Hörnerdörfer aktuell - Dezember & Januar

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Glatt oder griffig - der Winterdienst bringt Schnee in Bestform Kaum erwachen die Hörnerdörfer in glitzernd weißer Pracht, schon zieht es alle hinaus ins Schneevergnügen. Man schnappt sich also die Ski oder die Wanderstöcke, stellt das Auto auf den Parkplatz und es geht los; auf die Piste oder in die Loipe oder zu einer Runde Winterwandern in der Sonne. Vor den unbeschwerten Wintergenuss hat der liebe Gott allerdings ein gutes Stück Arbeit gesetzt. Schließlich will die Straße geräumt, die Loipe gespurt und der Wanderweg gewalzt sein. Für geschmeidige Pisten und griffi ge Gehwege, sorgen die Mannschaften der Winterdienste. Wir haben Andreas Kasper vom gemeindlichen Bauhof in Fischen gefragt,was zu tun ist, um im Winter für alle Aktivitäten die optimalen Bedingungen zu schaffen.

Text of Hörnerdörfer aktuell - Dezember & Januar

  • Hrnerdrfer

    Gstemagazin Gemeindezeitung

    Fischen Bolsterlang Obermaiselstein Balderschwang Ofterschwang

    aktuell

    Ausgabe Dezember 2015/Januar 2016

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    oswitha

    Sch

    llhorn

    Verlagsbeilage der Tageszeitung Allguer Anzeigeblatt im Auftrag der Hrnerdrfer vom Freitag, 27. November 2015 - Nr. 274

  • Anz_Hrnerdrfer_Wi-Cloud_29.10.15_RZzu.indd 1 30.10.15 13:46

  • Inhaltsverzeichnis

    GstemagazinThema des Monats ........................................................................3 5

    Aktuelles ........................................................................................6 9

    Veranstaltungen ...........................................................................9 26

    A Z der Hrnerdrfer ...............................................................16 17

    Veranstaltungskalender ............................................................... 18 26

    Gsteinformation ................................................................................ 27

    Freizeittipps ................................................................................28 29

    GemeindezeitungPolitik .........................................................................................30 34

    Kultur ................................................................................................. 35

    Vereinsnachrichten .....................................................................35 36

    Allgemein ...................................................................................37 38

    Titelfoto: Roswitha Schllhorn

    HrnerdrferGstemagazin

    Fischen Bolsterlang Obermaiselstein Balderschwang Ofterschwang

    aktuell

    Glatt oder grif g der Winterdienst bringt Schnee in Bestform

    Kaum erwachen die Hr-nerdrfer in glitzernd weier Pracht, schon zieht es alle hinaus ins Schneevergngen. Man schnappt sich also die Ski oder die Wanderstcke, stellt das Auto auf den Park-platz und es geht los; auf die Piste oder in die Loipe oder zu einer Runde Winterwandern in der Sonne. Vor den unbe-schwerten Wintergenuss hat der liebe Gott allerdings ein gutes Stck Arbeit gesetzt. Schlielich will die Strae gerumt, die Loipe gespurt und der Wanderweg gewalzt sein. Fr geschmeidige Pisten und griffi ge Gehwege, sorgen die Mannschaften der Winter-dienste. Wir haben Andreas Kasper vom gemeindlichen Bauhof in Fischen gefragt, was zu tun ist, um im Winter fr alle Aktivitten die optima-len Bedingungen zu schaffen.

    Herr Kasper, wann beginnen Sie mit den Vorbereitungen fr den Winter?

    Im Herbst mchte man es fast nicht glauben blauer Him-mel, Sonnenschein aber der Winter kommt ja immer. Wir schauen, dass vor dem ersten Schnee alles parat steht, damit wir sozusagen nur noch auf den Knopf drcken ms-sen. Auerdem besagt eine Allguer Bauernregel Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein und an diesen berlieferten Weis-

    heiten ist durchaus was dran. Deshalb haben wir bereits die Splittkisten hergerichtet und die Schneezeichen aufgestellt, damit die Rumfahrzeuge die Straen und Wege auch im Schneegestber und bei geschlossener Schneedecke fi nden. Pfl ug und Streuer und

    der gesamte Maschinenpark sind gewartet. Dafr haben wir extra einen Mechaniker im Team.

    Wird es trotzdem stressig?

    Klar, wir sind zehn Mann und eine Frau und zwischen 1. November und 31. Mrz ist Urlaubssperre, da mssen alle ran - (lacht) selbst wenn sie auf Krcken kommen. Es kann mitunter sehr schnell gehen, dann ist es fast eine Frage von Minuten, dass man raus muss. In dieser

    Zeit stehen wir von vier Uhr morgens bis 20 Uhr abends in Rufbereitschaft, manchmal ist das hart. Aber wir sind eben in den Bergen. Die Einwohner und die Gste verlassen sich auf uns und dann sind wir auch zur Stelle. Dafr holen wir im Sommer alles nach.

    Fr welche Arbeiten ist Ihr Team zustndig?

    Grundstzlich ist in der Ge-meindesatzung verzeichnet, wo und von wem gerumt werden muss. Gehwege, die am eigenen Grundstck liegen, mssen die Eigent-mer selbst begehbar halten, fr alle anderen ist der Bauhof zustndig. In der Verwaltungs-gemeinschaft der Hrner-gruppe wird der Winterdienst zu einem sehr groen Teil mit gemeindeeigenen Fahrzeugen bewltigt.

    Welche Ausrstung braucht man dafr?

    Im Bauhof Fischen stehen ein LKW und zwei Traktoren fr die breiteren Straen. Einen Radlader haben wir auch, fr Parkpltze und Straen im Ortskern. Der hat brigens ei-ne Flsterrumschiene, damit nicht der halbe Ort aufrecht im Bett steht, wenn wir in aller Herrgottsfrhe im Dorf rumen. Welches Fahrzeug wo eingesetzt wird, hngt von der Breite des Weges ab.

    Die Winterwanderwege im Weidach etwa zum Beispiel der Spazierweg durch den Eichhrnchenwald sind sehr schmal. Dort fahren wir mit Schmalspurfahrzeu-gen. Etwas weiter, auf dem Illerdamm kommt die Pisten-walze zum Einsatz. Das ist dasselbe Fahrzeug, das wir

    auch fr die Loipen benut-zen. Der Illerdamm ist ja gut dreieinhalb Meter breit. Und nicht zu vergessen, ist unser Handdienst, der smtliche Gebudeeingnge, Buswarte-huschen, Werstoffcontainer, Unterfhrungen, Treppen im Gemeindegebiet usw. jeden morgen rumt und streut.

    Werden die Wege unterschiedlich behandelt?

    Natrlich. Man unterscheidet zwischen Straen und soge-nannten wassergebundenen Wegen besser bekannt als Kiesweg. Auf den Kieswegen z.B. rumen wir den Schnee auf zwei bis drei Zentimeter runter, und streuen ihn dann mit Splitt- und Sandgemisch ab. Das dient praktischerwei-se auch gleich der Repara-tur der Wege.

    Hrnerdrfer aktuell ab Februar 2016 im neuen Format

    Die Ausgabe, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, ge-rade in der Hand halten, ist die letzte in diesem Format. Ab Februar 2016 erscheint das Hrnerdrfer aktuell in der kleineren Gre DIN

    A4. Damit wird das regiona-le Magazin handlicher und griffi ger. Noch leserfreundli-cher gestaltet wurden auch die Veranstaltungsseiten im Innenteil des Magazins. Verlag und Redaktion

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  • Seite 4 Dezember 2015/Januar 2016 | Ausgabe 9Thema des Monats

    Inwiefern repariert Splitt denn?Frher streute man den Splitt bei Glatteis und Schneefall auch auf die Straen, hatte aber den Nachteil, dass sehr viel davon bentigt wurde (ca. 900-1000 Tonnen pro Winter) und man Steigungen bei Schneefall sehr oft pro Tag fahren musste, dass die Verkehrssicherheit gewhr-leistet war. Der Splitt muss im Frhjahr mit der Kehrmaschi-ne zusammengekehrt wer-den. Es bleibt nicht alles auf der Strae liegen, also muss eine betrchtliche Menge aus den Gullys und Kanlen herausgesaugt werden. Weil dieser Split dann von Motorl und Reifenabrieb verschmutzt ist, muss er als Sondermll entsorgt, beziehungsweise ziemlich kompliziert auf-bereitet werden. Auf den Wanderwegen dagegen ist

    Splitt ntzlich und geht nicht verloren: Wenn der Schnee an der Oberflche anschmilzt, sinkt der Split ein; er ist ja re-lativ schwer. Und Schnee und Schmelzwasser weichen die Wege auch immer ein wenig auf, der Splitt rutscht in die Lcken und dichtet die Wege wieder ab. Quasi ein Selbstre-paraturmechanismus.

    n Info WinterwandernSo wie Winterwandern lsst sich in den Hrnerdrfern in jeder Hhenlage. Wrtlich und im bertragenen Sinne ganz weit oben rangiert der Hhenpanoramaweg am Bolsterlanger Horn. Er fhrt auf gut 1500 Metern von der Bergstation der Hrnerbahn rund sieben Kilometer durch ein wahres Winterwunder-land. Auf den Hngen des Bolgentales sieht man nur die feingezeichneten Ornamente einiger Freerider im Schnee und Richtung Sden reiht

    sich Gipfel um Gipfel der Allguer Alpenkette zu einem beeindruckenden Panorama, das man den ganzen Tag im Sonnenschein genieen kann, auch whrend der Brotzeit im Berghaus Schwaben oder im Hrnis Nest an der Gondel-station. Bei einem neuen Angebot in Fischen geht der Blick auf die Bergkulisse und nach Innen. Zeit mit mir heit die meditative Wande-rung, die bis April rund um den Auwaldsee fhrt. Es ist ein beschaulicher, bewusst langsamer Spaziergang, der Zeit lsst, das eigene Lebens-bild neu zu betrachten. Dass die Wanderung im Winter auf dem Programm steht, hat seinen Grund. Die ruhige und klare Atmosphre, die man in der winterlichen Natur findet, ist Inspiration ohne Ablenkung und durch die behutsame Hilfestellung eines einheimi-

    schen Wanderfhrers, wird man vielleicht mehr als nur die Naturschnheiten entlang des Weges entdecken. Die Gsteinformation Fischen gibt unter der Telefonnummer 08326/36460 gern nhere Ausknfte.

    Welche Funktion hat der Sand in der Mischung?

    Wie gesagt, Splitt ist schwer und sinkt nach unten, wenn tagsber die Schneeflche antaut. Nachts wenn es wieder friert, schliet sich das Eis darber und der Weg wre sehr glatt. Sandkrnchen sind viel kleiner und viel leichter. Sie bleiben besser liegen und knabbern gewissermaen die Eisschicht an. Auerdem lsst sich die richtige Mischung aus Split und Sand besser von den Maschinen verteilen. Wenn das ein paar Mal gemacht wur-de, ist die Oberflche so gut verfestigt und griffig, dass man prima vorankommt.

    Das scheint ja eine richtiggehende Wissenschaft zu sein

    kann man so sagen, vor allem sind es aber Erfah-rungswerte aus jahrelangem Winterdienst

    Worin besteht der Unterschied zum Sommerdienst?

    Ganz wichtig sind die jhrli-chen Schulungen, da werden smtliche Mitarbeiter stndig weitergebildet. Man muss wissen, wo man Obacht geben muss und es ist ganz anders, die Einsatzfahrzeuge zu fahren. Wer einen LKW und Traktor fahren kann, muss trotzdem lernen, wie er das Gefhrt mit angehngtem Pflug und Streuer bedienen muss. Unsere Mannschaft wird ganz speziell auf Si-cherheit und Unfallverhtung ausgebildet.

    Im Gegensatz zu den Gehweg