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Stress im Alltag - · PDF fileStress, lass nach 02 1. Was ist Stress? 03 2. Stress heute 04 3. Stress gibt es seit Urzeiten 05 4. Stress – was im Körper geschieht 06 5. Guter

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Text of Stress im Alltag - · PDF fileStress, lass nach 02 1. Was ist Stress? 03 2. Stress heute 04 3....

  • GESUNDHEITSMANAGEMENT

    Stress im AlltagErkennen Vorbeugen Abhelfen

    86670_W316_Stress 27.11.2006 9:09 Uhr Seite 01

  • ImpressumHerausgeber: HALLESCHE

    Krankenversicherung auf GegenseitigkeitText: Silke Dmpelmann

    Deutsches Grnes Kreuz-Frderergesellschaft, Marburg Redaktion: Inge Kokot

    Deutsches Grnes Kreuz-Frderergesellschaft, MarburgSatz & Layout: Netshaus, types GmbH, Medienvorstufe, StuttgartDruck: Reichert GmbH, Kornwestheim

    2. berarbeitete Auflage 2006, Stand: November 2006

    Wichtiger HinweisWie jede Wissenschaft ist die Medizin stndigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medika-mentse Therapie anbelangt. Diese Broschre dient lediglich der Information unserer Versicherten. Die Zustndigkeit fr Diagnostik und Therapie liegt beim behandelnden Arzt. Herausgeber und Autor haben sich grte Mhe gegeben, den Inhalt dieser Broschre frei von Fehlern zu publizieren. Da die Erfahrung zeigt, dass sich trotz grtem Bemhen Fehler einschleichen knnen, knnen weder Herausgeber noch Autor eine Haftung bernehmen.

    Dieses Werk ist urheberrechtlich geschtzt. Die dadurch begrndeten Rechte, insbesondere die der bersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen,der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der Vervielfltigung auf anderen Wegen und derSpeicherung in Datenverarbeitungsanlagen bleiben vorbehalten.

    Juristischer HinweisDiese Broschre ist eine Informationsschrift der HALLESCHE Krankenversicherung. Sie begrndetaber keinerlei Rechtsansprche. Rechte und Pflichten derVertragspartner ergeben sich ausschlielich aus dem jeweiligen Versicherungsvertrag mit den vorliegenden allgemeinen Informationen.

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  • Stress, lass nach 021. Was ist Stress? 032. Stress heute 043. Stress gibt es seit Urzeiten 054. Stress was im Krper geschieht 065. Guter Stress, schlechter Stress 086. Stress wodurch er ausgelst wird 107. Dauerstress die Folgen 118. Signale erkennen 129. Dem Stress entgegentreten 13

    9.1 Stressfreie Zeiten 1510. Sport statt Stress 1611. Einfach entspannen 18

    11.1 Atmen das A und O der Entspannung 1811.2 Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson 1911.3 Autogenes Training 2011.4 Yoga 22

    12. Neue Denkwege entwickeln 2312.1 Hausgemachter Stress 24

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  • 02 STRESS, LASS NACH

    Stress, lass nach

    Doch egal, wie Menschen auf die unterschiedlichen Herausforderungen des All-tags reagieren: Wer permanent unter Stress steht, luft Gefahr, krank zu werden.

    Vielen ist jedoch der tgliche Stress gar nicht bewusst. Oft zeigt sich erst in derFreizeit, dass sie darunter leiden: Sie sind gereizt, fhlen sich mde, energielosund ausgepumpt.

    Die Broschre zeigt Ihnen, wie Stress entsteht und was whrend einer Stress-reaktion in unserem Krper geschieht. Sie gibt Ihnen Beispiele, wie Sie erfolgreichmit Stress umgehen knnen, warum dies so wichtig ist und nicht zuletzt, dassStress auch viele gute Seiten hat.

    Stress ist heutzutage zu einem Massenphnomen gewor-den. Ob Geschftsmann oder Angestellter, Hausfrau oderSchler Stress macht vor keinem Halt. Was der Einzelne allerdings als Stress wahrnimmt, ist sehr verschieden.

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  • 03WAS IST STRESS?

    Belastungen, Zeitnot, Existenzangst diese Erfahrungen sind so alt wie dieMenschheit selbst. Seit sich der ster-reicher Hans Selye mit dem Themabeschftigte, steht uns zur Beschreibungdes Phnomens ein griffiges Wort zurVerfgung: Stress.

    Der Vater der Stressforschung verffent-lichte 1936 seinen ersten Aufsatz zu diesemThema. Selye prgte den Begriff Stress in Anlehnung an den altfranzsischen Ausdruck, den frhe Physiker benutzten,als sie die Belastbarkeit verschiedenerMaterialien prften. Er fand heraus, dassder Mensch bei Auftreten von Belastun-gen unterschiedlichster Art mit einem be-stimmten Verhaltensmuster reagiert. ImWesentlichen wird diese Reaktion berStresshormone vermittelt. Mit ihrer Hilfelassen sich blitzschnell alle notwendigenKrfte und Energien des Krpers mobi-lisieren. Belastende Situationen knnen so rasch erfasst und bewltigt werden.

    Darin sah Selye ein wichtiges entwick-lungsgeschichtliches Erbe; daneben er-kannte der Wissenschaftler aber auch dieGefahr, die Stress fr unsere Gesundheitdarstellt.

    1. Was ist Stress?

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  • 04 STRESS HEUTE

    Mensch, war das wieder stressig so lautet das Urteil vieler Zeitgenossen, egalob sie von der Schule, aus dem Bro odervom Einkauf im Supermarkt kommenoder am Ende einer Prfung stehen. Stress scheint heutzutage allgegenwrtigzu sein, denn das Phnomen beeinflusstalle Berufs- und Altersgruppen und ist inallen Lebensbereichen zu finden. Mit demBegriff Stress wollen wir ausdrcken,dass wir unter Druck stehen, stark gefor-dert sind oder uns bedroht fhlen.

    Die Wahrnehmung ein und derselben Si-tuation ist jedoch von Mensch zu Menschunterschiedlich. Was fr den einen eineenorme Belastung darstellt, kann ein an-derer als ganz normale Anforderung empfinden oder sogar als Ansporn und

    2. Stress heuteMotivation. Whrend viele beispielsweisemit rger und Nervositt auf ein erhhtesArbeitspensum reagieren, freuen sichandere geradezu ber eine neue Aufgabe.Sie brauchen das gewisse Quntchen in-nerer Anspannung, um richtig loslegen zuknnen. Stress ist somit eine sehr persn-liche Wahrnehmung, die aus der indivi-duellen Verarbeitung verschiedensterErlebnisse resultiert. Stress kann daherals Ausdruck des Wechselspiels zwischenMensch und Umwelt angesehen werden.

    Vllig zu Unrecht werden heutzutage je-doch mit dem Begriff Stress berwiegendnegative Erlebnisse in Verbindung gebracht.Gleichwohl gibt es viele Situationen, indenen dieses Phnomen wnschenswertund notwendig ist.

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  • 05STRESS GIBT ES SEIT URZEITEN

    3. Stress gibt es seit Urzeiten Ganz schn stressig war bereits die Zeitunserer frhesten Vorfahren. Wer den Tagberstehen wollte, hatte grundstzlich zwei Mglichkeiten:

    Fight or Flight Angriff oder Flucht. Um die richtige Entscheidung zu treffen,musste schnell reagiert werden, dennschlielich ging es oft um Leben oder Tod.

    Zwar sind moderne Menschen kaum nochtdlichen Gefahren ausgesetzt, doch istdie Zahl der stressauslsenden Faktorendrastisch gestiegen. Und whrend vieleZeitgenossen tglich ber mehrere Stundenunter Leistungsdruck stehen, Angst vor

    Misserfolgen haben oder unter Zeitnot ar-beiten, war chronischer Stress in Urzeitenweitgehend unbekannt. Doch gerade die Vielzahl der stetig einwirkenden Be-lastungen schwcht Krper und Seele.

    Und noch eines war bei unseren frhenVorfahren anders: Sie konnten die mobi-lisierten Energien in Bewegung umsetzen,indem sie kmpften oder wegrannten.Diese Wege sind uns heutzutage meistversperrt. Wenn der Computer abstrztoder ein schwieriger Gesprchsterminbevorsteht, knnen wir weder zum Angriffbergehen noch davonlaufen.

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  • 06 STRESS WAS IM KRPER GESCHIEHT

    4. Stress was im Krper geschiehtMit der Freisetzung der Stresshormone den so genannten Katecholaminen ausder Nebennierenrinde werden verschiedeneOrgane in Aktionsbereitschaft versetzt: Die Spannung von Skelett- und Gef-muskulatur erhht sich, Blutdruck undPuls steigen, Blutzucker und Fettsuren als Energielieferanten werden bereit-gestellt, die Blutgerinnung wird aktiviert,und das Gehirn erhlt mehr Sauerstoff wir werden hellwach. Gleichzeitig werdenVerdauung, Immunsystem und anderenicht lebensnotwendige Vorgnge gedros-selt oder abgeschaltet auch Funktionenunseres Gehirns, die nicht zur Bewltigungder aktuellen Situation bentigt werden.Anschlieend ist der Krper zu Hchst-leistungen bereit.

    Nach dieser Alarm- oder Aktivierungs-phase luft der Krper auf voller Kraft,bis die Stresssituation vorbei ist oder dieEnergiereserven verbraucht wurden. An-schlieend folgt die Erholungsphase. Dochnur wenn die Stressreaktion vollstndig ablaufen konnte, kann man die Erholungs-phase entspannt genieen und neue Kraftfr knftige Herausforderungen sammeln.

    Whrend alle mglichen SituationenStress hervorrufen knnen, besitzt unserOrganismus nur eine Antwort, um aufStressreize zu reagieren, die Stressreaktion.

    Strzt zum Beispiel der Computer ab,gelangt diese Information ber unsere Sinnesorgane an das Zwischenhirn. Auchdie bloe Angst vor einem Systemabsturzhat denselben Effekt, das heit, schonbloe Gedanken oder Befrchtungen kn-nen eine Stressreaktion in Gang setzen.

    Das Zwischenhirn entscheidet daraufhin,wie bedrohlich diese Information ist undlst gegebenenfalls Alarm aus. In diesemFall werden Botenstoffe ausgesandt undeine ausgeklgelte Informationskette zwischen einzelnen Schaltstellen unseresGehirns gestartet. Schlielich werden Aufmerksamkeit und Reaktionsbereit-schaft auf ein Maximum erhht. Das frdie Steuerung unbewusst ablaufenderKrperfunktionen zustndige vegetativeNervensystem wird aktiviert und das Hor-monsystem von Hypophyse und Neben-nieren belebt.

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  • 07STRESS WAS IM KRPER GESCHIEHT

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  • 08 GUTER STRESS, SCHLECHTER STRESS

    5. Guter Stress, schlechter StressWie schon beschrieben, ist es von Menschzu Mensch verschieden, ob eine Situationals positiv oder belastend empfunden wird.

    Es hngt unter anderem davon ab, wie je-mand seine Mglichkeiten und Ressourcenbewertet, bevorstehende Aufgaben zu meistern. Erfahrungen, vorangegangeneEreignisse sowie Denk- und Gefhlsmustersind letztlich entscheidend. Ist man ber-zeugt, den Herausforderungen gewachsenzu sein, stellt sic

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