Kein Stress mit dem Stress - psyga.info 2 Kein Stress mit dem Stress Das Projekt â€‍Psychische Gesundheit

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  • Kein Stress mit dem Stress

    FR BETRIEBE IM GASTGEWERBE

    Lsungen und Tipps fr Betriebe im Gastgewerbe

    GESUNDHEIT

  • Inhalt ber diese Handlungshilfe 3bersicht der Arbeitshilfen 5Beispiele und Ideen aus der Praxis 6

    Stress und psychische Belastung 10 Warum Betriebe handeln mssen

    1. Gesundheit in den Blick nehmen 17 Den Betrieb wettbewerbsfhig aufstellen

    2. Stress vermeiden 31Arbeit gut planen und organisieren

    3. Konflikte verhindern und lsen 41Zusammenarbeit gezielt frdern

    4. berforderung vorbeugen 51 Vernderungen mit den Beschftigten meistern

    5. Gesund fhren 59Auf Mitarbeitende und sich selbst achten

    6. Ressourcen aufbauen 75Die Gesundheit der Beschftigten aktiv strken

    7. Gesetzliche Anforderungen erfllen 87Psychische Belastung erkennen und angehen

    8. Arbeitshilfen 101

    Impressum 168

  • 2 Kein Stress mit dem Stress

    Das Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt psyGA

    Das Webportal www.psyga.info informiert zu relevanten Handlungsfel-dern und bietet eine Samm-lung ausgewhlter Praxis- und Handlungshilfen zum Down-load. Besonders kleine und mittelstndische Unternehmen erhalten hier handhabbare Lsungen fr die Praxis.

    Die psychische Gesundheit von Beschftigten ist fr Unternehmen ein zunehmend wich-

    tiges Thema. Denn in den letzten Jahren sind sowohl die Krankheitstage als auch die Zahl

    der Frhberentungen aufgrund psychischer Erkrankungen stark angestiegen. Trotz fundier-

    ten Know-hows in Sachen Gesundheitsfrderung ist nach wie vor die Zahl der Unterneh-

    men begrenzt, die das Potenzial betrieblicher Strategien zu Gesundheitsfrderung und Pr-

    vention nicht nur erkennen, sondern auch gewinnbringend umsetzen. Die Auswirkungen

    betreffen sowohl die Gesundheit der Beschftigten als auch die Wett bewerbs- und Innovations-

    fhigkeit der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund hat das Projekt psyGA das Ziel, betriebliche

    und berbetriebliche Entscheider sowie wichtige Multiplikatoren fr die Thematik zu sensibilisieren

    und ihre Aufmerksamkeit fr das Thema zu erhhen.

    Unter der Federfhrung des BKK Dachverbandes hat psyGA verschiedene

    Handlungshilfen und Praxisinstrumente fr Unternehmen, Fhrungskrfte und

    Beschftigte entwickelt:

    > Handlungshilfen

    > Praxisordner

    > Einfhrungsseminar

    > eLearning-Tools

    > Hrbuch

    > Fachforen

    > Webportal www.psyga.info

    Das Projekt wird gefrdert durch das Bundesministerium fr Arbeit

    und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualitt der Arbeit (INQA).

    psyGA wird fachlich begleitet durch die Bundesanstalt fr Arbeitsschutz

    und Arbeitsmedizin (BAuA). Projekttrger ist die Gesellschaft fr soziale Unter-

    nehmensberatung mbH (gsub).

    Kooperationspartner: > Bahn-BKK > Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel

    und Gastgewerbe > BKK Gildemeister Seidensticker > Deutsche BKK > Diakonie Deutschland Evangelischer

    Bundesverband > Hochschule Neubrandenburg/Vivantes

    Netzwerk fr Gesundheit > IKK classic > Institut fr angewandte Arbeitswissen-

    schaft (ifaa) > Institut fr Arbeitsmedizin und Sozial-

    medizin, Universittsklinikum, RWTH Aachen

    > Institut fr Betriebliche Gesundheits-frderung BGF GmbH

    > Institut fr interdisziplinre Arbeitswissen-schaft (iAW), Leibniz Universitt Hannover

    > Landeshauptstadt Mnchen > Landesinstitut fr Arbeitsgestaltung des

    Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) > LVR-Klinikum Dsseldorf/Aktionsbndnis

    Seelische Gesundheit > Novitas BKK > Pronova BKK > Siemens-Betriebskrankenkasse > Unfallversicherung Bund und Bahn > Unternehmensnetzwerk zur Betrieblichen

    Gesundheitsfrderung in der Europischen Union (UfG)

    > VIACTIV Krankenkasse

    Projektleitung: BKK Dachverband e. V., Berlin

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    Bestimmt kennen Sie das: Sie kommen mor-

    gens im Betrieb an, es gibt viel zu tun. Anfragen

    wollen beantwortet und Material will bestellt

    werden, das Telefon klingelt und Ihre Mitarbei-

    terinnen und Mitarbeiter warten auf Ansagen.

    Betriebsinhaberinnen und -inhaber im Gastge-

    werbe stehen vor der Herausforderung, den viel-

    fltigen Anforderungen von allen Seiten gerecht

    zu werden. Dabei die eigene Gesundheit und die

    der Beschftigten im Blick zu behalten, ist eine

    anspruchsvolle und wichtige Aufgabe auch

    weil Arbeitspensum, Druck und Komplexitt in

    der heutigen Arbeitswelt zunehmen. Um als In-

    haberin oder Inhaber im Gastgewerbe langfristig

    erfolgreich zu sein und Vernderungen zu meis-

    tern, sind Kompetenzen im Umgang mit Stress

    und Belastungen jedoch unverzichtbar. Dabei

    geht es sowohl um Ihre eigene Gesundheit als

    auch um die Ihrer Beschftigten.

    Als Chefin oder Chef sind Sie Vorbild fr das Ge-

    sundheitsverhalten Ihrer Mitarbeitenden. Wie Sie

    die Rahmenbedingungen in Ihrem Betrieb gestal-

    ten, entscheidet darber, ob Ihre Mitarbeiterin-

    nen und Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen

    und ob sie langfristig gesund und motiviert arbei-

    ten knnen. Auch wenn ein hohes Arbeitstempo

    und stressige Phasen Teil des Gastgewerbes sind,

    gibt es viele Faktoren, die Sie als Chefin oder

    Chef positiv beeinflussen knnen: durch Ihr Fh-

    rungsverhalten, die Art, wie Sie mit Konflikten

    umgehen und wie Sie die Arbeitsorganisation in

    Ihrem Betrieb gestalten. Dazu muss es nicht im-

    mer das Riesenprogramm sein. Manchmal rei-

    chen auch kleine betriebliche Stellschrauben, um

    fr mehr Gesundheit und Zufriedenheit in Ihrem

    Betrieb zu sorgen.

    Allerdings sind Materialien und Manahmen, um

    Stress und psychischen Erkrankungen vorzubeu-

    gen, bislang meist in Zusammenarbeit mit gre-

    ren Unternehmen erarbeitet worden. Sie lassen

    sich nur bedingt auf kleine Unternehmen ber-

    tragen. Die vorliegende Handlungshilfe richtet

    sich deshalb gezielt an Inhaberinnen und Inhaber

    kleiner Betriebe. Die darin enthaltenen Empfeh-

    ber diese Handlungshilfelungen und Tipps bercksichtigen die besonde-

    ren Strukturen kleiner Unternehmen ebenso wie

    typische Stressfallen und Ressourcen, mit denen

    Sie gezielt die Gesundheit in Ihrem Unternehmen

    strken knnen. Dabei gilt: Gerade in Kleinbetrie-

    ben knnen aufgrund der direkten Entscheidungs-

    wege und durch den engen persnlichen Kontakt

    oft schon kleine Manahmen viel bewirken.

    Sie knnen ab heute damit beginnen, die Ge-

    sundheit und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiterin-

    nen und Mitarbeiter Schritt fr Schritt zu ver-

    bessern. Profitieren werden davon sowohl Ihre

    Beschftigten als auch Ihr Betrieb. Das zeigen

    auch die Praxisbeispiele, die Ihnen in dieser

    Handlungshilfe immer wieder begegnen werden:

    Ob es um den richtigen Umgang mit schwierigen

    Gesprchssituationen im Gstekontakt, gemein-

    same Rituale wie Pausenzeiten, ein Lob fr die

    geleistete Arbeit oder um die Einfhrung eines

    Betrieblichen Gesundheitsmanagements geht

    es lohnt sich immer, an den kleinen und manch-

    mal auch greren betrieblichen Stellschrauben

    zu drehen.

    Diese Handlungshilfe bietet praxisnahe Tipps und

    Lsungen in sieben Themenbereichen:

    1. Gesundheit in den Blick nehmen:

    Den Betrieb wettbewerbsfhig aufstellen

    2. Stress vermeiden:

    Arbeit gut planen und organisieren

    3. Konflikte verhindern und lsen:

    Zusammenarbeit gezielt frdern

    4. berforderung vorbeugen:

    Vernderungen mit den Beschftigten

    meistern

    5. Gesund fhren:

    Auf Mitarbeitende und sich selbst achten

  • 4 Kein Stress mit dem Stress

    6. Ressourcen aufbauen:

    Die Gesundheit der Beschftigten aktiv strken

    7. Gesetzliche Anforderungen erfllen:

    Psychische Belastung erkennen und angehen

    Sie mssen die einzelnen Bereiche dabei nicht

    nacheinander bearbeiten, sondern knnen ge-

    zielt nach den Bedrfnissen Ihres Betriebs vorge-

    hen. Dazu knnen Sie zu Beginn jeden Kapitels

    einen Kurzcheck machen und feststellen, ob fr

    Ihren Betrieb in diesem Bereich Handlungsbedarf

    besteht. Jedes Kapitel bietet Ihnen neben einer

    kurzen Einfhrung in das Thema (Ein paar Infos

    vorab) praxisnahe Tipps und Lsungsvorschlge

    (So gehts). Damit Sie direkt mit der Verbesse-

    rung der Arbeitsbedingungen und der Gesund-

    heit in Ihrem Betrieb starten knnen, finden Sie

    am Ende der Handlungshilfe eine Sammlung von

    Arbeitshilfen, die Sie ganz unkompliziert fr Ih-

    ren betrieblichen Alltag nutzen knnen.

    Wir wnschen Ihnen eine interessante Lektre

    mit hilfreichen Anregungen fr Sie und Ihren Be-

    trieb!

    IhrpsyGA-T

    eamI

    IneigenerSache:

    psyGAlebtvomund

    frdenAustausch

    mitderPraxis

    deshalbfreuenwir

    unsberIhrFeedback

    unter:psyga@bkk-dv.de

  • 5

    BERSICHT DER ARBEITSHILFEN

    Am Ende dieser Handlungshilfe finden Sie 29 Arbeitshilfen zum Heraustrennen oder Kopieren, die Ihnen die

    Umsetzung Ihrer Manahmen zur Gesundheitsfrderung im Betriebsalltag erleichtern. In den Themenkapiteln

    wird direkt auf die jeweils passenden Arbeitshilfen verwiesen.

    01 Was macht der Stress mit Ihnen? > S. 103

    02 Tipps fr akut stressige Situationen > S. 104

    03 Selbsttest: Wie belastet bin ich? > S. 105

    04 Ursachen fr Stress am Arbeitsplatz > S. 107

    05 Fahrplan fr eine stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell > S. 108