Glaubensätze verändern mit Submodalitäten

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    24-Jun-2015

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Glaubenstze verndern mit Submodalitten

Bei den folgenden Ausfhrungen handelt es sich nicht um ein klassisches NLP-Format es ist vielmehr eine Einladung zum Experimentieren. Grundlage ist die Annahme, dass jegliche Art von Glaubenskategorien durch eine (fr jedes Individuum) spezifische SubmodalittenStruktur reprsentiert wird. Mit Glaubenskategorien sind hier folgende Mglichkeiten gemeint (eine Auswahl): - Ich wei, dass x - Es ist wahr, dass - Ich bin berzeugt davon, dass x - Ich glaube (zu 100%), dass x - Es ist mglich, dass x - Ich bin unsicher, ob x - Ich zweifle daran, dass x - Es ist unmglich, dass x Bei hinreichend genauer Elizitierung ist es mglich, die jeweiligen SubmodalittenStrukturen der verschiedenen Glaubenskategorien klar von einander abzugrenzen. Ein einfaches Beispiel: Wenn ich mir ein Bild mache zu etwas, von dem ich zu 100% berzeugt bin, dass es wahr ist (z.B.: Auch morgen geht die Sonne auf), so erscheint dieses Bild vor meinem inneren Auge im oberen rechten Bereich. Wenn ich mir ein Bild mache zu etwas, von dem ich zu 100% wei, dass es unwahr ist (z.B.: Der Storch bringt die Kinder), so erscheint dieses Bild vor meinem inneren Auge im oberen linken Bereich. Dies ist natrlich nur ein Aspekt der visuellen Reprsentation. Weitere Gesichtspunkte wie Farbe, Schrfe, Entfernung etc. spielen ebenfalls eine Rolle. Zustzlich sollte immer beachtet werden, ob zu dem Glaubenssatz auch eine Tonspur gehrt; hier sind dann ebenfalls Unterscheidungen mglich (Lautstrke, Tonalitt etc.). Bei einigen Menschen werden die verschiedenen Glaubenskategorien mitunter auch durch unterschiedliche Krpergefhle reprsentiert sein. Dies kann nun fr die Vernderungsarbeit nutzbar gemacht werden. 1)

Hat man z.B. einen einschrnkenden Glaubenssatz identifiziert (z.B.: Ich glaube, dass ich ein schlechter Lerner bin), so sollte man zunchst die Submodalitten-Matrix dieses speziellen Glaubenssatzes elizitieren und festhalten. 2) Anschlieend sollte man ein typisches Beispiel finden fr einen bereits existierenden Glaubenssatz, der die entsprechende Struktur der Kategorie besitzt, die an die Stelle des alten Glaubenssatzes treten soll. Mchte man also z.B. Zweifel an dem bisherigen Glaubenssatz installieren, so sollte man die Submodalitten-Matrix von Zweifel elizitieren, indem man sich ein Bild macht zu etwas, an dem man eindeutig zweifelt (z.B.: Ich zweifle daran, dass wirklich Menschen auf dem Mond gelandet sind). 3a) Hat man somit die beiden Submodalitten-Matrizen elizitiert und notiert, so kann man ein sogenanntes Mapping across durchfhren. Dabei werden die Inhalte(!) des ersten Glaubenssatzes nach und nach in die Submodalitten-Matrix des zweiten berfhrt. Wrde ich es also aus welchem Grund auch immer fr sinnvoll erachten, wieder daran zu glauben, dass der Storch die Babys bringt, so wrde ich meine interne Reprsentation von Gevatter Storch dauerhaft auf die rechte obere Seite schieben (lassen); plus alle weiteren zugehrigen Vernderungen. 3b) Wenn dies mit den einzelnen Submodalitten gut gelingt, so ist es anschlieend sinnvoll, das Mapping across mit allen wichtigen Submodalitten gleichzeitig durchzufhren; z.B. als eine Art Swish. Wenn die neu installierte Submodalitten-Matrix stabil bleibt (also z.B. dass Bild nicht wieder an die ursprngliche Stelle zurckschnappt), so ist man auf einem guten Weg. bergreifend kann es sinnvoll sein, je nach Hrtegrad des alten Glaubenssatzes ein stufenweises Vorgehen zu whlen. Demnach knnte der Ablauf (ber mehrere CoachingSitzungen) wie folgt aussehen: Zu Beginn: Ich glaube, dass ich ein schlechter Lerner bin wird zu Ich bin nicht sicher, ob ich ein schlechter Lerner bin

wird zu Ich zweifle daran, dass ich ein schlechter Lerner bin wird zu Ich wei, dass ich kein schlechter Lerner bin Am Ende des Prozesses sollte dann immer ein neuer, positiv formulierter Glaubenssatz stehen, z.B.: Ich bin berzeugt, dass ich ein guter Lerner bin. Wichtig ist, dass der neu zu installierende Glaubenssatz kologisch sein muss. Das bedeutet einerseits im blichen Sinn, dass der Klient als Gesamtsystem mit dem Glaubenssatz einverstanden sein muss. Andererseits sollte er hinreichend an die Realitt gekoppelt sein. Demnach macht es wenig Sinn, jemandem, der gerade mit dem NLP-Studium beginnt, den Glaubenssatz Ich bin ein NLP-Profi zu installieren solange dieser Glaubenssatz nicht durch ausreichende Fhigkeiten gesttzt ist. Sinnvoller wre an dieser Stelle Es ist mglich, dass ich ein NLPProfi werden kann. Die Auswahl einer sinnvollen Glaubenskategorie ist also entscheidend fr das Gelingen. Auerdem muss abgeklrt sein, dass der neue Glaubenssatz nicht durch einen bergeordneten, entgegengesetzten Glaubenssatz ausgehebelt wird. In diesem Fall wre letzterer zuerst zu bearbeiten.

Viel Freude beim Ausprobieren (am besten unter kompetenter Begleitung)!

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