health 0412

  • View
    230

  • Download
    3

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of health 0412

  • medianet.at

    health economy

    Reform I Lnder wollen mehr Geld fr Krankenhuser 66

    Reform II Lehrpraxen sollen mehr Geld fr Jung rzte erhalten 66

    Transparenz Pharmabranche legt Zuwendungen an rzte offen 67

    Portrait Apomedica punktet mit Forschung und Qualitt 70

    Pharma-Lounge PharmigPrsident Rumler lud zum Jahresausklang 72

    Freitag, 4. Dezember 2015 coveR 65

    p

    anth

    erm

    edia

    .net

    /ser

    gioz

    Pharmabranche: Beobachter erwarten weitere Fusionen Das bernahmekarussell in der Pharmaindustrie dreht sich weiter. Nach Pfizer/Allergan knnten noch heuer weitere Deals folgen. 68

    Apotheker als Gruppe aktivcorinna Prinz-Stremitzer

    Die Rat & Tat Apothekengruppe hat in ihrer jngsten General-versammlung Corinna Prinz-Stremitzer zur neuen Obfrau

    gewhlt. Mit ihr bernimmt eine ambitionierte Apothekerin aus

    Obersterreich die Fhrung des Apotheken-Netzwerks.

    Ikone gegen Brustkrebsvenus von Willendorf

    Die im Naturhistorischen Mu-seum Wien ausgestellte Venus von Willendorf ist das Symbol von Weiblichkeit und Frucht-barkeit. Diese Allegorie nutzt

    Novartis Oncology nun, um die Bedrohung durch die Diagnose

    Brustkrebs und gleichzeitig auch die Stigmatisierung der von ihr betroffenen Frauen zu

    visualisieren.

    R

    at &

    Tat

    A

    PA/H

    erbe

    rt N

    euba

    uer

    www.omni-biotic.comInstitut Allergosan Pharmazeutische Produkte Forschungs- und Vertriebs GmbHDitetisches Lebensmittel fr besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Dit)

    Dauerstress verursacht Entzndungen im Darm.OMNi-BiOTiC STRESS Repair:Das richtige Nervenfutter fr Ihren Darm. Damit Sie Ihren Stress besser verkraften.

    Stress?Tun Sie was dagegen!

    L

    and

    O

    /Kra

    ml

    Medical valley In Obersterreich formiert sich Medizin-technikcluster neu und will sich noch besser vernetzen.

    Pharmig

    71

  • medianet.at66 HealtH:care Freitag, 4. Dezember 2015

    Von Ina Karin Schriebl

    WIEN/BAD HALL. Fast knnte man meinen, dass das Treffen der Landesgesundheitsreferenten in Obersterreich Luterung fr die Lnder als Spitalstrger brach-te. Seit Jahren wird den Lndern vorgeworfen, die Spitalskapazit-ten aus politischen Motiven und nicht zuletzt als Arbeitsplatz- und Wirtschaftsmotor hoch zu halten. In Bad Hall brachte nun Nieder-sterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka (VP) den Direktor von Cochrane sterreich und Leiter des Depart-

    ments fr Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universitt Krems, Gerald Gartlehner, mit. Kern seines Refe-rats: Gesundheitspolitische Ent-scheidungen brauchen das beste verfgbare Wissen. Unabhngige und wissenschaftlich gesicherte Informationen zu prventiven, di-agnostischen und therapeutischen Manahmen helfen, vorhandene Mittel zielgerichtet und effizient einzusetzen, erklrte Gartlehner den Gesundheitslandesrten.

    Deren Fazit bei ihrer Halbjah-restagung: Man diskutierte wieder einmal ber das Thema Krankenan-

    stalten-Finanzierung. Grundstz-lich stellten die Gesundheitsrefe-renten dabei klar, dass gleichzeitig mit den angelaufenen Finanzaus-gleichsverhandlungen auch die Krankenanstalten-Finanzierung und die Dotierung des Pflegefonds mitbehandelt werden mssen. Es kann nur einen gemeinsamen Ab-schluss geben, machte Obers-terreichs Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Josef Phrin-ger (VP) deutlich. Die Lnder wr-den zwar einer Obergrenze bei der Krankenanstalten-Finanzierung zustimmen, erklrten jedoch auch, dass der 1,3 Mrd. -Pflegefonds,

    der Ende 2016 ausluft, bis zum Jahr 2020 verlngert und aufge-stockt werden msse. Als Grund nannte Phringer die demografi-sche Entwicklung.

    Parallel wurde in Wien das Ge-sundheitsbudget im Nationalrat diskutiert. Es ist im Vergleich zu den Tpfen der Krankenkassen und der Lnder fr den niedergelasse-nen und stationren Bereich mit 1,043 Mrd. vergleichmig ge-ring, liegen doch die gesamten Ge-sundheitsausgaben in sterreich bei ber 35 Mrd. .

    Im Rahmen der Diskussion um das von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SP) zu vertre-tende Budget fr 2016 gab es dann auch Lob der Regierungsparteien SP und VP fr das heimische Gesundheitswesen. Kritik gab es von der Opposition an der stocken-den Gesundheitsreform, dem Ab-wandern junger rzte in Ausland und Tendenzen zur Zwei-Klassen-Medizin vor allem im Bereich der Bildgebung und Radiologie.

    Mehr Geld im BudgetIm Gesundheitsbudget kommt es im kommenden Jahr zu einem Anstieg der Ausgaben um 9%, was im Wesentlichen auf mehrere Ent-wicklungen zurckzufhren ist: der Kostenbeitrag des Bundes an den beim Hauptverband eingerichteten Zahngesundheitsfonds (+60,0 Mio. ), die neuerliche Dotierung des Kassenstrukturfonds (+10,0 Mio. ), E-Health-Manahmen vor allem fr den ELGA-Start (+6,2 Mio. ), Zahlungen an die Krankenversiche-rung im Rahmen der Mindestsiche-rung (+4,5 Mio. ) sowie zustzliche Mittel fr das Kinderimpfkonzept (+4,0 Mio. ). Der Groteil der Aus-gaben ist aber fr die Finanzierung der Krankenanstalten 645,6 Mio. (2015: 648,4 Mio. ) reserviert. Weitere Schwerpunkte bilden Bei-trge fr die Sozialversicherungen mit 134,5 Mio. (62,5 Mio. ), die Gesundheitsfrderung mit 45,7 Mio. (46,1 Mio. ), die Frderung der sterreichischen Agentur fr Ernhrungssicherheit (AGES) und der Gesundheit sterreich GmbH mit 63,7 Mio. (65,3 Mio. ).

    lnder wollen fr Spitler mehr Geldsterreich ist im internationalen Vergleich Spitze, was die Dichte und Inanspruchnahme an Spitlern betrifft. Das kostet Geld, das den Lndern als Trgern zunehmend fehlt.

    L

    and

    O

    /Sch

    auer

    BAD HALL. Die Lnder wollen 30% der Kosten fr Lehrpraxen bernehmen. Einen entsprechen-den Beschluss haben die Gesund-heitsreferenten der Lnder bei ihrer Konferenz in Bad Hall ver-abschiedet. Damit wollen wir die Blockade bei diesem Thema auflsen, erklrte der Gastgeber, der obersterreichische Landes-hauptmann Josef Phringer (VP). Hintergrund sind seit Jahren schwelende Diskussionen ber ei-ne Ausweitung der Lehrpraxen fr angehende Allgemeinmediziner. Die Frage war bisher immer, wer deren Gehlter zahlt, weil es fr die ausbildenden rzte im Gegen-satz zum Turnus im Spital kaum ffentliche Hilfen gab.

    Nachdem auf Bundesebene we-gen der Finanzierbarkeit dieser

    Ausbildungsmglichkeit ein Still-stand in der Entwicklung einge-treten sei, einigten sich die Ln-der auf eine Beteiligung, erklrte Phringer, der in Obersterreich auch fr Gesundheit zustndig ist. Die vereinbarten 30% sollen aus dem Strukturfonds genom-men werden, der zwar vom Bund gespeist werde, aber den Lndern zur Verfgung stehe. Die Schaffung der Lehrpraxen im niedergelasse-nen Bereich sei eine notwendige Alternative zum Turnus im Spital im Rahmen der rzteausbildung.

    Kritik an rztemangelVor einem bevorstehenden rz-temangel warnte dabei auch Krn-tens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SP), weshalb sie ein Auf-heben der Zugangsbeschrnkung

    fr das Medizinstudium forder-te. Im Rahmen der Ausbildung im Pflegebereich sei es auch der aus-drckliche Wille der Bundesln-der, die aktuell vier- bis fnfteilige Ausbildung auf drei zu beschrn-ken, sagte Phringer: den Bachelor-Pfleger, den Pflegefach-Assistenten und den Pflegeassistenten. Derzeit gebe es bei der geplanten Gesetzes-novelle jedoch noch Probleme mit der Gewerkschaft, da mit der Aka-demisierung zum Bachelor auch neue medizinische Aufgaben fr diesen Beruf hinzukommen, umriss der Landeshauptmann, wo es sich bei diesem Thema spiet. Stillstand bemngelten die Lnder auch bei der Einfhrung sogenannter Erst-versorgungszentren der Primary Health Care (PHC). Hier bremse die rztekammer. (kw)

    Mehr Mittel fr lehrpraxenLnder wollen nun doch bei der Finanzierung von Lehrpraxen mitzahlen und frchten rztemangel im lndlichen Bereich.

    Die Gesundheits- und Spitalslandesrte der Lnder trafen sich in Obersterreich und diskutierten anstehende Reformen.

    Hilfe fr kranke Mitarbeiter fehltMartin rmmele

    An den sterreichischen Medi-zin-Universitten ist die Arbeits-medizin unterbelichtet, kritisiert die rztekammer und fordert einen Lehrstuhl an jeder Medi-zinuni. Nur durch Arbeitsmedizin und betriebliche Gesundheits-frderung knne man das Ziel der Strategie Europa 2020 der Europischen Kommission, die Beschftigungsquote der 55- bis 64-Jhrigen bis 2020 auf 60% zu erhhen, erreichen. sterreich ist mit aktuell 46% davon weit entfernt. Tatschlich sind Wirtschaft und Politik dringend gefor-dert, Rahmenbedingungen fr altersgerechte Arbeitspltze zu schaffen. Dazu gehrt, dass man sich berlegt, wie Men-schen in einer lter werdenden Gesellschaft arbeiten werden. Vorzeigunternehmen planen hier vor und schaffen neue Jobs fr jene Beschftigten, die kurz vor der Pensionierung stehen. Viele andere bauen die Beschftigten hingegen rechtzeitig ab. Die rztekammer fordert auch einen Teilkrankenstand. Tatsch-lich kann es nicht sein, dass jemand mit krankheitsbedingter Leistungseinschrnkung nicht arbeiten darf, obwohl er etwa 50% gut leisten knnte. Gerade bei lngeren Erkrankungen kann die Mglichkeit, zu arbeiten, dem Alltag auch einen Sinn zurck- geben: Man hat das Gefhl, ge-braucht zu werden. Das gilt auch fr ltere Beschftigte. Passiert hier nichts, haben wir bald viele kranke Frhpensionisten.

  • medianet.at

    Von Ulli Moschen

    WIEN. Das Gesundheitswesen gilt nach Ansicht von Experten als besonders intransparent und an-fllig fr Korruption. Immer wie-der wurden in der Vergangenheit Pharmaunternehmen und rzte kritisiert. Im kommenden Jahr startet nun eine freiwillige Initiati-ve zur Offenlegung von Zuwendun-gen an medizinische Einrichtungen und rzte durch die Industrie, die die Pharmafirmen des europi-schen Branchenverbandes EFPIA bereits im Jahr 2013 beschlossen haben. Die Pharmaunternehmen verpflichten sich dazu, ab 2016 je-weils fr das Vorjahr s