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Zeitung 2010 Ausgabe 2 Web

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I .P.

kslaktuellMai 2010Der Vorsitzenden das Wort Elternwnsche versus LehrerbedrfnisseBei der Tagung des Landesbeirates der Eltern im April stellten sich Elternkandidaten fr den Landesschulrat mit folgenden Argumenten vor: Sie wollten sich einsetzen fr einheitliche Unterrichtszeitmodelle. Es ginge so nicht mehr weiter, wenn von den drei Kindern in der Familie eines am Samstag Schule hat, das andere noch unterrichtsfrei nach der Osterferienwoche und das dritte Kind eine freie Brcke zwischen den Feiertagen. Familie liee sich nicht mehr leicht organisieren, deshalb ist Einheitlichkeit wieder gefragt. Sie wollten sich auch stark machen fr die Verkrzung der Sommerferien, denn es werde zunehmend schwieriger, die Kinderbetreuung fr die zu langen Sommerferien zu organisieren. Keine Sommerbeschftigung hat die Qualitt der Schule, meinte die Elternkandidatin und deshalb sollte die Schule im Herbst frher beginnen. Ein Kompliment fr die Schule? Sicher, aber Schule funktioniert halt eben auch deshalb so gut, weil im September von Lehrerinnen und Lehrern ein gutes Schuljahr geplant wird und weil diese sich in den Sommermonaten so fleiig fortbilden und auf die Schule vorbereiten. Das meinen wir vom KSL. Wir Lehrerinnen und Lehrer wollen das neue Schuljahr mit einem voll gepackten Rucksack beginnen. Nach einer verdienten Erholungspause packen wir in den Rucksack viele neue Ideen und Vorhaben, welche wir in zahlreichen Kursen und Seminaren gesammelt haben. Dann packen wir noch einen effizienten, gut durchdachten und fertig konstruierten Stundenplan, sodass der Unterricht ab dem ersten Schultag schon gut funktioniert. Auerdem kommt in den Rucksack noch die Planung der Projekte, der Wahlfcher und des Wahlpflichtbereichs. Ganz schn voll der Rucksack, und wenn dann noch eine gute Portion Elan und Lust auf das neue Schuljahr mit eingepackt werden, dann sind die Rucksackinhalte eine Gewhr fr ein gutes Ma an Schulqualitt. Deshalb brauchen wir die Ferien. Werden diese gekrzt, dann fehlt das eine oder andere im Rucksack. Auch die Schlerinnen und Schler brauchen Erholung und den ntigen Abstand von der Schule. Nur wenn sie ausreichend Distanz zur Schule erleben, knnen sie sich wieder auf die Schule freuen. Nichts nhrt die Motivation zum Lernen mehr als wieder gewonnene Lust auf Schule, bei Kindern und Lehrern. Verstndlich, dass Eltern aus Arbeitsgrnden oft Schwierigkeiten haben, den Alltag ihrer Kinder mit Beschftigung abzudecken. Schule ist aber mehr als eine Kinderbewahranstalt mit Beschftigungstherapie. Und Kinder haben ein Recht auf sorgsamen Umgang mit ihrer Zeit des Wachsens und Entfaltens. Bald geht es ab in hoffentlich erholsame Ferien und in eine Zeit des Auftankens und Kraft-

Ausgabe

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Versand Postabonnement Art. 2, Komma 20/c, Gesetz 662/96, Bozen erscheint zweimonatlich

Die Bundesleitung informiertINHALT Pdagogische Grotagung KSL-Jahresversammlung 2010 Unterricht aktuell Sportunterricht in der Grundschule Oberstufenreform Lehrer/innen-Berufsbild Nationaler Schulrat CL-Delegiertentagung Termine zum Vormerken RckblickeBischofsmesse in Tscherms

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Pdagogische Grotagung 2010 des KSL und ASM Donnerstag, 2. September 2010

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Bozen, 9.30 Uhr im Neuen Stadttheater Brixen, 15.30 Uhr im Forum Thema:

Was gilt heute? Gedanken ber eine Welt der WerteReferent: Peter FreyEr ist seit dem 1. April 2010 Chefredakteur des ZDF.

Neues Stadttheater, Bozen

Aufgrund der zahlreichen Teilnahme an den vergangenen Grotagungen wird die Veranstaltung heuer an zwei Standorten angeboten, in Bozen fr die westliche Landeshlfte (vormittags) und in Brixen fr die stliche Landeshlfte (nachmittags).

Die Geschftsstelle des KSL hat folgende ffnungszeiten: Montag bis Freitag immer vormittags von 8.30 bis 12.00 Uhr Dienstag & Donnerstag

Forum - Saal Prishna, Brixen Durch die Zweiteilung der Veranstaltung ist es mglich die Veranstaltungsorte mit ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

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Die Bundesleitung informiert KSL Jahresversammlung 2010Einen symboltrchtigen Tag hatte sich der KSL fr seine Jahresversammlung 2010 ausgewhlt, nmlich den 19. Mrz, an dem immerhin der heilige Josef im Kalender steht. Ob es nun der Landespatron war, der diesmal ausnahmsweise viele Vertretungen aus allen Bezirken des Landes nach Bozen lockte oder vielleicht doch Dizesanbischof Karl Golser als Stargast dieser Jahresversammlung, sei dahingestellt, jedenfalls hatte sich der groe Saal im Bozner Kolpinghaus nahezu bis auf den letzten Platz gefllt, als die Versammlung erffnet wurde.

An deren Beginn stand auch diesmal ein kurzer besinnlicher Einstieg, den die geistliche Begleiterin des KSL, Sonja Reinstadler Rossi, nicht nur besinnlich, sondern auch sinnvoll zu gestalten wusste. In einer gleichnishaften Geschichte wurde verdeutlicht, dass es im Leben beides gibt: Steine und Diamanten, dass sich aber oftmals nicht nur ausschlielich die Diamanten als wertvoll erweisen, sondern auch die einfachen Steine, die ihren Wert nicht durch oberflchliches Glitzern und Strahlen, sondern vielmehr in weniger aufflligen Qualitten, wie etwa in ihrer Bestndigkeit offenbaren. Als Erinnerung durfte sich jede/r ein Sckchen mit ihren/seinen persnlichen Edel-Steinen mitnehmen. Moderator Luis Mahlknecht begrte daraufhin neben den zahlreich erschienenen KSL-Mitgliedern auch eine ganze Reihe von Ehrengsten, darunter den bereits erwhnten Bischof Karl Golser, die Schullandesrtin Sabina Kasslatter Mur, Schulamtsleiter Peter Hllrigl sowie die fr das Schulwesen zustndige Bozner Stadtrtin Gretl Rottensteiner. Bezirksobfrau Dagmar Holaus war in Vertretung des Katholischen Tiroler Lehrervereins KTLV eigens aus Osttirol angereist, whrend Christoph Buratti und Hans Clementi den ASM vertraten. Der Landessekretr der Schulgewerkschaft SGB-CISL, Hubert Kainz, zeigte ebenfalls mit seiner Anwesenheit seine Verbundenheit mit dem KSL. Gleich nach der offiziellen Begrung kam es bereits zum ersten Hhepunkt dieser Jahresversammlung, nmlich zum Referat von Bischof Karl Golser, das er unter das Thema Bildung und christliche Ethik gestellt hatte. Die anwesenden Schulleute waren sich wohl mit Moderator Luis Mahlknecht darin einig, dass es einem Lehrerverband, der das K im Namen fhrt, ein Anliegen ist, wenn der hchste kirchliche Reprsentant unseres Landes seine Meinung aus christlicher Sicht zum Thema Bildung kundtut. Der Bischof lie sich auch nicht lange bitten und stellte gleich zu Beginn seiner Ausfhrungen klar, dass er den Sinn und die Hauptaufgabe von Bildung nicht in der alleinigen Wissensvermittlung sieht, sondern vor allem darin, dass den Menschen Antworten auf drngende Fragen gegeben werden. Bischof Golser skizzierte im weiteren Verlauf seiner Rede ein sehr aussagekrftiges Bild unserer Gesellschaft, die hauptschlich auf Fortschritt und Individualismus ausgerichtet zu sein scheint. Aber, so der Bischof, Fortschritt kann nur Fortschritt sein, wenn er dem Menschen dient. Alle technischen Fortschritte und das ausgeklgeltste technische Know-how knnen letztendlich die grundlegenden Sinnfragen zum Leben, zum Leid, zum Tod nicht ausblenden. Bischof Karl meinte dazu, dass neben dem Know-how die Bildung des Herzens, wie er es

nannte, nicht vernachlssigt werden drfe. In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage nach der Moral nicht ausgespart, und der Bischof, der bekanntlich ein anerkannter Moraltheologe ist, betonte nicht nur die Daseinsberechtigung von Moral als Grundlage sittlichen Handelns, sondern er unterstrich auch deren fundamentale Wichtigkeit im Leben der Menschen. Allerdings rumte er gleichzeitig ein, dass Moral und (religise) Werte sozusagen kein kirchliches Monopol mehr darstellen, mehr noch, dass Religion und Kirche progressiv an Bedeutung verlieren, nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Vielzahl von Alternativen zur Verfgung stehen. Daraus ergibt sich wiederum die starke Bedeutung von Bildung, um sich in der Artenvielfalt der Werte zurechtfinden zu knnen, aber auch um dem grassierenden Individualismus, dem damit verbundenen Verlust von Identitt sowie der Vereinsamung und Sprachlosigkeit trotz der Kommunikationsmglichkeiten mit der ganzen Welt entgegen zu wirken. Freiheit und Brderlichkeit, diese berhmten Schlagworte aus der Zeit der franzsischen Revolution stellte Bischof Karl Golser in einen neuen Zusammenhang, und zwar vor den Hintergrund einer christlich geprgten Ethik, die nicht nur die Welt als Schpfung, sondern auch den Menschen als Geschpf Gottes achtet und respektiert. Gleichzeitig mahnte er aber auch Glaube, Liebe, Hoffnung als Motivation fr pdagogisches Handeln an und er forderte eine Globalisierung der Solidaritt ein. Der Weg geht ber das Vorbild meinte der Bischof und er nannte Mutter Teresa, die vor 100 Jahren geboren wurde, als nachahmenswertes Beispiel konkret gelebter Solidaritt. Bischof Golser schloss seine Ausfhrungen mit einer Geschichte, in der ein weiser Rabbiner seine Schler fragt Wann weicht die Nacht dem Tag? und gleich selbst die Antwort gibt, die sinngem so lautet: Nicht in der Pracht eines Sonnenaufgangs, sondern wenn du in die Augen deines Nchsten sehen kannst. Nach dem ebenso spannenden wie tiefgrndigen Referat von Bischof Karl Golser, der brigens das erste Mal offiziell vor den Lehrern gesprochen hat, war es fr die Schullandesrtin Sabina Kasslatter Mur kein leichtes Unterfangen, in die Niederungen der lokalen Bildungspolitik zurckzukehren. Geschickt nahm sie jedoch den Ball auf und nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, ihrerseits einige berlegungen zum Thema Bildung anzustellen. Ihrer Meinung nach zielt Bildung hauptschlich darauf ab, ein reflektiertes Verhltnis zu sich, zu anderen und zur Welt zu haben. Dabei sei es wichtig, gleichermaen Wissen, Kompetenzen und Werte zu vermitteln. Ausgehend vom allgemeinen Anliegen, Individuen zu frdern und zu Gemeinwesen zu

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Die Bundesleitung informiert

formen, leitete die Landesrtin einen (weiteren) Auftrag fr die Schule ab, nmlich sinnstiftend zu wirken. Frau Kasslatter Mur sprach den Lehrerverbnden in diesem Zusammenhang Dank und Anerkennung aus, nicht zuletzt auch fr die vielen Fortbildungsangebote, die wesentlich dazu beitragen, die Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Persnlichkeit wie auch in ihrer Professionalitt strken. Die Landesrtin ging in ihrem Referat aber auch auf die neuen bildungspolitischen Herausforderungen ein. Trotz der Trendwende im Sdtiroler Landeshaushalt, der heuer erstmals nicht mehr wachsen, sondern eher schrumpfen, aber trotzdem immer noch gut bestckt sein wird, ist man zuversichtlich, dass der bestehende Stellenplan in den Schulen im Wesentlichen gehalten werden kann. Bei der LehrerInnenausbildung sieht die Landesrtin im Bereich Kindergarten und Grundschule keine groen Probleme, wohl aber fr die Kollegen der Mittelund Oberschule, da eine zufriedenstellende Regelung der so genannten Spezialisierung und damit das Erreichen der Lehrbefhigung noch ziemlich in den Sternen steht. Die anstehende Oberstufenreform, die sich derzeit im Fokus der Bildungspolitik befindet, wollte Landesrtin Kasslatter Mur als Zeichnung einer neuen Bildungslandschaft verstanden wissen, die aus der Perspektive der jungen Menschen zu gestalten sei. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Erfahrungen, die man bei der Reform der Unterstufe gemacht hat, bei der Bewltigung der neuen Aufgaben hilfreich sein werden. Schulamtsleiter Peter Hllrigl sekundierte seinen beiden Vorrednern und griff seinerseits den Gedanken ber die Bedeutung von Bildung auf. Er konkretisierte diesen aber vor allem in Bezug auf die bevorstehende Oberstufenreform. Dabei brachte er ein bedeutungsvolles Bild ins Spiel, indem er das Bildungssystem in Sdtirol mit einem wunderschnen Haus verglich. In diesem Haus gibt es verschiedene und auch hchst unterschiedliche Stockwerke, wobei aber bisher das Stiegenhaus nahezu unbercksichtigt geblieben ist. Nun msse man auch an das Stiegenhaus denken und Verbindungen zu den einzelnen Stockwerken schaffen, damit Bildung unter einem Dach Wirklichkeit werden knne, so der Schulamtsleiter. Dabei sei es von groer Wichtigkeit, dass man die notwendigen Diskussionen im Gegensatz zum brigen Staatsgebiet, wo aufgrund der Sparplne der Regierung mit rigorosen Stellenstreichungen zu rechnen ist, ohne Existenzangst fhren knne. Den Dank von Schulamtsleiter Peter Hllrigl an die Adresse des KSL fr dessen wichtige Arbeit im Ttigkeitsfeld Bildung und Schule nahm die Vorsitzende Sonia Klotz Spornberger gerne und mit Freude entgegen. Sie meinte, der KSL werde die Umbauarbeiten in den oberen Stockwerken des Bildungsgebudes mit Interesse beobachten, eine eventuelle Absicht, sich nach den Turbulenzen der Unterstufenreform gemtlich zurcklehnen zu wollen, stellte sie jedoch entschieden in Abrede. Wir haben noch genug zu tun, meinte die KSL Vorsitzende und verwies etwa auf die anstehende Umsetzung der Rahmenrichtlinien. Auf diese Aufgaben und auf die Herausforderungen, die die Bewertung mit sich bringt, ging Sonia Klotz Spornberger vor allem im ersten Teil ihres Jahresberichtes 2009 ausfhrlich ein. Dabei vertrat sie einmal mehr die Meinung des KSL, wonach die beiden Eckpunkte Rahmenrichtlinien und Bewertung einheitlich sein sollten, mit dem Ziel, Chancengleichheit fr alle Schlerinnen und Schler zu schaffen, dass der Weg dazwischen aber durchaus unterschiedlich bzw. autonom verlaufen kann. Die KSL Vorsitzende konnte auch diesmal durchwegs konstante Seite 4

Mitgliederzahlen im Verband der GrundschullehrerInnen, die sich bei 3.000 eingependelt haben (zwei Drittel im Schuldienst, ein Drittel im Ruhestand), vermelden. Sie zeigte sich erfreut ber die vielfltigen Ttigkeiten in den KSL -Bezirken, die zurzeit flchendeckend in ganz Sdtirol aktiv sind. Den Bezirksobleuten, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen, die sich fr den KSL einsetzen, dankte Sonia Klotz Spornberger fr ihre wertvolle ehrenamtliche Arbeit. Sie rief die Kolleginnen und Kollegen im Land dazu auf, sich weiterhin fr den KSL einzubringen und sich auch fr eine Kandidatur im Hinblick auf die Neuwahl der KSL - Bundesleitung, die im November 2010 wiederum fllig ist, zur Verfgung zu stellen. Die Verbandsttigkeit der KSL-Bundesleitung grndet sich auf vier tragende Sulen und dementsprechend gliederte sich auch der Ttigkeitsbericht der Vorsitzenden. Einen wichtigen Bereich bildet dabei die Vertretung des Berufsstandes bei der Landespolitik, der Schulverwaltung, bei Gewerkschaften, Lehrer- und Elternverbnden wie auch die Vertretung der Lehrerschaft in der ffentlichkeit und in den Medien. Wie arbeitsintensiv allein dieses Ttigkeitsfeld ist, beweist schon die Auflistung der vielen Sitzungen und Treffen, an denen die Vorsitzende selbst oder Mitglieder der Bundesleitung teilgenommen haben. Dabei ist der KSL stets als kompetenter Gesprchspartner akzeptiert worden und man hat auch einiges fr die LehrerInnen und fr die Schule erreicht, zeigte sich die Vorsitzende zufrieden. Das zweite Standbein in der KSL Arbeit stellt nach wie vor die Zusammenarbeit mit Institutionen und Verbnden dar. Dabei strich die Vorsitzende nicht nur die gute Beziehung zur Gewerkschaft und zu befreundeten Verbnden in sterreich und Deutschland hervor, sondern auch die verschiedenen Dienstleistungen und (Fortbildungs)Veranstaltungen, die der KSL gemeinsam mit dem ASM den Lehrerinnen und Lehrern im Land anbietet. Die Arbeitsgruppen im KSL sorgen dafr, dass die Angebote des Verbandes auch an der vielzitierten Basis ankommen, etwa im Bereich der Fortbildung, wo jedes Jahr ein attraktives und gern besuchtes Programm erstellt wird, sowie bei den religisen Angeboten, den Fahrten und Bildungsreisen und in der Redaktion von ksl aktuell. Die Verbandszeitung mchte die Vorsitzende in Zukunft allerdings verstrkt als interaktives Kommunikationsmittel genutzt wissen, was soviel heit, dass sie sich mehr Beitrge aus den Bezirken wnscht. Nicht zuletzt ist im KSL auch eine uerst rhrige Pensionistengruppe aktiv, deren interessante Angebote nicht nur von den Kollegen im Ruhestand gern konsumiert werden, sondern auch zunehmend Zulauf aus den Reihen der Aktiven bekommen. Als vierte Sule in der Verbandsttigkeit bezeichnete Sonia Klotz Spornberger die finanzielle Untersttzung der Fortbildung im Ausland und von Ttigkeiten der Bezirke im Rahmen der geltenden Kriterien, aber auch die finanzielle Hilfestellung bei in Not geratenen Kolleginnen und Kollegen. In diesem letzten Punkt sieht die Vorsitzende allerdings die Notwendigkeit gegeben, die Kriterien auf den Prfstand zu stellen und gegebenenfalls anzupassen. Mit einem umfassenden Dank, besonders an die Landesregierung fr die grozgige Untersttzung der KSL Ttigkeit, aber auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im KSL Bro, in der Bundesleitung und in den Bezirken rundete die Vorsitzende Sonia Klotz Spornberger ihren Bericht ab. Mit Blick auf die Zukunft meinte sie abschlieend: Der KSL sieht sich als Partner im Netzwerk des Sdtiroler Bildungssystems. Aufmerksam und kritisch haben wir uns immer in der Schulentwicklung eingebracht und sind auch gehrt worden. [ ... ] Die Bildungspolitik wird sich nun vermehrt der Oberschulreform zuwenden. Wir werden auch diese mit Interesse verfolgen und begleiten. Denn wir fhlen uns der gesamten Lehrerschaft Sdtirols zugehrig und solidarisch und erstreben eine gute Zusammenarbeit aller Partner innerhalb unserer Berufsgemeinschaft.

Die Bundesleitung informiert

Die stolze Bilanz des KSL, die sich sowohl im reichhaltigen Programm wie auch in der vielfltigen Ttigkeit manifestiert, konnte Kassier Markus Kofler mit eindrucksvollen Zahlen untermauern. So werden beispielsweise nicht weniger als 132.595 allein fr die Lehrerfortbildung ausgegeben, wobei die Landesbeitrge den Lwenanteil dieser Summe ausmachen. Aber auch die Mitgliedsbeitrge knnen sich durchaus sehen lassen. Drei Euro gehen von jedem Mitgliedsbeitrag in den Solidarittsfonds, der, wie bereits erwhnt, fr Kolleginnen und Kollegen in Not-, Krankheits-, Unglcks- oder Katastrophenfllen als finanzielle Soforthilfe zur Verfgung steht und als solche auch genutzt werden sollte. Dem Geschick des Tagungsleiters Luis Mahlknecht, aber auch der Disziplin der Redner war es wohl zu verdanken, dass man trotz des umfangreichen Programms mit der Jahresversammlung bereits vor dem angepeilten Endzeitpunkt fertig war. Der angekndigte Liedermacher Alfred Mair lie sich mit seiner Ankunft noch etwas Zeit, mglicherweise aus Erfahrung mit anderen Versammlungen solcher Art. So musste der Moderator improvisieren, nachdem auch kein rechtes Bedrfnis fr eine Diskussion aufzukommen schien und einzig der Wunsch nach einer Fortsetzung der ehemals erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen KSL und ASM mit groem Nachdruck deponiert wurde. So konnte Schulamtsleiter Peter Hllrigl die ihm zugedachte Rolle des Blitzableiters getrost vernachlssigen. Die Verlosung von drei Tagesfahrten vermochte hingegen die heitere Atmosphre zum Schluss der Veranstaltung nur noch zu verstrken, wobei Maria Caumo Figl, Alfred Wild und Marianne Morin Prader als die glcklichen Gewinner des groen Loses gezogen wurden. Nachdem alle beim kstlichen Bffet in der Tiroler Stube versammelt waren, hatte der inzwischen aus Gais eingetroffene Liedermacher und Religionslehrer Alfred Mair (der, nebenbei bemerkt, auch ein gefragter Referent bei den Sprechseminaren des KSL ist) seine Gitarre gestimmt und gab nun einige Lieder seiner neuen CD Strmend durch die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes zum Besten. Besonders das berhrende Lied ber Josef Mayr-Nusser, der (wie Mutter Teresa) vor 100 Jahren geboren wurde und dessen Todesjahr sich heuer zum 65. Mal jhrt, vermochte tief zu beeindrucken. Aber auch die heitere Note kam in den Liedern von Alfred Mair nicht zu kurz und sie setzten einen harmonischen Schlusspunkt ber die KSL Jahresversammlung 2010. Paul Peter Niederwolfsgruber

der wunsch, dass die bezirke in der zeitung mehr prsent sein sollten, kommt von der bundesleitung somit erlaube ich mir einen kleinen beitrag unter dem titel aus kindermund und kinderhand zu schreiben mit anekdoten von verschiedenen schulstellen schler haben von tieren geschrieben der seeadler ist ein gefhrdeter greifvogel ein seeadler brtet seit 50 jahren in den donauauen ein seeadler legt zwei eier nach drei monaten knnen sie fliegen

der braunbr der braunbr frisst bis er genug hat danach knnen die anderen bren kommen der braunbr lebte bei uns bis mein grovater kam

mensch in der religionsstunde erklrt der herr pfarrer : der liebe gott hat den menschen aus feuchtem lehm gemacht . und fragt was hat er anschlieend getan schler sollten antworten : nachher hat er ihm die seele eingehaucht ein schler hat nicht aufgepasst und wird gefragt antwort : nachher hat er ihn an einen zaun gestellt zum trocknen ludwig schpf

Maria Caumo Figl, Alfred Wild, Marianne Morin Prader

A.E. Mair, Liedermacher Seite 5

InformationenUnterricht aktuell

Lernstrungen - Nadelhr SchuleAm 24. Februar 2010 fand eine stark besuchte Tagung des Deutschen Schulamtes zu aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen im Bereich der Lese-Rechtschreib-Strung, der Aufmerksamkeitsdefizitstrung und der Rechenstrung statt. Drei anerkannte Fachleute referierten aus ihrem Fachgebiet. Waldemar von Suchodoletz, Leiter der Abteilung fr Entwicklungsfragen der Poliklinik fr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen, informierte zum neuesten Stand der Diagnostik, Ursachen und Frderung bei Lese-Rechtschreib-Strung. Petra Kspert, Lehrbeauftragte an der Universitt Wrzburg, sprach zum Thema Dyskalkulie kann man behandeln und Kurt Czerwenka, Leiter des Instituts fr Schul- und Hochschulforschung der Universitt Lneburg, berichtete ber Erscheinungsformen, Diagnostik und pdagogische Begegnungsmglichkeiten bei Aufmerksamkeitsdefizitstrungen AD(H)S. Was versteht man unter einer Lernstrung? Nach den international anerkannten Diagnosekriterien (ICD-10, 2005) der Weltgesundheitsorganisation, werden Lernstrungen durch das Vorliegen erwartungswidriger Minderleistungen im Bereich des Lesens, der Rechtschreibung und des Rechnens definiert. Die Leistung liegt dabei deutlich unter dem aufgrund des Alters, der allgemeinen Intelligenz und der Beschulung erwartbaren Niveau. Der Begriff Lernstrung lsst sich klar von einer Lernbehinderung oder einer Lernschwche abgrenzen. Lernschwchen treten nur in konkreten Situationen unter bestimmten Bedingungen auf und mssen deshalb auch in diesen Situationen analysiert und charakterisiert werden. Erst eine ungengende Passung der Voraussetzungen des Lernenden mit den Lernanforderungen fhrt dazu, dass Schwierigkeiten auftreten und sich verfestigen (Schulz 1994, S. 6-7). Whrend bei einer Lernbehinderung eine umfngliche, langdauernde und schwerwiegende Beeintrchtigung des Lehr-/ Lerngeschehens vorliegt, versteht man unter einer Lernstrung eine Beeintrchtigung der Lernprozesse in einem enger begrenzten Bereich. Erlebt ein Kind in der Schule laufend Misserfolge und werden dadurch seine Zuversicht und seine Freude am Lernen empfindlich geschwcht, dann kann sich eine Lernstrung zu einer Lernbehinderung ausweiten und verfestigen. Lese- Rechtschreibstrung Ursachen- Diagnostik Frderung Viele Ursachen sind fr die Legasthenie denkbar, von den Genen bis zur Unterrichtsmethode. Die Ursachenforschung beginnt im Erbgut. Auf ein Gen im Chromosom 15, das mit der LRS in Verbindung gebracht wird, stie 2003 der Molekularbiologe Juha Kere an der Universitt Helsinki. Dieses bestimmte Gen wirkt offenbar auf die Gehirnfunktion ein, um Bedeutung tragende Laute unterscheiden zu knnen. Auch auf Chromosom 6 suchen Forscher genetische Aufflligkeiten. Mithilfe der Kernspintomographie konnte bereits nachgewiesen werden, dass bei Legasthenikern bestimmte Areale der linken Gehirnhlfte eine niedrigere Aktivitt aufweisen, als bei Menschen ohne Leseschwche. An dieser Stelle verarbeitet das Gehirn Klnge. Probleme beim Erkennen von Lauten und Reimen oder das Heraushren von Lauten in einzelnen Wrtern, gehren zu den Symptomen der Legasthenie. Im Vergleich zu nicht legasthenen Kindern, so das Ergebnis einer Studie, die der Psychologe Uwe Tewes von der Medizinischen Hochschule Hannover 2003 machte, zeigten LegasthenieBetroffene auch deutliche Schwchen in ihren Basisfertigkeiten. Nach verschiedenen Studien sind ca. 4% bis 8% der Schler von einer Legasthenie betroffen.Seite 6

Eine Lese-Rechtschreibstrung zeigt sich in der Schule als deutliche Beeintrchtigung der Entwicklung der Lese- und Rechtschreibfhigkeit. Einige Kinder haben lediglich Schwierigkeiten im Bereich der Rechtschreibung, whrend die Lesefertigkeiten durchschnittlich ausfallen, so dass hier von einer isolierten Rechtschreibstrung gesprochen wird. Die Probleme im Lesen zeigen sich bereits zu Beginn der Schulzeit durch Verzgerungen und Schwierigkeiten beim Erkennen von Buchstaben. Betroffen sind das Leseverstndnis, die Fhigkeit, gelesene Worte wieder zu erkennen und laut vorzulesen. Es treten Lesefehler wie Auslassen, Ersetzen, Verdrehen oder Hinzufgen von Worten oder Wortteilen und Vertauschen von Wortteilen im Satz auf. Besonders auffllig ist eine deutlich reduzierte Lesegeschwindigkeit. Insgesamt beansprucht der Leseprozess sehr viel Anstrengung und Aufmerksamkeit. Die Rechtschreibprobleme sind charakterisiert durch Umstellung der Buchstabenreihenfolge, Auslassungen oder Einfgungen von Buchstaben im Wort, Regelfehler (z.B. Missachtung der Gro/Kleinschreibung, Buchstabenverdoppelung oder Dehnung) und Wahrnehmungsfehler (z.B. Verwechslungen von Lauten wie d/t, b/p oder g/k). Kennzeichnend fr die Rechtschreibprobleme sind weniger typische Fehler als vielmehr eine groe Anzahl von Fehlern. Dabei zeigt sich oftmals eine Fehlerinkonstanz, d.h. ein Wort wird immer wieder unterschiedlich falsch geschrieben. Fazit des Referenten Suchodoletz Eine LRS ist ein erhebliches Entwicklungsrisiko. Eine Therapie ist dringend erforderlich. Voraussetzung fr eine Therapie ist eine ausfhrliche Diagnostik. Bausteine einer Behandlung Gezielte Lese- und Rechtschreibfrderung Psychische Stabilisierung Optimierung des Umfelds Der Unterricht fr Kinder mit einer Lese- Rechtschreibstrung muss expliziter sein. Mit anderen Worten, Kinder mit Lesestrungen mssen gezielt in all den Dingen unterrichtet werden, die sie brauchen, um gute Leser zu werden. Expliziterer Unterricht bedeutet fr die Lehrer nicht nur, dass sie mehr Zeit investieren mssen, sondern auch, dass sie bessere Kenntnisse ber Lernprozesse und Sprache bentigen. Der Leseunterricht fr Kinder mit Strungen muss nicht nur expliziter, sondern auch intensiver sein. Ein intensiverer Unterricht ist nicht nur deshalb wichtig, weil Kinder mit Lesestrung mehr Zeit brauchen, um diese Fertigkeit zu erlernen, sondern setzt auch voraus, dass mehr Dinge direkt vom Lehrer vermittelt werden

InformationenUnterricht aktuellmssen. Wird der Leseunterricht fr Kinder mit Lesestrungen gegenber dem normalen Unterricht nicht intensiviert, werden die betroffenen Kinder in ihrer Leseentwicklung zwangslufig hinter ihren Altersgenossen zurckbleiben. (Torgesen, 2004). Grundprinzipien effektiver LRS- Frderprogramme Training schriftsprachrelevanter (Teil)Fertigkeiten Vermittlung von rechtschreib- bzw. leserelevanten Lernstrategien Erhhung von Lernmotivation und SelbstwertgefhlCharakteristika effektiver LRS- Frderprogramme

Orientierung an den Stufen des Schriftspracherwerbs Vermittlung von Einsichten durch Verbalisierung Bercksichtigung heilpdagogischer Prinzipien Abstimmung auf den individuellen Leistungsstand aktive Beteiligung Untergliederung in kleine Schritte unmittelbare Verstrkung hufiges Wiederholen

Therapieangebote ohne spezifische Wirksamkeit Training psychischer Basisfunktionen (auditiv, visuell, kinsthetisch, motorisch ..) Krperorientierte Verfahren (Reflex-, KISS- Therapie, Osteopathie, Edu- Kinestetik) Medikamente, Homopathie, Diten Psychotherapie, tiergesttzte Verfahren (erreichen psychische Stabilisierung, aber keine unmittelbare Verbesserung von Lesen und Schreiben) Nicht lerntheoretisch orientierte Programme (z.B. Davis-Methode, NLP) ber neue Erkenntnisse zu Rechenschwche und AD(H)S, Erscheinungsformen, Diagnostik und Pdagogische Begegnungsmglichkeiten wird im nchsten ksl-aktuell eingegangen. Helga Pircher

Politiker und Verwalter hatten ihren medialen Auftritt. Basierend auf einer Befragung durften sie der breiten ffentlichkeit verknden, dass es mit dem Sportunterricht an Sdtiroler Grundschulen nicht zum Besten stehe. Was brachte diese Studie nun wirklich an neuen Erkenntnissen? Dass der Sportunterricht in der Schule und insbesondere in der Grundschule von vielen als wichtig empfunden werde, dass Grundschullehrpersonen keine ausgebildeten Sportpdagogen sind, dass die Rahmenbedingungen fr einen gelingenden Sportunterricht, wie Turnhallen und Sportgerte nicht an allen Schulen in ausreichendem Mae verfgbar sind. Wen wundert es da noch, wenn die Zufriedenheitsbilanz mit dem Sportunterricht in der Grundschule auch von vielen Insidern sprich Lehrpersonen und Direktoren eher bescheiden ausfllt. Streng genommen, brachte die Erhebung zum Sportunterricht kaum Neues und eine hnlich aufgebaute Untersuchung in den Fachbereichen Musikerziehung, Technik, Kunst usw., wrde untersttzt von interessierten Krei-

sen aller Voraussicht nach zu vergleichbaren Resultaten fhren. Vielleicht sind wir in den nchsten Jahren soweit, die bisherige, ganzheitliche Ausrichtung der Grundschule zeigt erste Auflsungsszenarien und muss Platz machen dem Fachunterricht, d.h. dem Fachexperten? Dies, obwohl namhafte Pdagogen und Psychologen davor warnen und wiederholt die Notwendigkeit einer ganzheitlichen und fcherbergreifenden Ausrichtung allen Unterrichtes in der Grundschule fordern. Nach ihren berzeugungen, bzw. wissenschaftlichen Erkenntnissen ist erst mit zunehmendem Schulalter ein erweiterter Fachunterricht fr Schlerinnen und Schler vertretbar. Zumal obige Erhebung auf diese Grundkonzeption unterrichtlichen Handelns in der Grundschule nicht eingeht und diese nicht mitdenkt, bleiben die Ergebnisse oberflchlich, sie animieren womglich zu medialen und anderen unberlegten Schnellschssen und schdigen nachhaltig auch gut geleistete Arbeit im Bereich Sport und Bewegung an vielen Grundschulen Sdtirols. Seite 7

Womit wir jedoch schnellstens beginnen knnen und mssen: Wir brauchen ein verbessertes Konzept der Lehrerausbildung. Die Anforderungen fr den Unterricht in der Grundschule sind enorm gestiegen und die Lehrerausbildung muss endlich damit Schritt halten, im Idealfall Entwicklungen sogar vorwegnehmen. Eine Reform der Lehrerausbildung ist berfllig, zu viele Bereiche decken derzeit die Fortbildung, verschiedene Projekte und das persnliche Interesse am Sport ab, das reicht auf Dauer nicht aus. Die Erhebung zum Sportunterricht in der in der Grundschule belegt dies eindeutig. Roland Thaler

Informationen

Kurzer berblick ber die OberstufenreformAlle reden davon, doch kaum jemand kennt die Inhalte, welche die Reform vorsieht. Deshalb wird hier ein berblick ber die staatliche Neuordnung aufgezeigt. Anlsslich der Frhlingstagung des Landesbeirates der Eltern informierten Landesrtin Sabina Kasslatter Mur und Schulamtsleiter Peter Hllrigl ber die bevorstehende Oberstufenreform. Sie erluterten die Grundzge der Reform, wie sie derzeit bekannt sind. Demnach sind in Zukunft nur mehr drei Schultypen vorgesehen: Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsbildende Schulen. Bei den Gymnasien sind 6 Typologien vorgesehen: Klassisches Gymnasium, Realgymnasium, Sprachengymnasium, Humanwissenschaftliches Gymnasium (Pdagogisches), Kunst- und Musikgymnasium. Das Gymnasium besucht, wer ein Universittsstudium anstrebt. Es soll 2 Typologien der Fachoberschulen geben. 1. Fachoberschulen fr Wirtschaft mit 2 Fachrichtungen: Verwaltung, Finanzwissenschaften und Marketing Tourismus 2. Technologische Fachoberschulen mit 9 Fachrichtungen: a. Maschinenbau, Mechatronik und Energie b. Transport und Logistik c. Elektronik und Elektrotechnik d. Informatik und Telekommunikation e. Grafik und Kommunikation f. Chemie, Materialkunde, Biotechnologien g. Mode h. Landwirtschaft und Agrarindustrie i. Bauwesen und Umwelt Die Fachoberschulen sollen einen Bezug zum Arbeitsmarkt haben, ermglichen aber auch ein Universittsstudium in einem speziellen Fachbereich. Die berufsbildenden Oberschulen (bisher Berufsschulen ohne Lehre, also nur Vollzeitangebote und Lehranstalten) unterscheiden sich in 2 Typologien:

Das Wort zum MitdenkenUnd da waren sie wieder mehrere an der Zahl die Ereignisse, die aufhorchen lieen, die uns den Atem nahmen, die uns verstummen lieen, die uns zum Innehalten aufforderten: Das tragische Zugunglck, die Aschewolke und die Ereignisse in der Katholischen Kirche. Viele Kommentare, viele Bedenken, viele Meinungen, ngste und auch Unverstndnis. Ohne Worte stand auch ich vor einigen Tagen vor dem Fernseher und sah fassungslos auf die Bilder aus dem Vinschgau. Das war nicht zu glauben zu verstehen! So etwas gibt es in Indien, in Russland , in Amerika, aber doch nicht hinter meiner Haustr. Hilflos und ohnmchtig sah ich auf den Bildschirm. Hoffentlich kenne ich niemanden von den Opfern, kam mir in den Sinn. Auch mein Gehirn war scheinbar nicht fhig, einen sinnvollen Gedanken zu fassen. Als ob es nicht egal wre, ob mir die Opfer bekannt oder unbekannt sind. Aber man ist geschockt und hilflos. Was also tun dafr dagegen? Ich habe spontan meine HeiligeAntonius- Kerze angezndet und gebetet. Das hilft mir immer! Mir und hoffentlich allen, die betroffen sind! Und das ist auch das einzige, was ich in diesen Momenten tun konnte. Am nchsten Tag in der Schule waren es meine Kinder der fnften Klassen, die ganz spontan den Wunsch uerten wir wollen beten! Ich habe sechzig Kinder in den fnften Klassen, ich habe sechzig verschiedene Gebetsaussagen von meinen Schlern gehrt. Eine davon lautete: Ich mchte beten fr alle Menschen, die einen Toten oder Verletzten zu beweinen haben und auch fr alle, die ihr Leben eingesetzt haben, um zu retten. Ich habe groen Respekt vor ihnen. Mehr ist nicht hinzu zu fgen! Fr mich war einige Tage spter der Moment gekommen, ber das Geschehen nachzudenken. Meine Schlussfolgerung war: Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurckkehren wirst (Text aus der Achermittwoch-Liturgie). Jeder Tag kann dein letzter sein und ER allein entscheidet, wann das ist also lebe so als wre jeder Tag dein letzter. Lass keine Sekunde deines Lebens ungenutzt und lebe gut fr dich und deine Mitmenschen und sei DANKBAR fr jeden Moment deines Lebens, den du leben darfst! In diesem Sinne wnsch ich euch gute Lebenszeit fr noch lange Zeit!

1.

Berufsbildende Oberschulen fr Industrie und Handwerk

2. Berufsbildende Oberschulen fr Dienstleistungen mit insgesamt 5 Fachrichtungen: Landwirtschaft und Entwicklung des lndlichen Raumes Instandhaltung und technische Wartung

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Lehrerinnen- und LehrerberufsbildUnterschiede und Gemeinsamkeiten in Bayern, in der Schweiz, in sterreich und in Sdtirol Im Rahmen einer Seminarfolge zum Berufsbild sind je ein Referent aus Bayern, aus der Schweiz und aus sterreich eingeladen worden.

Bayern Die Referentin Simone Fleischmann, Mitarbeiterin im Bayrischen Lehrerinnen- und Lehrerverein, BLLV, stellte den Beschluss der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2000 vor, nach welchem das Lehrerbild folgendermaen definiert wird: Lehrer sind Fachleute fr das Lernen Lehrer haben eine Erziehungsaufgabe Lehrer ben ihre Beurteilungsaufgabe aus Lehrer entwickeln ihre Kompetenzen stndig weiter Lehrer beteiligen sich an der Schulentwicklung Lehrer untersttzen die interne und externe Evaluation Lehrer knnen Untersttzung erwarten von der ffentlichkeit, den Eltern, der Wirtschaft, den Hochschulen, den Medien und der Politik Die Achtung und Anerkennung ihres Berufes und ihrer Ttigkeit in der Gesellschaft sind entscheidende Voraussetzungen, damit Lehrerinnen und Lehrer ihre schwierige Aufgabe bewltigen knnen.

Schweiz Beat Zemp, Bundesprsident des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, LCH, beschrieb in seinem Referat das Lehrerberufsbild in der Schweiz: Die Lehrpersonen in der Schweiz genieen ein hohes Ansehen in der ffentlichkeit, beziehen im europischen Vergleich ein gutes Gehalt, leisten aber auch eine hohe Stundenverpflichtung (30 Unterrichtsstunden pro Woche). Deshalb entscheiden sich zwei Drittel der Lehrpersonen aus psychohygienischen Grnden fr die Teilzeitarbeit. Laut einer Studie gibt es in der Schweiz eine hohe Berufszufriedenheit. Ihr Berufsleitbild ist in 10 Standesregeln festgeschrieben:

1.Erfllung des Bildungsauftrages 2.Professionelle Unterrichtsfhrung 3.Mitwirkung im Schulteam 4.Qualittssicherung und entwicklung 5.Fhrung und Verantwortung 6.Zusammenarbeit mit den Partnern 7.Vertraulichkeit 8.Einhalten von Vorschriftensterreich Laut Ausfhrungen des Referenten Prof. Johann Behofer, Dozent an der Pdagogischen Hochschule Burgenland, beschftigt die sterreichische Schule zurzeit vorwiegend die Einfhrung der Einheitsmittelschule. Diese Problematik spaltet Politik und Gesellschaft. Die Lehrerinnen und Lehrer fhlen sich von der Politik eingeengt und wnschen sich mehr Gestaltungsfreiraum und Anerkennung in der Gesellschaft. Der groe Mangel an Junglehrern knnte sich in Zukunft negativ auf die Schulqualitt auswirken. Eine Reform jagt die nchste, wobei der Referent bemngelt, dass die humanistische Grundlage des europischen Menschenbildes der Wrde und Freiheit in den Bildungsreformen nicht immer

Sdtirol hat das Berufsbild der Lehrerinnen und Lehrer in einer Broschre, welche von den Lehrerverbnden ASM und KSL im Jahre 2007 herausgegeben wurde, festgeschrieben, zum Zwecke folgender Zielsetzungen: Zur Klrung der beruflichen Identitt Zur Strkung der Professionalitt Zur Orientierung fr die Evaluation der eigenen Arbeit Zur Aufwertung des Lehrerberufes in der ffentlichkeit Zur Orientierung fr die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung Die Broschre beschreibt die Ttigkeiten und Aufgaben der Lehrperson, ihre grundlegenden Kompetenzen, persnlichen Haltungen und

Lehrersein ist keine Arbeit wie jede andere: Nur in wenigen Berufen geht es um so schwerwiegende Risiken, wie schlechte Lehrer sie den ihnen anvertrauten Schlerinnen und Schlern aufhalsen; nur fr wenige Berufe ist so viel Gromut, Moral, Engagement und vor allem Begeisterung und Hingabe ntig. Nur wenn die Politik intensiv versucht, fr diesen Beruf die Besten zu gewinnen und zu frdern, jene Mnner und Frauen von Format, deren Lob in den Bildungssystemen aller Lnder und Zeiten gesungen worden ist, wird sie den Beruf des die Jugend Bildenden zu dem machen knnen, was er sein soll: Zum ersten unter den Berufen. Das College de France Seite 9

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Neues aus dem Obersten SchulratAn der anstehenden Oberschulreform bzw. Oberstufenreform wird zurzeit eifrig gebastelt. Immerhin soll sie ja bereits ab dem kommenden Herbst italienweit umgesetzt werden (in Sdtirol ist es dann ein Jahr spter soweit). Dr. Franz Josef Oberstaller, Sdtirols Vertreter im Obersten Schulrat, informiert uns dankenswerterweise regelmig ber die Arbeit des Gremiums. Es gibt eine Menge zu tun, wei er zu berichten, etwa bei der Neueinteilung der Wettbewerbsklassen, die auch eine akzeptable Lsung fr die berzhligen Lehrpersonen mit sich bringen soll. Vor dem September 2010 mssen noch die Dekrete zu den Wettbewerbsklassen, die Einrichtung und Aktivierung von Fachrichtungen, die Rahmenrichtlinien fr die Gymnasien und die Richtlinien fr die Fachoberschulen und Lehranstalten geregelt bzw. verabschiedet werden. Dazu sind noch viele Details offen und einige kritische Punkte zu klren. Die Information der Eltern soll jedenfalls mithilfe von Broschren und auch ber das Internet erfolgen. Wie strikt die Einsparungen im Personalsektor geplant ist die Streichung von 84.000 Stellen - sein wird, muss sich noch zeigen, jedenfalls scheint das Finanzministerium in dieser Angelegenheit einen konsequenten Kurs fahren und dem Unterrichtsministerium nur die Summe abzglich der zwingenden Einsparungen berweisen zu wollen. Die so genannte zentrale, d.h. italienweit einheitliche Arbeit fr den Teil II der 3. schriftlichen Maturaarbeit in Sdtirol wird es im kommenden Juni noch nicht geben, nachdem das Ministerium der Meinung ist, dass die Zustndigkeit der Prfungskommissionen nicht geschmlert werden darf. Die Amtsdauer des Obersten Schulrates wurde brigens bis 31.12.2010 verlngert, sie geht nun in ihr 14. Lebensjahr. In der Vollversammlung dieses Gremiums am 27. und 28. April wurden den Rahmenrichtlinien fr die Grund- und Mittelschule der Provinz Trient ein positives Gutachten erteilt. Einige wesentliche Merkmale sind die Einteilung in 4 Biennien, 26 Wochenstunden in der GS mit 4 zustzlichen Stunden als Angebot zur freien Wahl, 30 Stunden in der MS, wovon 3 Stunden Pflichtwahlfcher sind, die zentrale Stelle der Fcher Italienisch und Mathematik sowie die 2 Fremdsprachen Deutsch und Englisch. Dann wurde das Gutachten der Rahmenrichtlinien fr die Gymnasien vorbereitet. Dabei wurden folgende kritische Punkte angefhrt: Die staatlichen Rahmenrichtlinien hneln zumindest teilweise noch traditionellen Lernprogrammen. Eine genauere Festlegung der Schlsselkompetenzen am Ende des 1. Bienniums der Gymnasien zur Erfllung der Schulpflicht wre erstrebenswert. In allen Fchern sollten vor allem die zu erreichenden Kompetenzen angefhrt werden anstatt der zu bearbeitenden Themen. Es muss die Abstimmung mit den Fchern, die bei der Staatlichen Abschlussprfung zentral berprft werden, erfolgen, wie auch die Abstimmung mit der vorausgehenden Mittelschule. Die RRL mssen im Lichte der Zielsetzung Wissen Fertigkeiten Kompetenzen und in dem insgesamt neu gezeichneten System der Oberstufe gesehen werden. Die Beschreibung der Kompetenzen bleibt jedoch vielfach sehr vage, weil das Hauptaugenmerk auf das Wissen gerichtet bleibt und Kompetenzen im eigentlichen Sinne handlungsorientiert sind. Dies ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Gutachten des Obersten Schulrates zu den RRL fr die Gymnasien.

Der ASM hat eine neue Fhrungsspitze.Bei der ASM-Jahresversammlung Anfang Mrz legte Martina Adami nach sechs Jahren Vorsitzende ihr Amt nieder und ein neuer Vorstand wurde gewhlt. Nachdem sich anfangs niemand fr den neuen Vorsitz bereit erklrte, bernahm die bisherige Vize-Vorsitzende Maria Luise Muther bis Herbst das Amt der Sprecherin. Im April konnte sie sich aber zur bernahme der neuen Aufgabe durchringen und ist nun die neue Vorsitzende des Arbeitskreises Sdtiroler Mittel-, Ober- und Berufsschullehrer/innen. Sie wird untersttzt von den Vorstandsmitgliedern Christoph Buratti, Christoph Hartung von Hartungen und Josef Prantl. Dazu kommen die Bezirksvertreter Monika Aufderklamm, Monika Laimer, Vinzenz Matzneller, Franz Lechner und Frieda Pichler. Die KSL-Bundesleitung lud den ASMVorstand im April zu einem Treffen ein. Ein zweites Treffen gab es erst krzlich im Mai. Dabei wurden die Pdagogische Grotagung als gemeinsame Veranstaltung des KSL und ASM besttigt und gemeinsame Wege in der Lehrerfortbildung getroffen. Wir gratulieren dem ASM-Vorstand und wnschen viel Erfolg und Weitblick fr die zuknftigen Herausforderungen sowie eine gute Zusammenarbeit mit dem KSL. Die Bundesleitung des KSL

Von links: Christoph Hartung von Hartungen, Maria Aloisia Muther, Christoph Buratti, Josef Prantl

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Die christliche Lehrerschaft sterreichs trifft sich in MeranEs hat bereits eine lange Tradition, dass sich die CL, das ist die christliche Lehrerschaft sterreichs, um das Fest Christi Himmelfahrt herum zu ihrer jhrlichen Tagung trifft. Dabei errtern die Delegierten aus den sterreichischen Bundeslndern grundlegende pdagogische, aber auch schulpolitische Fragen. Nachdem Sdtirol sozusagen als 10. Bundesland immer mit von der Partie ist, hat es den KSL heuer getroffen, den Gastgeber zu spielen. So fand die diesjhrige CL Tagung also vom 12. bis zum 15. Mai im Kolpinghaus von Meran Obermais statt. Bei der Wahl des Tagungsthemas Sprache ffnet Tren. Integration als Herausforderung einer Schule fr Schler unterschiedlicher Muttersprachen hatte man nicht nur auf die politische und schulische Wirklichkeit von sterreich, sondern auch auf jene von Sdtirol, das sich ja gerne als mehrsprachiges Land prsentiert, Bezug genommen. Fr die Referate hatte die CL einige namhafte Referenten gewinnen knnen, so etwa Prof. Dr. Robert Tanzmeister von der Uni Wien, Dr. Johannes Riedl, die Journalisten Dr. Martina Salomon und Dr. Gerhard Jelinek (bekannt auch als ORF Moderator) oder den Pantomimen Jean Jacques Pascal. Sie alle nherten sich dem groen Themenbereich Sprache auf hchst unterschiedliche, manchmal auch auf recht eigenwillige Weise und erffneten damit mitunter auch ungewhnliche Perspektiven, die so manche Enge des schulischen Horizonts zu sprengen vermochten. Landesrtin Dr. Sabina Kasslatter Mur, Schulamtsleiter Dr. Peter Hllrigl und Inspektor Dr. Josef Duregger gaben ihrerseits den Gsten aus sterreich interessante Einblicke in die Sdtiroler (Schul)Realitt. Das KSL-Organisationsteam rund um Sonia Klotz Spornberger und Helmut Kiem versuchte auch beim Rahmenprogramm eine erlesene Auswahl der kulturellen Vielfalt von Sdtirol mit einem bewussten Blick auf das Fremde zu vermitteln, zum Beispiel beim Begrungsabend mit Volksmusik und Korrnrliadern. Aber auch die Artenvielfalt in den Grten von Schloss Trauttmansdorff oder ein historisch-literarischer Spaziergang durch die Stadt Meran waren im Angebot. Der gemeinsame Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl Golser in der Pfarrkirche von Meran bildete gewissermaen den religisen Kernpunkt der Tagung, whrend der Empfang durch Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder sicher als das gesellschaftliche Ereignis dieser Veranstaltung gelten konnte. Sowohl Franz Fischer, der seit einem Jahr zustzlich zu seinem Amt als Schulinspektor von Eisenstadt (Burgenland) auch die Funktion des CL-Vorsitzenden bekleidet, als auch die KSL-Vorsitzende Sonia Klotz Spornberger meinten bereinstimmend, dass das Thema Sprache sicherlich gut zu Sdtirol passt, nachdem das Land sowohl sprachlich als auch kulturell eine bedeutsame, wenn auch nicht immer ganz unproblematische Entwicklung aufzuweisen hat. Die sterreichischen Kolleginnen und Kollegen sehen diesen ganzen Bereich natrlich mehr vor dem Hintergrund der Diskussion um die Reizthemen von Migration und Integration. Der CL-Vorsitzende bemerkte dazu: Wir haben in sterreich sehr viele bildungsferne Schichten. Die Frage, was Sprache alles bewirken kann, ist besonders fr uns Pdagogen eine ganz besonders wichtige und wir mssen Antworten darauf finden. Deshalb gilt es, in dieser Hinsicht auf eine verstrkte Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern hinzuarbeiten. Paul Peter NiederwolfsgruberCL-Vorsitzender Franz Fischer

ZWISCHENRUFIn einer Schule in Meran stellt ein bermotivierter Schler (sagt man so politisch korrekt richtig?) einer Mitschlerin ein Bein. Die junge Frau fllt hin, verletzt sich. Da der Vorfall im Schulgebude passiert ist, bert der Klassenrat und bittet die Eltern des Missetters zur Kasse. Zu meinen Zeiten htten mich meine Eltern noch einmal ordentlich gergt und mich wohl in einer anderen Form zustzlich bestraft. Und dann still und verschmt das Strafgeld bezahlt. Doch im Jahr des Herrn 2010 laufen die Uhren wohl anders. Nicht der beinstellende Schler sei schuld, sondern die Schule, speziell die Lehrpersonen, die ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen waren. So die absurde Interpretation der Eltern, die sich dadurch vom Strafe-Zahlen drckten. Und damit alle Last dem Lehrerteam aufhalsten. Was natrlich ein sehr bequemer Weg ist. Man kann in diesem Zusammenhang nur von einer verkehrten Welt sprechen. Begeht jemand einmal eine gigantische Dummheit, so sollte er sich auch der Folgen bewusst sein. Und diese auch tragen. Denn die Frage muss man sich gefallen lassen: Mssen denn Lehrpersonen wie Wachhunde hinter den Schlern und Studenten her sein, jeden Schritt, jede Tat, jede Aktion im voraus ahnen und zu verhindern versuchen? Sollten hyperaktive Studenten in Zwangsjacken gesteckt werden? Ich kann mir den weltweiten Aufschrei vorstellen, wrde man so eine Manahme echt durchsetzen. Wahrscheinlich kme der erste Protest sicherlich aus der Ecke der Eltern, die jetzt der Institution Schule die ganze Schuld auflegen mchten. In Brixen hatte man vor einiger Zeit in einer Art berreaktion auf einen hnlichen Fall smtliche schulbegleitende Ttigkeiten, Ausflge und Besichtigungen gestrichen. Was ich auch als absurd einstufe, denn die groe Mehrheit der braven und unproblematischen Schler verdient es nicht, wegen einiger Querdenker bestraft zu werden. Was ntig ist, ist indes eine andere Haltung in der Elternschaft. Die Schule ist nicht immer an allem schuld und darf nicht das kitten, was Elternhuser zerbrochen haben. Manchmal ist ein Mea culpa zielfhrender als das sture Beharren auf angebliche Kinderrechte. Denn ab und zu leisten sich auch Schler und Studenten Fehltritte. Das sollten Frau Mama und Herr Papa bitte auch einsehen! Schne Gre Luis

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Termine zum Vormerken FortbildungSich FORTBILDEN mit dem KSL! Die unten angefhrten Veranstaltungen finden Sie auch in der Landesbroschre. Der KSL bernimmt weiterhin die Kosten fr Unterkunft und Verpflegung (keine Vorauszahlung notwendig). Anmeldungen zu den anschlieend aufgelisteten Veranstaltungen sind noch mglich! Die anderen KSL-Seminare sind ausgebucht.

FahrtenBZO-Fahrt Cortina, Col und Fodom Pfingstmontag, 24. Mai 2010 Radtag Rund um die Hohe Salve in Nordtirol Samstag, 29. Mai 2010 LandeswallfahrtWeitere Informationen fin de auf unse n Sie rer Homepage oder erhalten Sie im KSL-Bro .

15.01 Mit der Zeit bewusster umgehen 15.02 Entfalten und Gestalten die Schule, Ort der Persnlichkeitsbildung 15.03 Mit Leib und Seele Lehrer/in sein 15.04 Figuratives-plastisches Gestalten auf den Rimpfhfen 15.05 Innehalten Wahrnehmen Krfte sammeln 15.06 Lehrer/in multifunktionelles Wunderwesen? 15.13 Lehren heit zeigen, dass etwas mglich ist 16.03 BE-STIMMT Wege aus der Redeangst 16.04 Schritte zum guten Sprechen II Rhetorik-Aufbauseminar 59.01 Spiele ohne Sieger jeder gewinnt! 59.02 Viac tla ladinia Eine Reise nach Ladinien 59.04 Natur Rhythmen, Stimme eine Ideenwerkstatt 59.05 Schulschach als Mglichkeit (Einfhrung) 59.06 Schulschach als Mglichkeit (Fortfhrung) 59.12 Elemente der Landschaft im Naturpark Texelgruppe

St. Nikolauskirche Matrei in Osttirol Sonntag, 30. Mai 2010 Radl-Tag im Unterpustertal Fahrzeit ca 4 Stunden - Hhenmeter ca 300 Freitag, 4. Juni 2010 Treffpunkt: Zugbahnhof Mhlbach (10 Uhr) Begleitung: Albert Wieland und Hans Walder Tauern-Radweg Samstag, 17. Samstag, 24. Juli 2010 Kulturschwerpunkte Europas: Burgund Sonntag, 18. Freitag, 23. Juli 2010 Bildungsreise: Sdengland und Wales Donnerstag, 29. Juli - Donnerstag, 05. August 2010 Bildungsfahrt: Busreise nach Berlin Sonntag, 01. Freitag, 06. August 2010 Tagesfahrt fr Lehrpersonen im Ruhestand Die Reintaler Seen und das Brandenberger Tal

Krapfen und FirbnkFr Freitag, den 13. Mrz, hat unser Organisator Richard Andreatta mit der Seniorengruppe innerhalb des KSL einen ganz besonderen Nachmittag vorbereitet, einen kulinarischen Ausflug ins Ultental. Gemeinsam sind wir von Lana zum Huselerhof (1420 m) oberhalb von St. Walburg gefahren. Schon die Fahrt war ein Erlebnis, strahlender Sonnenschein, verschneite Berge, das weite Ultental zu unseren Fen. Frau Paris empfing uns mit groer Herzlichkeit in ihrer alten, lichtdurchfluteten Stube. Sie wollte uns Firbnk und Mohnkrapfen backen lehren, alte Ultner Spezialitten. Mit Begeisterung weihte sie uns in die Geheimnisse ein, auf einfache Weise den Teig und die Mohnflle vorzubereiten. Wir alle durften dann die Krapfen und die Firbnk ausrollen, fllen und mit dem Krapfenrad abrdern. Die Firbnk wurden ins Rohr gestellt, die Krapfen im heien l herausgebacken. Nach gelungener Arbeit haben wir das Gebck in lustiger Kaffeerunde genossen, es schmeckte kstlich. Wir durften sogar eine se berraschung fr unsere Lieben zu Hause mitnehmen. Ein gelungener Nachmittag in netter Gesellschaft!

Donnerstag, 09. September 2010 westl. Landeshlfte Donnerstag, 16. September 2010 stl. Landeshlfte

Aufgstellte Firbnk Krapfenteig: 30 dag Weizenmehl O, 10 dag Butter, ca. 1/8 lt. warmes Wasser, Rum, Salz, Zucker Flle: 25 dag fein gemahlener Mohn, 25 dag Zucker, lt. Wasser, Zimt, Nelkenpulver, Rum, Salz, Stck Butter, 20 dag Sahne Teig nicht zu dnn ausrollen, mit Mohnflle bestreichen, in 4 cm breite Streifen schneiden, zusammenrollen, aufgestellt in eine Backform schichten, im heien Rohr backen. Kurz vor Ende der Backzeit die Sahne darber schtten.

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Rckblicke

Ganz im Bann der Vulkane auf SizilienGlhend rote Lavafontnen schieen in den Vollmondhimmel, Lapilli und Steinbomben donnern zu Tal, dunkle Gaswolken versperren uns die Sicht zu den Schloten im Krater. Dieses Naturschauspiel bot sich 26 Reiselustigen bei der nchtlichen Besteigung des Stromboli in der Karwoche, in der wir Vulkane Siziliens kennen lernen und bestaunen durften. Am Vulcano erwarteten uns beiende Schwefeldmpfe, doch die Alaun- und Schwefelkristalle faszinierten uns und bertrafen unsere Erwartungen. Ganz in den Bann zog uns der tna. Glcklicherweise lieen es die Wetterverhltnisse zu, den frisch verschneiten Berg trotz heftiger Windben und bei klirrender Klte zu besteigen. Am 3300 m hohen Gipfel angelangt, fesselten uns die starken Fumarolen im Inneren der verschiedenen Krater. Den krnenden Abschluss bildete der Besuch

Frhling in den Marken vom 12. bis 18. April 2010Programmatisch und wohl auch moralisch waren die 31 KSLReisenden auf frhlingshafte Landschaft eingestellt in einer Region, die von Sandstrnden bis zu Felsen, von weichen Ebenen hin zu herben Berggebieten reicht, eingebettet in einen reizvollen geografischen Rahmen mit angeblich meteorologisch gnstigem Klima, ein privilegiertes Reiseziel also, dem sich Sepp Krismer als Reiseleiter verschrieben hatte. Gediegene Vorbereitung, pnktlicher Start im grnen OberhuberBus mit Hans als routiniertem Lenker sowie eine eher kurzweilige Anreise zum Zielort Porto San Giorgio, alles passte, sogar der Abstecher auf die drei Felshgel von Brisighello zur Ausspannung und zum FeVertreten zwischendurch. Als durchaus gnstig erwies sich auch das einzig mgliche Quartier fr die Woche, allerdings vermittelte der Ersteindruck, dass von Badesaison noch nicht die Rede sein konnte. Und dann gings in angenehmer Abfolge, jeden Tag standen interessante Programmpunkte im Angebot. Die Marken bieten nun mal eine groartige Synthese von Natur, Geschichte, Kultur, Zivilisation, und die Zielauswahl war bedacht im Wechsel danach ausgerichtet, entsprach augenscheinlich einer alternativen Entdeckungsroute durch die sdlichen Marken. Aussichtsreiche Hgel- und Musterstdte (Cingoli, Fermo, Macerata, Servigliano), mystische Wallfahrtsorte und Heiligtmer (Loreto, Tolentino, Santa Maria a Pi di Chienti, San Claudio al Chienti, Abbadia di Fiastra, Madonna dellAmbro), Sehenswrdigkeiten und Kunstwerke bei Stadtrundgngen (Fermo, Ascoli Piceno, Dozza), das waren die Besichtigungsobjekte, sofern wir uns lediglich als sog. Halbschuhtouristen beschrnken wollten. Die Wanderungen aber z. B. von Torre di Palme (Fermo) zur Grotta degli amanti, von San Marco (Ascoli) zuerst hinunter zum Dito del Diavolo und dann steilauf zur Einsiedelei von San Marco oder die Wanderung am Fue des Monte Vettore in den Sibillinischen Bergen verlangten da schon einiges mehr an Belastbarkeit ab, vor allem aber waren rutschfestes Schuhwerk und Regenschutz gefragt als Requisiten gegen das trbfeuchte Wetter, womit sich der Wandertrupp inzwischen unweigerlich abfand. Der guten Laune tat dies keinen Abbruch: Schlammbedeckte Schuhe und feuchte Kleidung lassen sich schlielich subern, und auerdem sorgt gegen witterungsbedingte Unbill immer noch am besten ein voller Magen. Dafr war whrend unseres Marken-Aufenthalts reichlich gesorgt: im Hotel Garden in Porto San Giorgio selbst, dann aber auch im Agritour Giardino di Cedri und schlielich im Albergo Vettore beim Wirt Fausto, alle meinten es gut, zu gut mit dem Gruppo di Bolzano, sodass die wenigen improvisierten Picknicks im Freien gar als wohltuender Ausgleich empfunden wurden. Alles in allem eine rundum gelungene Fahrt, treffender dafr als Titel allerdings April in den Marken.Elsa Vigl

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Rckblicke

Und wieder ging es zu sehenswerten Zielen mit dem KSL:

In San Pietro di Lavagno, welches idyllisch im Valpolicella-Gebiet liegt, besuchten wir die feudale Villa Verit Fraccaroli. Auf dem Giebel der Villa saen weie Brieftauben, die vom tierliebenden Besitzer vor 20 Jahren zugekauft wurden. Im groartigen Park mit einem kunstvollen Irrgarten sowie einem grozgig angelegten Teich bewachten zwei Hausgnse gewissenhaft ihr Territorium. Ihnen waren etliche heimische Stockenten sowie ein Prchen kapitulinischer Gnse zugesellt. Herr Fraccaroli war sehr freundlich und zuvorkommend, gleich wie sein tierliebender Sohn. Sie besitzen neben diesem Schloss noch ein Weingut im Friaul und produzieren edle Weine. Im ersten Stock gibt es einen wunderbaren Saal mit Fresken von Maccasi und Anselmi aus dem Settecento stammend. Anschlieend fand eine Weinverkostung statt in einem Weingut in Colognola ai Colli. Im Restaurant il Gambero in Soave wurden landestypische rustikale Spezialitten fr uns frisch gekocht und in mehreren Gngen aufgetragen, welche durch Frische und Originalitt berzeugten. Danach ging es steil bergauf zur Stadtburg. Erstaunlich war, dass selbst die Senioren schnell den Hgel erklommen, das

langjhrige heimatliche Berggehen der Sdtiroler LehrerInnen war der Grund ihrer Kondition. Das Castello stammt aus dem 10. Jahrhundert und ist eines der am besten erhaltendsten im Veneto. Danach bummelten wir noch durch den Trdelmarkt, wo uns vielerlei Schnppchen erwarteten. Soave befindet sich in der Nhe der Lessinischen Berge. Das Stdtchen verfgt ber einen mittelalterlichen Stadtkern und eine pittoreske Kulisse, bestehend aus Trmen und Zinnen. Die berhmt-berchtigte Familie der Scaliger(Staufen-Ghibellinen) beherrschte Verona whrend des 13. und 14. Jahrhunderts. Smtliche Scaligerburgen zeichnet eine Eigenart aus, nmlich die Zinnen in Schwalbenschwanzausprgung. Die Stadtmauer besitzt stattliche 24 Trme. Im Ort befinden sich viele Palste aus dem 12. bis 15. Jahrhundert und einige sehenswerte barockisierte Kirchen. Der berhmte Soave-Wein, den wir verkosteten, wird aus der Garganega-Traube gewonnen und beeindruckt durch einen surearmen Charakter, der an frischen Zitrus und an Holunderblten denken lsst.

Auf der Rckreise berreichte unsere Marlene Pardeller ein kleines Geschenk von uns allen an Herlinde, welche seit vielen Jahren die KSL-Tagesreisen leitet. Durch ihre Herzlichkeit fhlen sich alle in ihren sehr persnlichen Reisen immer wohl wie in einer Familie. Danach kamen wir in krzester Zeit wieder nach Sdtirol, wohin Herlinde ihre Schfchen wieder ablieferte. Martina Egger

Genua die StolzeEs war wiederum eine Reise, die dem Motto der KSL-Fahrten, Am 24. April fand sich eine Gruppe reisefreudiger Teilnehmer zusammen, um die vom KSL organisierte Fahrt nach Genua anzutreten. In zgiger Fahrt ging es mit Domanegg Reisen mit dem Fahrer Albin Richtung Sden. Bereits gegen Mittag erreichten wir nach kurzweiliger Fahrt unser Reiseziel. Reiseleiterin Herlinde sorgte wie blich durch ein bereits im Vorfeld sorgfltig recherchiertes Geheft fr Lesestoff und gab uns schon einen kurzen berblick ber die Sehenswrdigkeiten der Stadt . In Genua erwartete uns der Stadtfhrer Andrea, der uns whrend unseres Aufenthaltes begleitete und sich als ein freundlicher, sprachgewandter und fachkundiger Reisefhrer erwies. Zielsicher fhrte er uns im Eiltempo ber engste Gassen durch die historische Altstadt. Die Bootsfahrt entlang des Hafens und die Besichtigung des weltberhmten Aquariums bildeten den Hhepunkt des Nachmittages. Zum Abendessen erwarteten uns kulinarische Gensse in einer typischen Trattoria mit Nudeln al pesto genovese und einer beraus leckeren Schokoladentorte als Nachspeise. Mit durchaus tiefgrndigen und interessanten Gesprchen lieen einige Teilnehmer den Abend an der Hotelbar ausklingen. Am nchsten Morgen verlieen wir nach einem ausgiebigen Frhstck unser schnes Hotel Bristol im Stadtzentrum. Die anschlieend angesetzte Busfahrt durch die Altstadt ermglichte uns einen Gesamtberblick ber Genua und wir lieen uns noch an schnen Aussichtspunkten von der Stadt am Meer verzaubern. Ein berwltigender Eindruck bildete die anschlieende Besichtigung des Friedhofes Staglieno, der durch seine enorme Gre und durch die Schnheit der Bildhauerwerke beeindruckte; die lebensecht nachgebildeten Marmorsstatuen an den Familiengrbern der wohlhabenden Genueser aus dem 19. und dem beginnenden 20. Jh. erregten allgemeine Bewunderung. Ein weiterer Hhepunkt der vielen Besichtigungen war der Besuch des Domes San Lorenzo aus dem 9. Jh. mit seiner schnen Fassade aus gestreiftem schwarzen und weien Marmor. Beeindruckt von der Schnheit dieser prchtigen Bauten verlieen wir die Altstadt und strkten uns noch am Hafen durch ein kleines Mittagessen, bevor wir die Heimreise antraten. Ein groes Dankeschn gilt unserer sehr lieben Reisebegleitung Herlinde, die in einfhlsamer und umsichtiger Weise die Gruppe begleitete und untersttzte. Gertraud Kaserer Karnutsch

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Rckblicke

Zur Erinnerung an Franz Hohenegger Er wurde Opfer des tragischen Zugunglcks in der LatschanderFranz Hohenegger wurde am 1. 1. 1937 in Alsack / Mals geboren. Er besuchte die Mittelschule in Marienberg und anschlieend die Lehrerbildungsanstalt in Meran. Diese schloss er 1957 ab und begann seine Unterrichtsttigkeit als Grundschullehrer im oberen Vinschgau in Planail, St. Valentin und Laatsch. Im Jahr 1966 heiratete er Helgard Lange aus Berlin und begann seine Unterrichtsttigkeit in Schlanders, wo er bis 1990 unterrichtete, zwei Jahre davon in Kortsch. In diesen Jahren kamen die 7 Kinder zur Welt und die Familie konnte ein Eigenheim beziehen. Franz Hohenegger war ein ruhiger Lehrerkollege, der wegen seiner genauen und korrekten Art geschtzt wurde. Er war stets bemht den Schlern und Schlerinnen eine gediegene Grundbildung zu vermitteln. Besonderen Wert legte er auf die Fcher Mathematik, Heimatund Naturkunde. Franz Hohenegger investierte viel Zeit und Mhe, um spezielle Lehrmittel fr den Unterricht zu entwickeln, die vielen Kollegen und Kolleginnen zu Gute kamen und zum Teil noch Verwendung finden. Ab dem Jahr 1983 war Franz Hohenegger Lehrer fr unterrichtsergnzende Ttigkeiten am Nachmittag. In diesem Rahmen kam den vielen Schlern und Schlerinnen sein handwerkliches Geschick zugute. Unzhlige Krippen, Wetterstationen, Uhren und Holzspielzeug halten heute noch die Erinnerung an Franz Hohenegger wach. Seit 01.09.1990 war er im Ruhestand und hatte nun mehr Zeit fr seine Hobbys. Mit viel Liebe arbeitete er im Garten und fertigte als geschickter Hobbytischler verschiedene Einrichtungsgegenstnde an. Sein besonderer Stolz waren die Bienen. Als erfahrener Imker gab er sein Wissen gerne an interessierte Schlergruppen weiter. Er konnte jetzt auch das Wandern und Radfahren mit seiner Frau genieen. Einen Teil seiner Freizeit widmete er wiederum den Kindern. Tagtglich versah er ehrenamtlich seinen Dienst als verlsslicher Schlerlotse beim Rathaus. Dafr spricht ihm die

BIETET DEN LEHRERN MUTIG DIE STIRN meint Mario Stello! Ja, Lehrerinnen und Lehrer sind faule Scke. Sagte ja schon der groe deutsche Bundeskanzler Schrder, der meisterhaft vorexerziert hat, wie man schamlos Schulden machen kann und sich dabei dennoch wohl fhlen kann. Das nenne ich gesunde Lebenseinstellung! Doch zurck zur Schule: Ich habe entdeckt, dass Sdtirols Lehrerschaft berhaupt keine Ahnung hat, was Lernschwierigkeiten sind, was Kinder mit Teilleistungsstrungen sind, was das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ist. Alles Fremdwrter an unseren Schulen. Statt sich mit diesen Jahrhundertproblemen zu befassen unterrichten gewisse Lehrpersonen noch immer Grammatik, Rechtschreibregeln, befassen sich mit dem lngst berholten Einmaleins (macht ja jede Rechenmaschine bzw. der Computer wesentlich schneller, wenn er nicht gerade abstrzt) und verlangen auch Einblicke in die Geschichte Tirols! Ja, es gibt sogar noch Lehrpersonen, die sich erdreisten zu verlangen, dass die Kinder wissen, wo Mnchen oder Zrich liegen. In der ra der Navigationssysteme ist dies vllig absurd. Zum Glck sind einige dieser Geografie-Fanatiker letzthin in Pension gegangen und haben somit die Schulklassen von ihrem medievalen Unterrichtsstil gesubert. Und noch eines finde ich schlimm: Es wird viel zu wenig geturnt! Der Sportunterricht fristet speziell in der Grundschule ein tristes Dasein. Die wenigen Stunden werden gestrichen, zum Teil werden sie mit einer Lustlosigkeit angeboten, als wrden die Lehrkrfte gerade einen Schritt unter der Guillotine stehen. Eltern fhren ihre Kinder ja voll begeistert mit ihren tollen Audis, BMWs, Mercedes oder gar Ferraris bis vor die Turnhallentren, erwarten sich nach diesem Dienst aber auch die Garantie, dass aus ihren Nintendo-schtigen Lieblingen dereinst wahre Sportskanonen werden. Es ist ja geradezu beschmend gewesen, dass Sdtirol bei den Olympischen Winterspielen von Vancouver mit einer einzigen billigen Bronzemedaille heimgekehrt ist. Das sind eben die katastrophalen Folgen des verplemperten Sportunterrichts in den Grundschulen. Ich bin nur glcklich, dass ich in Sdtirol gute Botschafterinnen fr meine Anliegen habe. Mutige Damen, die zwischen dem einen und anderen Prosecco-Glschen der Schule und speziell der bewegungs-untauglichen Lehrerschaft der Grundschule mutig die Stirn bieten. Und nun muss ich gehen. Meine Chauffeurin wartet schon auf mich, um mich zum nchsten Gala-Diner, das 200 Meter von meiner Haustre entfernt stattfindet, hinzufahren. Mahlzeit!

Dir. i. R. Franz Egger verstorben - ein NachrufAm Montag, den 08. 02. 2010 verstarb nach langem Leiden im Alter von 84 Jahren der ehemalige Direktor der GS Prad am Stilfser Joch. Franz Egger. Unter groer Anteilnahme der Bevlkerung und der Lehrerschaft wurde der geschtzte Direktor des Schulsprengels Prad am 10. Februar 2010 zu Grabe getragen. Dir. Franz Egger kam im Schuljahr 1968/69 nach Prad und leitete den Bezirk Prad bis zu seiner Pensionierung am 31. 08. 1989. In diesen 20 Jahren hob er sich durch seinen fachkundigen und angenehmen Fhrungsstil besonders hervor. Besonders jungen Lehrpersonen stand er gerne mit Rat und Tat zur Seite und setzte groes Vertrauen in seine Lehrerschaft. Gerne war man dafr auch bereit berstunden zu machen. Dafr suchte er so gut wie mglich, uns Lehrern die brokratischen Arbeiten zu erleichtern. Der Unterricht an den Kindern war ihm viel wichtiger. Groen Wert legte er auf ein kollegiales Verhltnis zwischen den Lehrern, auf die Pflege der Gemeinschaft und auf das gesellige Beisammensein. Somit war es selbstverstndlich, dass man fters zusammen feierte oder Ausflge unternahm. Fr schulinterne Probleme hatte er meistens eine Lsung bereit und griff mit Taktgefhl und Besonnenheit ein, brachte aber auch seine Meinung klar zum Ausdruck. Auch bei persnlichen und familiren Schwierigkeiten nahm er sich oft Zeit und stand Lehrern und Eltern helfend zur Seite. Seine Menschlichkeit und Loyalitt waren beispielhaft. Er sprte immer, wo Not am Mann war. Die Lehrpersonen und alle, die Direktor Franz Egger kannten, werden ihn als wertvollen Menschen in ehrenhafter Erinnerung behalten. Der Herr mge es ihm danken.

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VERSAND POSTABONNEMENT ART. 2, KOMMA 20/C, GESETZ 662/96, BOZEN ERSCHEINT ZWEIMONATLICH

Katholischer Sdtiroler Lehrerbund Schlernstr. 1 Waltherhaus 3. Stock Telefon: 0471/978293 Fax: 0471/978170 E-Mail: [email protected]

D ie K SL - B ezirke M eran & U m gebung laden alle L ehrpersonen

E.N.A.M. BROENAM - Provinzialkomitee BZ Italienisches Schulamt Intendenza scolastica italiana Plaza Gebude Neubruchweg 2- via del Ronco 2 39100 BOZEN Tel/FAX: 0471 935489E-MAIL: [email protected]

Schulabschlussgottesdienstm it

B ischof D r. K arl G olseram D ienstag, den 15. Juni 2010 um 18.00 U hr in der Pfarrkirche von Tscherm s W ir w ollen gem einsam singen, beten, danken und feiern. A nschlieend gem tliches B eisam m enseinm it B uffet und U m trunk.W ir freuen uns auf euer K om men!

ffnungszeiten: Mittwoch, 10.00 - 12.00 Uhr Donnerstag, 15.30 - 17.30 Uhr

Impressum ksl-aktuell Mitteilungsblatt des Katholischen Sdtiroler Lehrerbundes Eigentmer und Herausgeber: Katholischer Sdtiroler Lehrerbund Schlernstr. 1, 39100 Bozen Tel.: 0471/978293 Fax: 0471/978170 E-Mail: [email protected]