanzielle Untersttzung 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Chronischer Stress Dauert der Alarmzustand ber eine lngere Zeit unvermindert an, spricht man von chronischem Stress oder von Dauerstress 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Dauerstress und Verletzlichkeit Verletzlichkeit = Vulnerabilitt = Gegenteil von Resilienz (Abwehr) Vulnerable Personen = besonders leicht emotional verwundbar Vulnerable Phasen = Phasen mit hherer psychischer Verletzungsgefahr z.B. Pubertt Stress verstrkt die Vulnerabilitt 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Dauerstress und Erregungszustand Bewltigungsversuche mit dem erhhten Erregungszustand: Alarmbereitschaft z.B. Hyperaktivitt oder Aggressivitt Dauernde Verteidigungshaltung z.B. Widerstand oder Aggressivitt Resignation z.B. Dsythemie (anhaltende Niedergeschlagenheit) 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Die Magie des Gewhnlichen Mut zur Offenheit, denn nobody is perfect! Emotionale Sicherheit: Ganz gewhnliche KollegInnen und FreundInnen Vermitteln von Sicherheit, Verbundenheit, Ruhe und Zuversicht hilft die Selbstwirksamkeit anzustossen Erklren von Zusammenhngen, in denen sich eine Lehrperson aktuell bewegt, frdern der Verstehbarkeit, der Handbarkeit und der Fhigkeit eine aktuelle Situation in einen weiteren Zusammenhang zu stellen Verbundenheit: mit nchsten Angehrigen und frsorglichen Personen Ressourcen: Mglichkeiten am Arbeitsplatz ausloten Individuelle Ressourcen (Selbstwirksamkeit, Problemlsefhigkeit) Nicht mehr Ohnmacht und Hilflosigkeit sollen vorherrschend sein, sondern Zuversicht und Selbstwirksamkeitsberzeugung 18.9.2013
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  • Problemorientiert Beeinflussung der Stress erzeugenden Bedingungen Emotionsorientiert Beeinflussung der krperlich- emotionalen Reaktionen Beispiele Problemlsendes Handeln Vernderung von Kommunikationsverhalten Versuch der Einflussnahme zur Vernderung der Situation Vernderung eigener Werte Vernderung des Tagesablaufs usw. Beispiele Entspannung Ablenkung Sportliche Bettigung Vermeidung der Stress auslsenden Situation Suche nach Trost Vernderung des aktuellen inneren Selbstgesprchs Senkung des Anspruchsniveaus usw. Formen der Bewltigung akuter Stresszustnde 18.9.2013Dr. Johanna Hersberger
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  • 18.9.2013 Dr. Johanna Hersberger Was ist zu tun?...wenn Sie immer in Hamburg landen....obwohl Sie nach Mnchen wollten
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  • Die Macht von Rumpelstilzchen.... 18.9.2013 Dr. Johanna Hersberger Crane 1886....oder das Benennen von dem was einem plagt
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  • Dr. Johanna Hersberger Autobahnen im Gehirn 8 x 8 = ? 18.9.201 3
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  • Auch aus Trampelpfaden knnen Wege werden 18.9.2013 Dr. Johanna Hersberger
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  • Der innere Rauchmelder 18.9.2013 Dr. Johanna Hersberger http://www.feuerwehr-weitnau.de/images/rauchmelder-bild_579.jpg
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  • Dr. Johanna Hersberger Ziel: Fo rderung des Koha renzsinns, Sense of Coherence (SOC) Verstehbarkeit (Comperehensibility) Subjektiver Handlungsspielraum (Manageability) Sinnhaftigkeit (Meaningfulness) 18.9.2013
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  • Wirkfaktoren und Interventionen Sicherheit Verbundenheit Ruhe (Selbst-kollektive) Wirksamkeit Hoffnung Sicheren Ort herstellen Soziales Netzwerk aktivieren und sta rken Distanzierungsmo glichkeit Beteiligung und Coaching, kleine Schritte sind auch Schritte Zukunftsplanung, Weitervermittlung Wirkfaktoren/ZieleInterventionen (Beispiele) Dr. Johanna Hersberger18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Tipps fr einen Anfall von Stress/Angst "Anker werfen: Daumen und Zeigefinger zusammenpressen und dabei fr knapp drei Minuten intensiv an ein schnes Erlebnis denken. Inneres Ruhebild hinter den Augen versorgen Atmungsbungen innerlich whrend dem Einatmen auf 4 zhlen, zum Ausatmen auf 6 zhlen, kurz den Atem anhalten, 3-4x wiederholen. Reaktionen wie Nervositt, Zappeligkeit oder Reizbarkeit als Rauchmelder installieren. Angst vor Fehler: ein Versprecher, ein tatschlicher Fehler oder eine Wissenslcke sind kein Weltuntergang, niemand ist perfekt! Fehler offensiv angehen und nicht kaschieren wollen. "Worst Case Scenario": Was ist das schlimmste, das passieren kann? Wie kann ich mit diesem schlimmsten umgehen? Macht der positiven Einstellung: Zuversicht frdern, sich eine Belohnung fr nachher ausdenken, daran denken, was man sonst schon alles gut geschafft hat im Leben! 18.9.2013
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  • Dr. Johanna Hersberger Literatur Renneberg, B. & Hammelstein, P. (2006): Gesundheitspsychologie. Heidelberg: Springer Medizin-Verlag. Kapitel 13: S. 217-220 G. Kaluza (2005), Stressbewltigung. Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsfrderung. Marburg: Springer K. Reschke & H. Schrder (2000), Optimistisch den Stress meistern. Leipzig: dgvt-Verlag P. Hampel & F. Petermann (1998), Anti-Stress-Training fr Kinder. Weinheim: Beltz van der Kolk, B.A., McFarlane & L. Weisaeth (Hrsg.): Traumatic Stress. Grundlagen und Behandlungsanstze. Paderborn: Junfermann. 18.9.2013

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