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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2015

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Text of Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2015

  • 1AUSLANDMRZ 2015

    LEBEN UND ARBEITEN IM

    FR

    IN

    twixx - Fotolia.com

    INTERVIEW

    EXPATRIATES

    VERMISCHTES

    VIELE DEUTSCHE HABEN EINEROMANTISIERTE VORSTELLUNGVON SCHWEDEN

    ber eine erfolgreiche Integrationin Schweden und Heimweh.

    TIPPS FR EINEN REIBUNGSLO-SEN UMZUG INS AUSLAND

    Vom Umzugsunternehmen bis hinzu bentigte Serviceleistungen:Worauf bei der Auswahl geachtet wer-den sollte.

    DEPRESSIONEN BEI AUSLANDS-ENTSENDUNGEN EIN UNTER-SCHTZES PHNOMEN

    Wie eine Entsendung zur Belas-tungsprobe werden kann undwie man sie erfolgreich meistert.

  • 2INTERN

    INTERVIEW

    RECHTLICHES

    EXPATRIATES

    AIRLINES

    VERMISCHTESWELTWEIT

    11 HR & Salary Report 2015: Wie deutsche Expats in den Vereinigten Arabischen Emiraten(VAE) eingesetzt werden

    14 Depressionen bei Auslandsent-sendungen ein unterschtzes Phnomen

    18 Schleraustauschprogramme: Teil-nehmer sind berwiegend weiblich

    19 Geschftsreisen: Nichts geht berdas persnliche Kennenlernen

    19 Wie viel Geld die Deutschen frihren Urlaub ausgeben wollen

    20 So genannte Gap-Year-Programmewerden immer beliebter

    21 Tipps fr einen reibungslosenUmzug ins Ausland

    23 Welche Whrung in beliebten Urlaubslndern gnstig ist

    25 Jeder zweite Leihwagen auf Mallorca hat Sicherheitsmngel

    27Leitfaden fr Jobsuche in Schweden

    27 Impressum

    GESUNDHEIT24 Lebensmittelallergie: Rund

    17 Millionen Europer betroffen24 Cholera in Haiti sorgt fr Trink-

    wasserknappheit

    16 VLM Airlines16 Turkish Airlines14 Airberlin17 WOW Air17 Germanwings17 Mehr Flugpassagiere auf

    deutschen Flughfen

    4 Viele Deutsche haben eine romantisierte Vorstellung vonSchweden

    2 Zahl des Monats3 Mitglied im BDAE e.V. werden

    und viele Vorteile sichern3 BDAE mit Fachvortrag auf der

    Personal Swiss

    EDITORIAL

    7 Grenzgnger in der EU: Eine kurze Definition

    8 Kindergeld auch fr in Tschechien lebende Eltern

    8 Kinder im Ausland haben Anspruch auf Hartz IV

    9 Unflle beim Hochschulsport sind auch im Ausland versichert

    10 Kanada: ETA-Verfahren voraus-sichtlich ab November 2015

    Liebe Leserin, Lieber Leser,Ostern steht vor der Tr und viele nutzen die Feiertage fr die erste Urlaubsreise desJahres. Aktuelle Studien haben besttigt, dass Urlaubsreisen bei Deutschen nach wievor hoch im Kurs stehen und weiterhin ein Aufwrtstrend zu beobachten ist. Dabeibelegt Deutschland im internationalen Vergleich den Spitzenplatz was die Reisehu-figkeit angeht. Ein beliebtes Reiseziel ist nach wie vor Schweden. Unserer Interview-partnerin Susann hat Schweden sogar so gut gefallen, dass sie nach ihrem Studiumdorthin ausgewandert ist. Was sie an Land und Leuten schtzt, erzhlt sie in unseremInterview ab Seite 4. Wenn es Sie nun auch reizt in Schweden zu leben und zu arbei-ten, finden Sie in dem neuen Leitfaden von EURES ntzliche Ratschlge zur Umset-zung dieses Vorhabens (Seite 27).

    Ein Job im Ausland bedeutet nicht gleich, dass manauch im Ausland wohnen muss. Schtzungen zufolgegibt es etwa 1,2 Millionen Personen in den EU-Mit-gliedstaaten, die in einem Nachbarland arbeiten undweiterhin im Heimatland leben und wohnen so ge-nannte Grenzgnger. Was Grenzgnger sozialversiche-rungs- und steuerrechtlich beachten mssen, findenSie auf der Seite 7.

    Darber hinaus erfahren Sie, was Expats in den Vereinigten Arabischen Emiraten ver-dienen (Seite 11) und warum Depressionen bei Auslandsentsendungen hufig unter-schtzt werden (Seite 14). In weiteren spannenden Beitrgen lesen Sie zudem aufSeite 8, dass auch in Tschechien lebende Eltern Anspruch auf Kindergeld haben undKinder, die im Ausland leben, wiederum berechtigt sind, Hartz IV zu bekommen .

    Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: Der BDAEbegleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland!

    Herzlichst, Ihr Andreas Opitz

    1,6ZAHL DES

    Tage werden die Deutschenim In- und Ausland 2015schtzungsweise auf Rei-sen sein.(Quelle: BTW Tourismuswirt-schaft)

    MONATS

    MILLIARDEN

  • 3Die BDAE GRUPPE hat ihren Ursprung im Bund der Aus-lands-Erwerbsttigen (BDAE) e.V., der im Jahre 1995gegrndet wurde. Seit nunmehr 20 Jahren untersttzt derBDAE e.V. Expatriates, Auswanderer und Unternehmen, dieihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden bei ihrem Auslands-vorhaben. Dabei bietet der Verein Informationen ber politi-sche, soziale und kulturellen Bedingungen, die ein Auslands-aufenthalt mit sich bringt. Zudem entwickelt er Lsungen frindividuelle Herausforderungen und bert fachkundig, wennes um die optimale soziale Absicherung auerhalb und in derHeimat geht.

    Weltweite Vorteile fr MitgliederDie Mitglieder des BDAE e.V. profitieren durch Kooperatio-nen, die der Verein mit unterschiedlichen Partnern vereinbarthat. So knnen alle Mitglieder 24 Stunden lang telefonischauf ein Notfall-Team zugreifen, das eine reibungslose undschnelle Abwicklung medizinischer Vorgnge auf der ganzenWelt gewhrleistet. Daneben sind Mitglieder im Falle vonrechtlichen Schwierigkeiten durch einen Basis-Rechtsschutzinternational abgesichert. Mitgliedern stehen weltweit ber250.000 Hotels in allen Preiskategorien zur Verfgung, die

    mit einem ganzjhrigem Rabatt zwischen fnf und 30 Pro-zent ber das Hotelportal HRS gebucht werden knnen.Ebenso gibt es weltweite Sonderkonditionen bei der Auto-vermietung Sixt, die ihr Stationsnetz stetig ausweitet. ErstAnfang des Monats vermeldete Sixt, ihre Dienstleistungenund Services nun auch im Senegal in Nordafrika anbieten zuknnen.

    Mitgliedsbeitrag nur 8,50 Euro pro MonatDer Beitrag fr natrliche Personen betrgt 8,50 Euro imMonat (102 Euro pro Jahr). Schler, Studenten und Prakti-kanten zahlen einen ermigten Beitrag in Hhe von 4,50Euro im Monat (54 Euro pro Jahr). Der Beitrag fr juristischePersonen ist abhngig von der Anzahl der Mitarbeiter imAusland und betrgt vier bis sechs Euro je Mitarbeiter proMonat.

    Wie Sie Mitglied werden knnen, erfahren Sie unterhttp://www.bdae-ev.de/. Bei Fragen schreiben Sie uns gerneeine E-Mail an [email protected] Wir untersttzenSie gerne.

    INTERNMITGLIED IM BDAE E.V. WERDEN UND VIELE VORTEILE SICHERN

    chris - Fotolia.com

    BDAE MIT FACHVORTRAG AUF DER PERSONAL SWISS

    Am 14. und 15. April findet zum 14. Mal in Zrich diePersonal Swiss statt. Gemeinsam mit der Parallel-Veran-staltung Professional Learning bietet dieses Messe-Event Per-sonalentscheidern und Fhrungskrften einen umfassendenMarktberblick ber Dienstleistungen und Produkte im HR-Bereich. Begleitet wird die Veranstaltung mit etwa 300 Aus-stellern von 260 Fachvortrgen, Best-Practice-Prsentationen,Podiumsdiskussionen und Gesprchsrunden.

    Auch dieses Jahr wird die BDAE GRUPPE auf der Fachmessemit einem eigenen Stand (Halle 6, Stand M.22) vertretensein. Daneben hlt Omer Dotou, Leiter Unternehmensbera-tung Internationale Mitarbeiterentsendung bei der BDAEGRUPPE, am 15. April von 11.30 Uhr bis 12.45 Uhr (Forum1, Halle 5) einen Vortrag zum Thema Einsparpotenziale beiMitarbeiterentsendungen. Auslandsentsendungen sindkostspielige Manahmen, die abhngig von Faktoren wieetwa Entsendeland oder Familienstand des Mitarbeiters bis

    zu fnfmal teurer sein knnen als der Einsatz einer lokalenArbeitskraft. Der Vortrag zeigt, wo Unternehmen Potenzialzur Kosteneinsparung haben. Nur wer diese kennt und be-rcksichtigt, fr den zahlt sich der Business Case (As-signment) betriebswirtschaftlich aus.

    Mehr Infos: http://www.personal-swiss.ch/content/index_ger.html

    robodread - Fotolia.com

    kaalimiesk - Fotolia.com

  • 4BDAE: Was waren Ihre Beweggrnde,vor nahezu zehn Jahren nach Schwe-den auszuwandern?

    Susann: Wir hatten tatschlich kei-nen besonderen Plan gefasst undwaren mit Mitte 20 auch noch sehrjung. Ich hatte gerade mein BWL-Stu-dium absolviert und mein Freund hatteLust, sich beruflich neu zu orientieren.Dass wir uns fr Schweden als Aus-wanderungsland" entschieden, hattein erster Linie pragmatische Grnde,denn ich hatte whrend meines Hochschulstudiums ein Aus-landssemester in Karlstad ber die Erasmus-Organisation ge-macht und in dieser Zeit Freundschaften mit schwedischenStudenten geschlossen und somit Land und Leute intensiverkennenlernen knnen.

    Es spielten vor allem Abenteuerlust und Neugier eine Rolle.Von Vorteil war, dass wir ber keinen besonderen Besitz ver-fgten und auch keine nennenswerten Verpflichtungen undvor allem noch keine Kinder hatten. Wir packten einfachunser Auto voll mit allem, was wir hatten und fuhren nachSchweden. ber Freunde hatten wir in der Stadt rebro be-reits eine Wohnung organisiert bekommen. Mein Lebensge-fhrte hatte nebenseiner kaufmnni-schen auch eine hand-werkliche Ausbildunggenossen und fandsomit schnell einenHandwerksjob inSchweden. Ich arbei-tete eine gewisse Zeitunter anderem an derVolkshochschule undim Einzelhandel, bis ich schlielich mit einer Geschftspart-nerin eine Boutique erffnete, die wir seit vielen Jahren er-folgreich in rebros Innenstadt betreiben.

    Rckblickend betrachtet, waren wir vielleicht ein wenig naiv,aber mglicherweise war genau das unser Vorteil, denn esklappte alles ziemlich gut. Heute mit Kind und Kegel wrdenwir sicherlich mehr ber Vor- und Nachteile eines solchenSchrittes abwgen.

    BDAE: Gab es zu Beginn gewisse interkulturelle Schwierig-keiten zwischen Ihnen und den Schweden?

    Susann: Schwierigkeiten hatten wirkeine, denn wir kannten durch schwe-dische Freunde die Mentalitt bereitssehr gut und schtzen diese sehr. Damein Partner und ich beide aus Nord-deutschland stammen, fhlten wir unsden Schweden ohnehin nher als bei-spielsweise den Bayern. Das Gemteines Mecklenburgers ist dem desSchweden gar nicht so unhnlich. Des-wegen ist es uns auch nicht schwer ge-fallen, uns schnell einzuleben. Httenwir etwa den Kontinent gewechselt,

    wre eine interkulturelle Vorbereitung sicherlich unumgng-lich gewesen, aber dies war bei uns ja nicht der Fall. Zu wis-sen, dass es nicht weit weg ist, hat uns geholfen. Wirwollten den Kontakt zu Familie und Freunden in der altenHeimat nicht einfach abbrechen.

    BDAE: Gibt es dennoch typisch schwedische Eigenschaften,die Ihnen auffallen und die Sie auch schtzen?

    Susann: Es gibt schon einige Dinge, ber die man schmun-zeln kann. So lieben die Schweden etwa ihre Festtagsbuffets,die sich zu allen Gelegenheiten - ob Mittsommer, Osternoder Weihnachten - sehr hneln. So drfen beispielsweiseniemals Kttbullar oder eingelegte Heringe fehlen, da sinddie Schweden sehr traditionell. Was uns auerdem aufflltist, dass es zwischen den Schweden weniger regional-kultu-relle Unterschiede gibt als beispielsweise zwischen einemDeutschen aus Berlin und einem aus Baden-Wrttemberg.Dies liegt sicherlich unter anderem an der geringen Einwoh-nerzahl. Zudem legt das Volk viel Wert auf Gleichheit, abge-sehen von den Grostdten sticht niemand besondersheraus, es dominiert eine gewisse Bescheidenheit. DieGleichheit zeigt sich beispielsweise auch im Arbeitsleben, wodie Hierarchien allgemein sehr flach sind und man duzt sichberall. Zudem mag ich die Weltoffenheit der Schwedengerne, sie sind auerdem sehr tolerant Neuem gegenber.

    BDAE: Schweden wird oft und gerne als mustergltig in Sa-chen Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann aufge-fhrt. Wie empfinden Sie dies?

    INTERVIEWVIELE DEUTSCHE HABEN EINEROMANTISIERTE VORSTELLUNGVON SCHWEDEN

    Vor fast zehn Jahren wandertenSusann und ihr Partner nachSchweden aus, wo sie inzwischen mitihren beiden Kindern leben. Was sie anLand und Leuten schtzen und warumes sie manchmal in ihre alte Heimat zu-rckzieht, darber sprachen wir im In-terview.

  • 5Susann: Das trifft zu. Sicherlich war das nicht immer so,aber in den letzten Jahrzehnten hat sich diesbezglich eineziemlich klare und einheitliche Einstellung zu diesem Themaentwickelt. Dabei bezieht sich Gleichberechtigung nicht nurauf gleiche Chancen im Beruf, sondern auch auf die Familie.Hierzulande fhlen sich Mnner wie Frauen gleich verant-wortlich fr ihre Familie. Es ist normal, dass beide ElternteileElternzeit in Anspruch nehmen - oftmals zu gleichen Teilen.Derzeit wird der dritte Papamonat" eingefhrt, das heit,dass Vter knftig einen Rechtsanspruch auf mindestens dreiMonate Elternzeit haben werden. Die Einbindung des Man-nes im Familienleben sieht man beispielsweise auch im All-tag, wo es zum natrlichen Bild gehrt, Gruppen von Vternmit Kinderwagen in der Stadt oder auf Spielpltzen zu erle-ben.

    Krzlich wurde auerdem das geschlechtsneutrale Worthen" eingefhrt, das weder eine weibliche noch mnnlicheZuordnung beinhaltet. Insbesondere in den Kindergrten so erleben wir es jedenfalls wird groen Wert auf eine ge-schlechtsneutrale Erziehung gelegt. Kinder sollen als Indivi-duen und nicht in erster Linie als Jungen oder Mdchenwahrgenommen und erzogen werden. Gleichberechtigungund Geschlechtsneutralitt gilt in Schweden als derart selbst-verstndlich, dass dies berhaupt nicht mehr zur Diskussionsteht.

    BDAE: Sie und ihr Partner gehren zu den Auswanderern,die es geschafft haben, sich in Schweden zu integrieren undein eigenstndiges (Familen)Leben mit zwei Kindern aufzu-bauen. Knnen Sie sich dennoch vorstellen, nach Deutsch-land zurckzukehren?

    Susann: Tatschlich ist dies ein Thema bei uns. Wir fhlenuns sehr wohl in Schweden und haben uns auch ein sehrgutes Netzwerk aufgebaut, dennoch vermissen wir Familieund Freunde in Deutschland, die Nhe zu unseren Eltern,Geschwistern und deren Kinder. Nach gut zehn Jahren mer-ken wir schon unsere deutsche Identitt und wnschen unsfr unsere in Schweden geborenen Kinder, dass diese nichtden Anschluss an ihre heimatlichen Wurzeln verlieren. Ir-gendwie fhlt sich fr uns die Vorstellung seltsam an, wennunsere Kinder ausschlielich zu Schweden heranwachsen.Wir wissen, dass man Herkunft und Identitt spter nichtnachholen kann.

    Entscheidend ist aber unser Wunsch, wieder die Familie umuns zu haben. Bisher hatten wir nur im Urlaub die Chance,diese zu sehen. Wir wrden deshalb auch nicht irgendwo inDeutschland leben wollen, sondern in unserer alten HeimatMecklenburg. Was uns auch manchmal fehlt ist das kultu-relle Leben - Theaterbesuche, Ausstellungen oder musikali-sche Events. Schweden ist eben ein recht kleines Land miteiner niedrigen Einwohnerdichte, so dass das kulturelle Frei-zeitangebot etwas geringer ausgeprgt ist als etwa inDeutschland.

    Sollten wir tatschlich nach Deutschland zurckkehren, sindwir optimistisch, dass uns auch dieser Schritt gut gelingenwird. Die Auswanderung nach Schweden hat uns stark undzuversichtlich gemacht. Viele Schritte danach kamen unsnicht mehr so gewaltig vor.

    INTERVIEW

    Susann und ihr Lebenspartner Nico

  • 6BDAE: Inwieweit wrde sich Ihr Leben nach der Rckkehrnach Deutschland von dem in Schweden unterscheiden?

    Susann: Unsere Familie und Freunde wrden zum Alltagdazu gehren. Das wre ein riesiger Vorteil. Natrlich mss-ten wir uns neue Jobs suchen, aber das knnte uns ja auchjederzeit in Schweden so gehen.

    Sicherlich rechnen wir mit Schwierigkeiten, aber wir glaubenals Familie so stark zu sein, dass wir diese bewltigen wer-den. Ich habe zum Beispiel Sorge, dass kleine Kinder inDeutschland bei der Jobsuche immer noch eher als Hindernisgesehen werden, aber da wrde ich kmpfen, um zubelegen, dass dies nicht so ist. In Schweden ist die sogenannte Work-Life-Balance sehr ausgeprgt, die Fa-milie spielt eine mindestens genau so groe undwichtige Rolle wie die Arbeit. Wir schtzen die lan-gen Sommerferien - Schulkinder haben etwaganze zehn Wochen Sommerferien - und Elternknnen noch bis zum 8. Lebensjahr des KindesElterntage nehmen, sofern von den total 480Tagen/Kind noch einige brig sind. Das istschon ein gewisser Luxus, der uns sicher feh-len wrde.

    Ich knnte mir auch vorstellen, dass unsSchweden fehlen wird und wir mit eineranderen Art von Heimweh zu kmpfenhaben wrden, allerdings wrdenwir sicherlich sehr viel Urlaub dortmachen, allein schon, um den Kon-takt zu unseren schwedischen Freun-den zu halten.

    BDAE: Fr viele Menschen istSchweden ein Traum-Auswanderer-ziel. Was raten Sie ihnen fr einenerfolgreichen Start vor Ort?

    Susann: Meiner Beobachtung nach haben viele Deutscheein romantisiertes Bild von Schweden, das rote Holzhuser,Elche und Mittsommer einschliet. Erst neulich habe ich miteiner Behrde meiner alten Heimatstadt telefoniert, um michber Formalitten bei einer mglichen Rckkehr zu informie-ren. Als die Beamtin hrte, dass wir zurzeit in Schwedenleben, seufzte sie und sagte Ach wie schn, Schweden!Bleiben Sie doch blo da, was wollen Sie denn hier?" Vieleassoziieren mit diesem Land paradiesische Zustnde, verges-sen aber, dass Urlaub und Alltag sich signifikant voneinander

    unterscheiden. Auch hier muss man sein alltglichesLeben meistern, die Familie versorgen und im Berufs-

    leben bestehen. Die Probleme, mit denen mankonfrontiert wird, sind im Grunde dieselbenwie in Deutschland - mit ein paar Ausnah-men vielleicht.

    Ich rate also dazu, sich ein realistischesBild zu machen und sich nicht zu sehrmit den schnen Stereotypen zu be-fassen. Ganz wichtig ist es, die Spra-che zu beherrschen, sonst hat man

    kaum eine Chance, Teil der Gesell-schaft zu werden. Eine wichtige Vorausset-

    zung ist zudem die Neugier auf Land undLeute und vor allem Offenheit. Insofern ist esauch eine Typfrage, ob jemand fr ein Lebenin Schweden geschaffen ist oder nicht.

    INTERVIEW

    Alois - Fotolia.com

  • 7Viele europische Unternehmen beschftigen fr ein-zelne Projekte Arbeitnehmer aus dem Ausland, um per-sonelle Kapazittsengpsse zu berwinden. Dies gilt auch frdeutsche Firmen vor allem fr jene, die erfolgreich in derBau- und Instandhaltungsbranche ttig sind. Etliche Firmensind hoch spezialisiert und stellen ein Know how zur Verf-gung, das oftmals seinesgleichen sucht. Facharbeiter, die sol-chen Herausforderungen gewachsen sind, gibt es sicherlichnicht wie Sand am Meer. Es sind jene personellen Krfte,deren Mangel seit Jahren in Deutschland beklagt wird unddie zunehmend aus dem Ausland rekrutiert werden. Viele ar-beiten als so genannte Grenzgnger (auch Grenzpendler) indeutschen Unternehmen und entlasten ihre deutschen Kolle-gen. Wer als Chef Grenzpendler einstellt, wird allerdings mitoftmals ungeahnten steuer- und sozialversicherungsrechtli-chen Hrden konfrontiert, die fr schlaflose Nchte sorgen.

    Unterschied Grenzgnger und WanderarbeiterAllein eine sinnvolle Begriffsdefinition ist uerst schwer zufinden. Die Europische Kommission hat sich in einer Studiedaran versucht, diesen komplexen Sachverhalt zu errtern:Demnach unterscheidet sich ein Grenzgnger vom klassi-schen Wanderarbeitnehmer darin, dass er in einem Staatwohnt und in einem anderen Staat arbeitet. Der Wanderar-beitnehmer hingegen verlsst seine Heimat komplett, um ineinem fremden Land zu wohnen und zu arbeiten.

    Nach Schtzungen der EU gehen mehr als 1,2 Millionen Per-sonen in den EU-Mitgliedstaaten einer grenzberschreiten-

    den Beschftigung nach. Allein die Schweiz verzeichnet rund270.000 Grenzgnger (darunter 56.000 aus Deutschland).Es ist schier unmglich, den Begriff der Grenzarbeit eindeutiganhand objektiver Kriterien zu klren. Hilfreich ist aber eineZuordnung im Zusammenhang mit der sozialen Sicherheitoder mit bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).Beide Rechtsgebiete werden zur Definition herangezogen.

    Unterschied zwischen sozialversicherungs- und steuer-rechtlicher DefinitionGem dem Europischen Gemeinschaftsrecht meint der Be-griff Grenzgnger jeden Arbeitnehmer, der im Gebieteines Mitgliedstaats beschftigt ist und im Gebiet eines an-deren Mitgliedstaats wohnt (politisches Kriterium), in das erin der Regel tglich, mindestens aber einmal wchentlichzurckkehrt (zeitliches Kriterium). Diese Begriffsklrung dieneben dem bedeutenden Aspekt der Fahrt vom Wohnsitzzur Arbeitssttte ber eine Grenze hinweg eben auch diezeitliche Bedingung der tglichen oder wchentlichen Rck-kehr an den Wohnsitz einschliet gilt jedoch nur fr dieBestimmung der Sozialversicherungspflicht des betreffen-den Arbeitnehmers in der EU.

    In Sachen Steuerrecht sehen die zwischenstaatlichen Dop-pelbesteuerungsabkommen strenge Definitionen vor, die au-erdem ein rumliches Kriterium umfassen: Es zhlt dieTatsache, dass jemand in einer Grenzzone im strengen Wort-sinn wohnt und arbeitet, wobei die Grenzzonen in den ein-zelnen Steuerabkommen unterschiedlich definiert sind, alskonstitutives Merkmal der Grenzarbeit gilt.

    Was bedeutet das fr die Steuerpflicht des Grenzgngers?Normalerweise gilt folgendes Prinzip: Der Arbeitslohn wirddort versteuert, wo die Arbeit ausgebt wird. Anders siehtdies bei Grenzgngern aus. Diese werden nicht in jenemLand besteuert, in dem sie arbeiten, sondern in dem Staat,in dem sie wohnen. Entscheidend ist jedoch die Kompo-nente Zeit. Fr gewhnlich gilt: Der Grenzgnger wird (ver-einfacht dargestellt) im Wohnsitzland besteuert, wenn ersich nicht mehr als 183 Tage im Arbeitsland aufhlt. Aller-dings gelten je nach Arbeitsland unterschiedliche Fristen be-ziehungsweise unterschiedliche Auslegungen der sogenannten 183-Tage-Regelung. Eine bersicht zu den Rege-lungen der EU allgemein, der Schweiz, Frankreichs undsterreichs finden Interessierte in diesem Artikel.

    GRENZGNGER IN DER EU: EINE KURZE DEFINITION

    RECHTLICHES

    kasto - Fotolia.com

  • 8Ein deutscher Staatsangehriger, dermit seiner Familie seinen Lebens-mittelpunkt in Tschechien hat und dortsozialversicherungspflichtig beschftigtist, hat Anspruch auf deutsches Kinder-geld und zwar dann, wenn er inDeutschland einen Zweitwohnsitz bei-behlt. Das geht aus einem Urteil desBundesfinanzhofs (BFH; Az. III R 44/12)hervor.

    In dem zugrunde liegenden Fall hatteein Vater mit deutscher Staatsbrger-schaft fr seine zwei Kinder die ent-sprechende staatliche Untersttzungeingeklagt. Dieser bewohnt seit 1977mit seiner Familie eine Einliegerwoh-nung im Hause seiner Eltern in Rhein-land-Pfalz. Nachdem er im Herbst 2005arbeitslos geworden war, trat er am 1.Juni 2006 eine Beschftigung im tsche-chischen Prag an. Dorthin zog er auchmit seiner Ehefrau und den beiden Kin-dern die ltere Tochter besucht diedeutsche Schule in Prag. Der Familien-vater verbringt jedoch weiterhin seinegesamte freie Zeit mit der Familie in

    seiner Wohnung in Deutschland erselbst whrend seines Urlaubs und dieFamilie whrend der Schulferien. DieNutzung der dortigen Wohnung gehtsomit nach den Feststellungen des Fi-nanzgerichts (FG) ber eine blicheNutzung als Ferienquartier deutlichhinaus.

    Als die Familienkasse vom Wohnort-wechsel erfuhr, stellte sie die Kinder-geldzahlung fr die ltere Tochter, diein Prag zur Schule geht, ein und for-derte den berzahlten Betrag fr dieMonate Juli 2006 bis September 2008in Hhe von 4.158 Euro zurck.

    Zu Unrecht, wie das Finanzgericht be-fand. Begrndung: Um Anspruch aufKindergeld zu haben, reicht es, inDeutschland einen Wohnsitz zu haben.EU-Brger drfen mehrere Wohnsitzehaben auch im um den Zweitwohn-sitz in Deutschland aufrecht zu erhal-ten, reichen unregelmigeAufenthalte aus, sofern es sich dabeinicht blo um Besuche handelt.

    RECHTLICHES

    Fr Kinder, die selbst noch nicht er-werbsfhig sind, ist der gewhnli-che Aufenthalt in Deutschland keineVoraussetzung fr einen Anspruch aufSozialleistungen. Das entschied krz-lich das Bundessozialgericht in Kassel(BSG, Az.: B 14 AS 56/13 R).

    In dem zugrunde liegenden Fall woh-nen zwei Kinder mit deutscher Staats-angehrigkeit in Tunesien bei ihrenGroeltern, whrend ihre Eltern inDeutschland leben und Harz-IV-Leis-tungen erhalten. Whrend der tunesi-schen Schulferien von Anfang Juli bisEnde September kamen die Sprsslingefr drei Monate zu ihren Eltern nachBocholt in Nordrhein-Westfalen. Frdiese Besuchszeit beantragten die El-tern fr ihren Nachwuchs ebenfalls So-zialgeld, was die Stadt Bocholtablehnte. Einen Anspruch auf Hilfeleis-tungen knnte es nmlich nur geben,wenn die Kinder ihren gewhnlichenWohnsitz in Deutschland htten.

    Die Eltern klagten gegen die Ableh-nung, denn ohne die staatliche Unter-sttzung durch Sozialleistungen wrdeder Aufenthalt der Kinder bei den El-tern unmglich gemacht. Das Bundes-sozialgericht entschied zugunsten derFamilie. Denn nach dem Gesetz mss-ten nur die erwerbsfhigen Empfngervon Sozialleistungen ihren gewhnli-chen Aufenthalt in Deutschland haben.Fr deren Nachwuchs, der selbst nochnicht erwerbsfhig sind, fordere dasGesetz den gewhnlichen Aufent-halt in Deutschland gerade nicht. Ent-scheidend sei, ob die Kinder whrendihres Aufenthaltes in Deutschland mitden Eltern in einer Bedarfsgemein-schaft lebten, so die ARAG-Rechtsex-perten. Das war hier eindeutig der Fall,da die Kinder bei ihren Eltern in der Fa-milie lebten.Quelle: ARAG Rechtstipps und Urteile

    KINDER IM AUSLAND HABEN ANSPRUCH AUF HARTZ IV

    KINDERGELD AUCH FR IN TSCHECHIEN LEBENDE ELTERN

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  • 9RECHTLICHESUNFLLE BEIM HOCHSCHULSPORT SIND AUCH IM AUSLAND VERSICHERT

    Studenten an Hochschulen stehengrundstzlich auch dann unterdem Schutz der gesetzlichen Unfallver-sicherung, wenn sie an einem von derUniversitt als Hochschulsport angebo-tenen Skikurs im Ausland teilnehmen.Auch whrend der Teilnahme mit derUniversittsmannschaft an einer Hoch-schulmeisterschaft besteht Unfallversi-

    cherungsschutz in der gesetzlichen Un-fallversicherung. Das hat das Bundes-sozialgericht (BSG) entschieden. DieBegrndung: Zu den gesetzlichen Auf-gaben der Universitten gehrenneben der Bildung und Berufsvorberei-tung auch auf die Frderung der sport-lichen Bettigung der Studenten.Deshalb haben eingeschriebene Stu-

    denten, die am Hochschulsport teilneh-men, Versicherungsschutz, wenn dieserim organisatorischen Verantwortungs-bereich der Hochschule stattfindet. DerEntscheidung lagen die unabhngigvoneinander eingereichten Klagenzweier Studenten zugrunde.

    Die Studentin des ersten Verfahrens (B 2 U 13/13 R)nahm ber Silvester 2007/2008 an einem vom Hoch-schulsport ihrer Universitt angebotenen und veranstaltetenSporttouren-Kurs in der Schweiz teil, der auch externen Teil-nehmern offenstand. Die Klgerin belegte mit anderen mit-gereisten Studierenden einen Skikurs fr Anfnger, der voneinem vom Hochschulsport der Universitt gestellten Skileh-rer geleitet wurde. Whrend der Teilnahme an diesem Kurswurde sie auf der Piste von einem Snowboardfahrer umge-fahren und erlitt Knochenbrche.

    Der Unfallversicherungstrger wollte fr den Schaden nichtaufkommen und begrndete dies damit, dass es sich nichtum einen Arbeitsunfall handele. Weil die Sportausbungnicht innerhalb des organisierten bungsbetriebs whrendfester Zeiten am Hochschulort stattgefunden habe undauch Nichtstudierende htten teilnehmen knnen, stehevielmehr der Freizeitcharakter im Vordergrund. In diesemFall gab das Bundessozialgericht dem Versicherer Recht, al-lerdings mit einer grundstzlichen Einschrnkung:

    Ein von der Hochschule den Studierenden angebotener undvon Skilehrern des Hochschulsports dieser Hochschuledurchgefhrter Skikurs steht prinzipiell auch dann unterdem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversiche-rung, wenn er im Ausland stattfindet. Voraussetzung istjedoch, dass die Teilnahme im Wesentlichen nur Stu-dierenden offen steht. Eine Teilnahme an einer Sportver-anstaltung, die die Hochschule nicht nurUniversittsangehrigen anbietet, sondern an der unbe-schrnkt auch sonstige Personen teilnehmen knnen, istkeine versicherte Ttigkeit. Denn Zweck der Studierenden-versicherung nach Paragraf 2 Abs 1 Nr. 8 Buchstabe c SGBVII ist es, die gemeinsame sportliche Bettigung der Studie-renden an der Hochschule als Teil der Aus- und Fortbildungin den Schutzbereich der gesetzlichen Unfallversicherungeinzubeziehen.

    FALL 1:EXTERNE UND INTERNE TEILNEHMER AM HOCHSCHULSPORT

  • 10

    RECHTLICHES

    KANADA: ETA-VERFAHREN VORAUSSICHTLICH AB NOVEMBER 2015

    Wie bereits Ende 2014 angekndigt, mssen sich in Zu-kunft alle visumfreien Reisende vor ihrer Reise nachKanada eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA elec-tronic Travel Authorization) besorgen. Der Online-Prozess sollbinnen einiger Minuten geschehen und kostengnstig sein.

    Erforderlich sind verschiedene Angaben zur Person, diesewerden mit Datenbanken der Behrden abgeglichen. DieEinreisegenehmigung soll fnf Jahre lang gltig sein undmehrere Einreisen erlauben. Wann das neue Verfahren ein-gefhrt werden soll, steht noch nicht fest, im Gesprch istderzeit November 2015.

    Fr touristische oder geschftliche Aufenthalte bis zu sechsMonaten ist die Einreise nach Kanada visumsfrei. Bei der An-kunft im nordamerikanischen Staat erfolgt am Flughafen frgewhnlich eine Einreisebefragung durch Beamte der Ein-wanderungsbehrde CBSA. Dabei mssen auslndische Br-ger den Beamten berzeugend darlegen, dass sie berausreichende finanzielle Mittel fr den geplanten Aufenthaltverfgen, keine Arbeitsaufnahme beabsichtigen und denStaat nach Ende des Besuchs wieder verlassen. Ergeben sichbei der Befragung Zweifel, kann sich in Einzelfllen das Ver-fahren durch weitere Nachforschungen der Einwanderungs-behrde ber mehrere Stunden erstrecken. Vor allem bei derVermutung einer Beschftigung sind die kanadischen Behr-den sehr streng.

    Nheres zu den kanadischen Einreisebestimmungen findenInteressierte unter:http://www.cic.gc.ca/english/visit/index.asp

    Quellen: VisumCentrale und Auswrtiges Amt

    Anders lag der Sachverhalt bei einem Studenten, der zurBasketball-Hochschulmannschaft seiner Universitt ge-hrte und mit ihr an den Deutschen Hochschulmeisterschaf-ten teilnahm. Diese wurden vom Allgemeinen DeutschenHochschulsport organisiert und fanden an einer anderenUniversitt statt. Whrend eines Spieles verletzte sich derKlger am linken Knie. Auch hier argumentierte der Unfall-versicherungstrger, es handele sich nicht um einen Arbeits-unfall: Ebenso wie beim Betriebssport falle die Teilnahme anWettkmpfen wie auch die Teilnahme an Sportfreizeitennicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.Darber hinaus sei die Hochschulmeisterschaft nicht in demorganisatorischen Verantwortungsbereich der Universittdes Klgers durchgefhrt worden. Diesmal entschieden dieRichter anders:

    Die Teilnahme an dem Basketballspiel der Deutschen Hoch-schulmeisterschaften gehrte zur Aus- und Fortbildung imSinne von Paragraf 2 Absatz 1 Nr. 8 Buchstabe c SGB VII desstudierenden Klgers. Zwar fand das Spiel weder auf dem

    Gelnde der Universitt des Klgers statt noch wurde es vondieser Universitt unmittelbar, sondern vom AllgemeinenDeutschen Hochschulsportverband organisiert. Die Veran-staltung lag aber im organisatorischen Verantwor-tungsbereich der Hochschule, weil die Universitt dieBasketballspieler auswhlte, die organisatorische Verantwor-tung fr den Teilnehmerkreis trug und Fahrt, Unterbringungsowie Verpflegung whrend des Turniers organisierte.

    Durch die Mitgliedschaft in dem Allgemeinen DeutschenHochschulsportverband, der als Dachverband des Hoch-schulsports fungiert, war der Universitt des Klgers die Ver-anstaltung des Basketballspiels auch organisatorischzuzurechnen. Dem Versicherungsschutz in der gesetzlichenUnfallversicherung stand auch nicht der Wettkampfcharak-ter der Hochschulmeisterschaften entgegen. Wettkmpfesind ein wesentliches Element aller Sportarten und knnendaher nicht vom Versicherungsschutz fr Studierende aus-genommen werden.

    FALL 2:NUR INTERNE STUDENTEN NEHMEN AM HOCHSCHULSPORT UND WETTKAMPF TEIL

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    Der rasante strukturelle Wandel sowie das Zusammen-treffen von Menschen aus ber 200 Nationen machendie VAE zu einer einzigartigen Region, die Orient und Okzi-dent miteinander verbindet. Fr eine branchenbergreifendeVielzahl an Unternehmungen ist es mittlerweile unabdingbar,im Zuge ihrer global erfolgreichen Geschftsttigkeit eben-falls auf dem emiratischen Markt zu agieren. Die besonderenMerkmale des schnelllebigen Drehkreuzes VAE setzen einegute Kenntnis des lokalen Marktes voraus, um den Heraus-forderungen des internationalen Wettbewerbs erfolgreichbegegnen zu knnen.

    Meist geschtzte Eigenschaften deutscher Unterneh-men in den VAEUnternehmen der deutschsprachigen Wirtschaft spielen seitden 70er Jahren eine entscheidende Rolle in der Diversifika-tion der arabischen Wirtschaft und agieren als strategischerHandelspartner der VAE. Eine aktuelle Umfrage, HR & SalaryReport 2015, des Beratungsunternehmens Departer TheGerman Headhunter und der Deutsch-Emiratischen Indu-strie- und Handelskammer (AHK) hat ergeben, dass deutsch-sprachige Firmen eine ausgezeichnete Reputation in denEmiraten genieen. Mitarbeiter aller in Dubai vertretenenNationalitten gaben an, aus den folgenden Grnden freines der ber 1.000 deutschen Unternehmen in den VAE zuarbeiten:

    Zuverlssige Zahlweise Klar organisierte Strukturen Hohes Verantwortungslevel Respektvoller Umgang mit Kooperationspartnern Transparente Kommunikation Mglichkeit interner Schulungen

    Die Umfrage besttigt die Vielfalt der Herkunftslnder derMitarbeiter in Firmen der Privatwirtschaft: Es werden vor-nehmlich Inder, Pakistaner, Sri Lanker, Filipinos sowie Araberund zu 34 Prozent Personen aus der Region DACH beschf-tigt. Der Report gibt ebenfalls Aufschluss darber, welcher

    Nationalitt die Personalentscheider mehrheitlich entstam-men und legt diesbezgliche Unterschiede dar.

    Fast 80 Prozent der deutschen Expats haben lokalen Ar-beitsvertrag in DubaiDie Ergebnisse besttigen, dass sich Organisationen derdeutschsprachigen Wirtschaft vornehmlich in den Freihan-delszonen der Metropolen Dubai und Abu Dhabi niederlas-sen. Das Land gilt weiterhin als Ballungsraum ambitionierterAuslnder, die als lokale Reprsentanten ihrer Stammhuservor Ort fungieren. Diese machen mittlerweile 80 Prozent derBevlkerung aus und gestalten die Entwicklung eines derreichsten Lnder der Welt (BIP: USD 44,771, 2014) entschei-dend mit. Als handlungsleitende Motive werden vor allemdie beruflichen Entwicklungs- und Gehaltsmglichkeiten ge-nannt, die auslndische Arbeitnehmer dazu veranlassen, inden Emiraten ttig zu sein. Geringe Chancen auf dem heimi-schen Arbeitsmarkt veranlassen vornehmlich Umfrageteil-nehmer aus den umliegenden arabischen Lndern zu einemStandortwechsel, um politischen Unruhen zu entkommen.

    58 Prozent der Expatriates beabsichtigten, nach ihrer An-kunft zwei bis fnf Jahre in den VAE zu bleiben. Die tatsch-liche Aufenthaltsdauer liegt im Durchschnitt hingegen bei4,5 Jahren. Die Studie zeigt, dass auslndische Mitarbeiterzunehmend mit lokalen Arbeitsvertrgen beschftigt werden(78 Prozent). Im Gegensatz zu Expatvertrgen sind diese oft-mals mit deutlich weniger Annehmlichkeiten verbunden undtragen zustzlich dazu bei, dass Mitarbeiter sich mit hohenund stetig steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiertsehen. Diese bedeuten durchschnittlich 44 Prozent derWohn- und Nebenkosten und stellen fr ein Drittel der Be-fragten somit die grte Herausforderung vor Ort dar. Mitdurchschnittlich 40 bis 48 Wochenarbeitsstunden verteilt auffnf Arbeitstage arbeiten die meisten Angestellten mehr alsihre Kollegen in Deutschland. Die Mehrheit der Befragtenkann hingegen ebenfalls einen Urlaubsanspruch von 30Tagen geltend machen.

    EXPATRIATESHGEHALTSSTUDIE VAE: WAS EXPATS IN UNTERNEHMEN DER DEUTSCHSPRACHIGEN WIRTSCHAFT VER-DIENEN

    REASONS FOR WORKING IN THE UAE (Multiple answers are permitted)

    77%Career development

    Work experience abroad

    Salary

    Standard of living

    Culture / Weather / Country

    Private reasons

    Low employment prospects on domestic job marked

    51%

    50%

    26%

    17%

    15%

    8%

  • 12

    Increasing workforce productivity

    Driving culture and behavioral change in the organisation

    Succession planning

    Retaining key talent

    Building leadership capability

    Acquiring key talent

    Encouraging organisational innovation

    19%

    23%

    24%

    30%

    16%

    15%

    14%

    KMUs sind in Dubai am hufigsten vertretenDie Umfrageergebnisse von ber 150 Geschftsfhrern undPersonalentscheidern zeigen, dass kleine und mittelstndi-sche Unternehmen (KMUs) den Groteil der in den VAE an-sssigen Firmen ausmachen. In den Emiraten beschftigendiese meist eine deutlich geringere Mitarbeiterzahl in ihrenVertriebs- und Servicegesellschaften. Die Tatsache, dass derGroteil der Personalentscheidungen fr die Region imdeutschsprachigen Raum getroffen wird (nur 44 Prozent derlokalen Tochtergesellschaften verfgen ber eine lokale HR-Abteilung), fhrt dazu, dass Entscheidungsprozesse oftmalszu viel Zeit in Anspruch nehmen (31 Prozent) und sowohl lo-kale Gegebenheiten als auch Bedrfnisse keine angemesseneBercksichtigung finden. 44 Prozent der Befragten bewertendie Kooperation mit den Stammhusern in der DACH-Regionals unbefriedigend. Hieraus ergibt sich der Wunsch nachmehr Unabhngigkeit und Entscheidungsfreiraum lokal tti-ger Mitarbeiter (25 Prozent), so dass Recruitingprozesse be-schleunigt und marktspezifischer durchgefhrt werdenknnen. Die Abbildung fasst die grten Herausforderungendes emiratischen Marktes fr Personalentscheider zusammenund weist bestehende Schwierigkeiten auf.

    Passende Mitarbeiter sind entscheidender Wettbe-werbsfaktorAufgrund der begrenzten Anzahl qualifizierten Personals inder Region, zhlt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiterweiterhin zu den grten Herausforderungen der Personal-abteilungen. Die Studie veranschaulicht, dass die Offenheitund das Verstndnis gegenber Berufs- und Studienab-schlssen nicht-europischer Nationalitten zuknftig wach-sen mssen, um dem Fachkrftemangel vor Ort entgegen-wirken zu knnen. Mitarbeiter aus dem deutschsprachigen

    Heimatland kennen zwar die Unternehmenskultur und sindmit den Produkten vertraut, verfgen jedoch nicht ber dientige Marktkenntnis und verbinden ihren Auslandseinsatzoftmals mit hohen Gehaltsvorstellungen. So gibt die Hlfteder Personalentscheider an, dass ihnen das zur Verfgungstehende Budget nicht erlaubt, adquate Personalentschei-dungen zu treffen. Im Rahmen des sogenannten OverseasRecruitment nutzen Unternehmen zunehmend weltweiteRecruitingkanle fr die optimale Stellenbesetzung im In-und Ausland.

    Die Auswahl der richtigen Mitarbeiter stellt den entscheiden-den Faktor fr die Wettbewerbsfhigkeit der jeweiligen Un-ternehmung auf dem emiratischen Markt dar. Sowohl diehiesigen Personalabteilungen als auch die Verantwortlichenvor Ort besttigen den Bedarf an untersttzendem Recrui-ting durch externe Berater, die ber einen internationalenund regional erfahrenen Talentpool verfgen. SpezialisierteHeadhunter suchen den direkten Kontakt zu Persnlichkei-ten, denen es zumeist aufgrund ihres aktuellen Arbeitspen-sums nicht mglich ist, auf Stellenanzeigen zu reagieren odersich initiativ bei ihren Wunschunternehmen zu bewerben.59 Prozent aller Fach- und Fhrungskrfte sind passive Be-werber wir gewinnen gezielt international ausgerichteteBewerber mit einem adquaten und fr sie attraktiven Ange-bot. Wichtig ist, dass beide Parteien umfassend hinsichtlichbestehender Marktbesonderheiten beraten sind und gemein-sam in dieselbe Richtung blicken, der HR & Salary Report istein optimales HR-Werkzeug fr die Region, erlutert Bera-terin Jaana Schmitt, die bei Departer als Bindeglied zwischenden deutschen Unternehmenshauptsitzen und deren Aktivi-tten im Mittleren Osten fungiert.

    EXPATRIATES

    HR MANAGEMENT CHALLENGES (Multiple answers are permitted)

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    Marktgerechte Gehaltspakete und BenefitsMarktgerechte Vergtungssysteme stellen besonders in derdynamischen Wirtschaft der Golfstaaten einen entscheiden-den Bestandteil unternehmerischer Wettbewerbsfhigkeitdar. Lokal gezahlte Gehlter gelten aufgrund der entfallen-den Steuerbelastung weiterhin als besonders attraktiv. DerReport weist die relevantesten Branchen und Funktionendeutscher Firmen aus und bercksichtigt hierbei hinsichtlichder Gehaltsangabe drei verschiedene Karrierelevels. Der ge-botene Orientierungsrahmen untersttzt Arbeitgeber wie Ar-beitnehmer bei der Ermittlung ihres Marktwertes.

    Die Studie zeigt erneut, wie wichtig die Etablierung einerstarken Arbeitgebermarke fr vom Fachkrftemangel betrof-fene Unternehmen ist. Nur wenn eine Identifikation mit demArbeitgeber mglich ist, wird es diesem langfristig gelingen,der hohen Fluktuation zu begegnen und Mitarbeiter zu binden.

    Unter Bercksichtigung der zusammengetragenen Erkennt-nisse im HR & Salary Report 2015 knnen eine Effizienzstei-gerung der Personalwirtschaft in den VAE realisiert und dieMglichkeiten der Region optimal genutzt werden.

    Der vollstndige Report steht Interessierten als kostenloserDownload zur Verfgung: http://www.departer.de/hr-report/.

    Hintergrund: Das in Dubai gegrndete Beratungsunterneh-men Departer The German Headhunter und die Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK) haben mitdem HR & Salary Report 2015 aktuelle Kennzahlen sowieeinen praxisorientierten Leitfaden fr ein effizientes HumanResources (HR) Management in den Emiraten verffentlicht.Er basiert auf den Umfrageergebnissen von Arbeitnehmernsowie Arbeitgebern aller Nationalitten, welche mit regiona-lem Bezug und direkt vor Ort bei Unternehmen der deutsch-sprachigen Wirtschaft beschftigt sind.

    Kontakt:

    Jaana Schmitt (HR Consultant)E-Mail: [email protected] +49 421 168890-19www.departer.de

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    Oft stoen solche oder hnliche Re-aktionen whrend einer Auslands-entsendung im heimischen Umkreis aufUnverstndnis oder Schuldzuweisun-gen. Man habe sich die Situation jaselbst ausgesucht und solle sich malnicht so haben, schlielich lebe man ineiner privilegierten Situation und mssenicht mehr arbeiten gehen.

    Die oft langfristigen Vernderungen,die der Gang ins Ausland vor allem frExpatpartner mit sich bringt, werdendabei oft bersehen oder kaum ange-sprochen. Mitausreisende Partner ent-gegnen diesen Vernderungen imBeruf- und Sozialleben auerhalb ihresKomfortbereiches ohne soziales Netz-werk und Untersttzung, whrend gleichzeitig die Bezie-hung zum Partner durch Mehrbelastung, logistischeHerausforderungen und soziale Isolation auf die Probe ge-stellt wird. Mentale berlastung ist hufig die Folge, die sichin psychologischen Folgeerscheinungen wie Depression,Burn-Out oder Substanzabhngigkeiten niederschlagen kn-nen.

    Anpassungstrungen und Depres-sionen als Folge der Vernderun-gen

    Eine Anpassungstrung ist eine kurzle-bige Depression, die ein bis drei Monatenach einschneidenden Lebensvernde-rungen auftritt, wie Jobverlust oder Aus-landsumzug, und bis zu sechs Monatenanhlt. Die Symptome sind oft hnlichoder gleichen einer klinischen Depres-sion (zum Beispiel Hoffnungslosigkeit,Schlafprobleme, Angst, Konzentrations-beschwerden, Rckzug, Rastlosigkeit),aber treten nur dann auf, wenn einePerson sich (noch) nicht an die neue Le-benssituation anpassen konnte.

    Recherchen in den USA haben gezeigt, dass Auslandsent-sandte generell ein hheres Risiko fr mentale Gesundheits-probleme aufweisen als daheimgebliebene Mitarbeiter. Ineiner U.S.-amerikanischen Vergleichsstudie eines multinatio-nalen, brsengelisteten Unternehmens war die Hlfte allerbefragten Expatriates hoch gefrdet, im Laufe des Auslands-aufenthaltes eine psychologisch internalisierende Strung(wie beispielsweise Depression oder Angststrungen) zu ent-wickeln. Ebenso griffen die entsendeten Mitarbeiter im Aus-land hufiger und in hheren Maen zu Substanzen wieAlkohol als vergleichbare Mitarbeiter im Inland (Truman, Sha-rar & Pompe, 2011).

    Doch bei Auslandsentsendungen sind nicht nur die Expatsselbst belastet, sondern vor allem die mitausreisenden Part-ner. Im Vergleich zum Expatriate selbst uerten sich 72 Pro-zent aller befragten Expatpartner/innen negativ zu ihremGesundheitszustand, dreimal so hufig wie die Expats selbst(27 Prozent, Studie der ICUnet.AG).

    EXPATRIATES

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    DEPRESSIONEN BEI AUSLANDS-ENTSENDUNGEN EIN UNTER-SCHTZTES PHNOMEN

    Es ist wie ein Teufelskreis. Ich muss ei-gentlich jeden Tag heulen, habe hierim Grunde keine richtigen Bekann-ten mein Partner ist selber stark aufder Arbeit berlastet, da sein Job sehrstressig ist. Dann kommt er heim undmuss sich noch meine Sorgen, fast tg-lich, anhren. Ich fhle mich dannnoch schlechter und schuldiger. Dieganze Zeit denke ich nur an meine alteHeimat, wie schn es dort war unddann geht es mir hier noch beschisse-ner. (Originalzitat aus Onlineforum)

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  • 15

    Berufliche und soziale Untersttzungssysteme zur HilfeBei der Frage nach Abhilfe in solchen Situationen werdenzwei Systeme in zahllosen Untersuchungen und Befragungenhervorgehoben: Berufliche Untersttzung fr mitausreisen-den Partner/innen, um Problemen des Identittsverlustes beiDoppelverdienerhaushalten vorzubeugen und soziale Unter-sttzung, um den Beziehungsstress abzubauen. Diese zweiSysteme haben den grten Effekt auf die mentale Gesund-heit und die psychologische Anpassung an die neue Umge-bung. Leider wurde auch festgestellt, dass genau diesebeiden Manahmen fr Expatpartner/innen von Firmen we-niger hufig bereitgestellt werden als praktische Unterstt-zungsmanahmen (McNulty, 2012).

    Man kann argumentieren, dass Anpassungsstrungen imGrunde ausgeprgte Wahrnehmungen eines Kulturschockssind. Nicht jeder Expat und mitausreisende Partner ist davonbetroffen, da Probleme mit Hilfe unterschiedlicher Ressour-cen und psychologischen Mechanismen bewltigt werdenknnen. Das Hauptaugenmerk fr Expatfamilien und Unter-nehmen sollte darin liegen, dass solche mentalen Herausfor-derungen nicht in eine klinische Depression bergehen. Umdem vorzubeugen empfiehlt sich:

    regelmige Bewegung eine etablierte Schlafroutine kontinuierliche Kommunikation in der Partnerschaft neue Bezugspunkte aufzubauen (sowohl soziale als auch

    berufliche) eine ausgeglichene Ernhrung ohne exzessiven Substanz-

    konsum der Aufbau eines sozialen Netzwerke, oder das Finden

    einer formellen Gruppe zur Untersttzung das Aufsuchen eines Therapeuten (Therapeuten-international)

    Damit die Expatriates und Partner/innen ihren Teil zum Gelin-gen einer Auslandsentsendung beitragen knnen, mssenUnternehmen langfristig in eine bessere Untersttzung inve-stieren. Dies fngt mit der gezielten Auswahl geeigneter,kompetenter Mitarbeiter und deren motivierten mitausrei-senden Partner/innen an, geht ber Vorbereitungsmanah-men mit nachhaltigen Untersttzungssystemen vor Ort imAusland weiter und hrt bei einer angemessenen Eingliede-rung ins Heimatland nach erfolgreiche Entsendung auf.

    EXPATRIATES

    AUTORINSusan Salzbrenner ist diplomierte kli-nische und Organisationspsychologinund zertifizierte interkulturelle Trai-nerin.

    Durch ihre langjhrigen Auslands-aufenthalte in Dnemark, Australien,USA, China und Frankreich hat siedie psychologischen Herausforderun-gen, denen mitausreisende Partnerund Partnerinnen whrend einesAuslandsaufenthaltes hufig gegen-ber stehen, selbst hautnah erlebt.

    Treten sie ber LinkedIn oder Xing zuihr in Kontakt.

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  • 16

    VLM AIRLINES

    TURKISH AIRLINES

    Die belgische Regional-fluggesellschaft BMIbaut ihr Streckennetz ausund startet ab April diesesJahres zwei neue Flugver-bindungen von Hamburgnach Rotterdam und Ant-werpen.

    Von der Hansestadt in dieNiederlande geht es ab dem13. April. Nach Belgien fin-det der Erstflug am 20. Aprilstatt. Beide Neuverbindun-gen werden zweimal tglichvon Montag bis Freitag an-geboten. Am Wochenendewird die Business-Strecke

    nicht bedient. Zum Einsatzkommen Maschinen desTyps Fokker 50.

    Mit diesem neuen Angebotreagiert die Airline nach ei-genen Aussagen auf dieKundenbedrfnisse. Ham-burg, Rotterdam und Ant-werpen seien wichtigeHandelsstdte mit groenUmschlagshfen.

    Flugtickets knnen onlineber www.vlmairlines.com,im Reisebro oder ber Rei-severanstalter gebucht wer-den.

    Turkish Airlines teilstaatliche Flug-gesellschaft der Trkei vergrertihr Streckennetz in Amerika und fliegtab dem 13. April dieses Jahres vonIstanbul nach San Francisco. Die ameri-kanische Metropole an der Westksteist neben Los Angeles das zweite Ziel inKalifornien und das elfte in Amerika.

    Die Flge auf der neuen Route werdenfnfmal wchentlich jeweils mon-tags, dienstags, donnerstags, freitagsund sonntags angeboten. Die Ma-schinen starten jeweils um 13.05 Uhrin Istanbul und landen um 16.25 Uhr

    in San Francisco. Zurck geht es um18.10 Uhr mit Ankunft in der trki-schen Millionenmetropole am Bospo-rus um 17.05 Uhr am Folgetag. (AlleZeiten sind Ortszeiten.)

    Neben San Francisco und Los Angelesbedient Turkish Airlines noch weiterZiele in Amerika: Boston, Chicago,Houston, New York und Washingtonsowie Buenos Aires, Argentinien, SoPaulo und Brasilien. Zudem fliegt dieAirline die kanadischen Stdte Mont-real und Toronto ab Istanbul an.

    AIRLINES

    AIRBERLIN

    Die zweitgrte deutsche Fluggesellschaft Airberlin fliegt ab dem 13. April dieses Jahres von Berlin nachPrag und Billund und erweitert damit ihr Streckennetz umzwei neue Verbindungen. Auf der Route nach Prag bietet dieAirline montags bis freitags jeweils drei und am Wochenendeinsgesamt fnf Flge an. Die Strecke nach Billund wird miteinem tglichen Flug bedient. Von Berlin aus haben Reisendebeider Verbindungen zahlreiche nationale sowie internatio-nale Anschlussmglichkeiten.

    Des Weiteren wird die Flugfrequenz auf den Strecken vonBerlin nach Graz, Warschau und Danzig ab dem 13. April er-hht. Graz steht dann von Montag bis Freitag mit jeweilseinem zweiten Flug im Flugplan. Bisher fand auf dieser

    Strecke ein tglicher Flug statt. Die Flge zwischen Berlinund Warschau, die bisher dreimal tglich angeboten wurden,werden um sechs zustzliche Frequenzen die Woche erhht.Die ehemalige polnische Hafenstadt Danzig wird ebenfallshufiger zu erreichen sein. Statt wie bisher zweimal tglichbietet die Airline von Montag bis Freitag drei tgliche Flgesowie fnf am Wochenende an.

    Zustzlich wird Airberlin Medien zufolge die Verbindungnach Linz wieder in ihren Flugplan aufnehmen, die Ende2012 eingestellt wurde. Ab April soll die obersterreichischeLandeshauptstadt sechsmal die Woche bedient werden. Ge-naue Details dazu sollen noch folgen.

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    ive- Fot

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  • Die Lufthansatochter Germanwings wei-tet mit Beginn des Sommerflugplanesam 29. Mrz dieses Jahres ihr Flugangebotaus. Bis zum 25. Oktober werden von denFlughfen Dsseldorf, Kln/Bonn, Stuttgart,Hamburg, Berlin-Tegel, Hannover und Dort-mund insgesamt 132 Ziele in 31 Lndern an-geflogen.

    Ab Dsseldorf sindmehrere Flugver-bindungen neuim Angebot:Athen mit dreiwchentlichenFlgen, Jerez dela Frontera undJersey mit jeweilseinem Flug proWoche sowie Reykjavik mitzwei wchentlichen Flgen. Hinzu kommenneue Strecken nach Porto und Faro in Portu-gal, die bereits im April starten und vierFlge die Woche nach Marseille, die das

    Frankreichangebot erweitern.Ab Berlin-Tegel heben knftig zwei Fliegerdie Woche nach Palermo ab und ganz neugeht es in diesem Sommer mit zwei w-chentlichen Flgen nach Izmir.

    Das Ziel Izmir wird ebenfalls zweimal dieWoche vom Hamburger Flughafen angebo-ten. Ebenso neu sind im Sommer-Flugange-bot der Hansestadt die Ziele Bari und abdem 22. Juli Zagreb, die jeweils einmal dieWoche angeflogen werden.

    Neue Flugstrecken gibt es auch ab Stuttgart:Nach Nizza geht es dreimal die Woche, Am-sterdam steht mit sechs wchentlichen Fl-gen im Plan und Valencia wird viermal in derWoche angeflogen. In den Sommerferienwerden zustzlich die Ziele Pristina, Tunisund Tirana mit jeweils einem Flug die Wocheangeboten.

    17

    GERMANWINGS

    MEHR FLUGPASSAGIERE AUF DEUTSCHEN FLUGHFEN

    In 2014 starteten oder landeten insgesamt186,4 Millionen Menschen auf deutschenFlughfen. Davon reisten 81,6 MillionenFlugpassagiere von deutschen Flughfen insAusland. Das waren 3,4 Prozent oder 2,7Millionen mehr als im Vorjahr, wie das Stati-stische Bundesamt krzlich mitteilte. DerTrend zu Flugreisen ins Ausland setze sichfort und habe in 2014 einen neuen Hchst-stand erreicht.

    Europische Flughfen wurden 2014 von60,9 Millionen Flugreisenden von Deutsch-land aus angesteuert. Das ist eine Steige-rung von 3,7 Prozent zum Vorjahr. Dabeiwaren die Mittelmeerinseln das beliebtesteFlugziel und erzielten mit 7,2 Millionen Pas-sagieren (+ 4,9 Prozent zum Vorjahr) einenneuen Rekordwert. Besonders hufig ange-flogen wurden die griechischen Inseln, dieeinen Zuwachs an Reisenden von 19,9 Pro-zent verzeichneten sowie die Kanaren, diemit 11,7 Prozent mehr Fluggsten einenneuen Hchststand erreichten. Auf die Ba-learen flogen 2014 lediglich 2,2 Prozentmehr Fluggste von Deutschland aus unddie italienischen Inseln verzeichneten sogar0,9 Prozent weniger Passagiere.

    Einen Zuwachs gab es auch bei Interkonti-nentalen Flgen. So flogen 8,8 MillionenMenschen nach Amerika. Das waren 2,7Prozent mehr als 2013. Eine berdurch-schnittliche Wachstumsrate von 13,6 Pro-zent verzeichnete dabei die Karibik.

    Asien erreichte in 2014 einen Zuwachs von3,9 Prozent zum Vorjahr, wobei die aufkom-menstrksten Ziellnder dabei China (+ 8,5Prozent zum Vorjahr), Israel (+ 11,4 Prozentzum Vorjahr), Indonesien (+14,4 Prozent)und Sri Lanka (+ 11,3 Prozent) waren.

    Die Zahlen der Flugreisenden nach Afrikaentwickelte sich mit einem Zuwachs von 0,6Prozent dagegen unterdurchschnittlich. Zubercksichtigen ist dabei jedoch, dass es hierim Jahr 2013 mit einem Rckgang von 31,8Prozent einen starken Einbruch gegebenhat.

    Weitere Informationen zu den neuen Flug-passagierzahlen sind unter http:// www.de-statis.de abrufbar.

    AIRLINESWOW AIR

    Die islndische Niedrig-preis-FluggesellschaftWOW Air verbindet ab Junidieses Jahres erstmalsDeutschland mit Boston undWashington D.C..

    Ab dem 4. Juni bis Ende Au-gust dieses Jahres fliegt dieAirline fnfmal wchentlich ab September bis Mrz2016 viermal die Woche von Berlin-Schnefeld nachBoston mit Zwischenstoppin Reykjavik. Nach Washing-ton D.C. geht es ebenfallsab dem 4. Juni viermal proWoche.

    Auf der ersten Teilstreckevon der deutschen zur isln-dischen Hauptstadt setzt dieFluggesellschaft einen Air-bus A320 ein. Die Weiter-flge in die VereinigtenStaaten werden mit demAirbus A321 bedient.

    Tickets sind bereits seit dem3. Mrz dieses Jahres buch-bar.

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    VERMISCHTESSCHLERAUSTAUSCHPROGRAMME: TEILNEHMER SIND BERWIEGEND WEIBLICH

    Rund 65 Prozent aller deutschen Teilnehmer an weltwei-ten High-School-Programmen sind Mdchen. Das hateine aktuelle weltweit durchgefhrte Studie des Bildungsbe-ratungsdienstes weltweise.de ergeben. Damit ergriffen imSchuljahr 2014/15 insgesamt 11.700 weibliche Teilnehmerdie Chance, eine andere Lebensweise, ein fremdes Schulsys-tem und eine neue Kultur zu entdecken.

    Englischsprachige Gastlnder sind dabei gefragt wie eh undje. Traditionell belegen die USA mit weitem Abstand Platzeins auf der Beliebtheitsskala mit etwa 6.800 Teilnehmern in2014/15. Es folgen Kanada mit rund 1.700 und Neuseelandmit 1.320 Teilnehmern. Zum ersten Mal seit Beginn der Da-tenerhebung durch weltweiser im Schuljahr 2001/2002 ber-holt Grobritannien auf der Beliebtheitsskala Australien undrckt mit insgesamt 880 Teilnehmern auf den vierten Platzvor. Australien mit wiederum 830 Teilnehmern und Irland mit460 Teilnehmern belegen die Pltze fnf und sechs. Rund 13Prozent aller Austauschschler entschieden sich hingegen imSchuljahr 2014/15 fr nicht-englischsprachige Gastlnderwie Frankreich, Spanien, Argentinien, Brasilien, Costa Ricaoder China.

    Egal in welches Gastland es geht: Deutschlands Austausch-schler kommen grtenteils aus Nordrhein-Westfalen dem Bundesland mit der hchsten Einwohnerzahl. Doch ge-messen an seinem Potenzial an Jugendlichen im relevantenAlter liegt Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleicheher im Mittelfeld der Austauschschlerquote pro relevan-tem Jahrgang. Vorreiter sind insbesondere die StadtstaatenHamburg, Bremen und Berlin sowie Schleswig-Holstein,Schlusslichter die Bundeslnder Baden-Wrttemberg, Sach-sen-Anhalt, Bayern und das Saarland. Man kann somit voneinem eindeutigen Nord-Sd-Geflle bezglich der Weltof-fenheit der deutschen Jugendlichen sprechen.Austauschschler profitieren nicht nur persnlich von ihrenEindrcken, sondern die deutsche Gesellschaft zieht aus dergelebten Vlkerverstndigung und den neu gewonnenenPerspektiven der jungen Weltentdecker ebenso einen groenNutzen. Um einen Anreiz fr die Jugendlichen zu schaffen,zeigt Hamburg mit seinem Frderprogramm, was mglichist.Die komplette 32-seitige weltweiser-Studie ist unterwww.weltweiser.de abrufbar.

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    VERMISCHTESGESCHFTSREISEN: NICHTS GEHT BER DAS PERSNLICHE KENNENLERNEN

    Jeder zweite Geschftsreisende ist der Meinung, dass per-snliche Treffen mit Kunden einen groen Einfluss daraufhaben, ob Auftrge abgeschlossen werden. Nur jeder Fnftegeht von einem geringen Einfluss aus. Das sind Ergebnisseder Studie Chefsache Business Travel 2015, die im Auftragdes Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgefhrt wurde.Befragt wurden 110 Geschftsfhrer, die selbst regelmigauf Geschftsreisen sind sowie 110 geschftsreisende Fach-und Fhrungskrfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern.

    Bei bestehenden Kunden erhht persnliche Kennenlernendie Bereitschaft, Folgeauftrge abzuschlieen, im Durch-schnitt um 41 Prozent so die Meinung der vom DRV be-fragten Teilnehmer. Jeder Vierte ist sogar der Ansicht, dass

    die Bereitschaft dadurch um mehr als 50 Prozent erhhtwird. Dass Geschftsreisen generell Neu- oder Folgeauftrgebegnstigen, besttigen jngere Fach- und Fhrungskrfteeher als ltere. 53 Prozent der Befragten unter 40 Jahren be-werten den Einfluss der Reisen auf den Geschftserfolg alshoch. Von den lteren Geschftsreisenden ab 40 Jahren sindes 45 Prozent. Nur 19 Prozent aller Befragten sind der Mei-nung, dass persnliche Treffen nur einen geringen oder kei-nen Einfluss auf die Abschlussbereitschaft haben.Weitere Informationen ber die Kampagne Chefsache Busi-ness Travel sind unter www.chefsache-businesstravel.de ab-rufbar.

    WIE VIEL GELD DIE DEUTSCHEN FR IHREN URLAUB AUSGEBEN WOLLEN

    Mehr als die Hlfte aller Bundesbrger nmlich 57Prozent haben vor, in diesem Sommer in den Urlaubzu fahren.

    Laut einer reprsentativen Forsa-Umfrage fr das HamburgerMagazin Stern anlsslich der Berliner Internationalen Touris-mus-Brse (ITB) planen 40 Prozent der Befragten in diesemSommer keinen Urlaub. Darunter sind mit 47 Prozent ber-durchschnittlich viele ber 60-Jhrige, da diese keine Rck-sicht auf die Schulferien nehmen mssen und zu anderenJahreszeiten ihren Urlaub planen.

    Wer in diesem Sommer Urlaub machen will, wurde auchnach den voraussichtlichen Kosten je erwachsene Person

    gefragt, wobei An- und Abreise, bernachtungen, Verpfle-gung und sonstige Ausgaben zusammengerechnet werdensollten. Danach wollen 13 Prozent aller Befragten unter 500Euro fr ihren Sommerurlaub anlegen, 35 Prozent zwischen500 und 1.000 Euro, 21 Prozent zwischen 1.000 und 1.500Euro, 15 Prozent zwischen 1.500 und 2.000 und immerhinnoch 14 Prozent mehr als 2.000 Euro.

    Mit Urlaubskosten von mehr als 2.000 Euro pro Person rech-net mit 21 Prozent wiederum eine berdurchschnittlich hoheAnzahl der ber 60-Jhrigen. Die jngeren Befragten gebendagegen deutlich hufiger geringere Betrge an, da sie meistmit Kindern verreisen.

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    VERMISCHTESSO GENANNTE GAP-YEAR-PROGRAMME WERDEN IMMER BELIEBTER

    ber 300.000 junge Erwachsene werden auch in diesemJahr wieder ihr Abitur machen. Offen bleibt die Frage,was folgen soll. Studium oder Ausbildung sind der direkteWeg knapp ein Fnftel der Schler mchte jedoch nachder Schulzeit zunchst etwas anderes machen. Dies hat eineStudie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Univer-sitt Duisburg-Essen im letzten Jahr ermittelt. Fr viele, diesich mit dem Start in die Ausbildung noch etwas Zeit lassenmchten, stehen Auslandsaufenthalte hoch im Kurs. Sprach-kenntnisse verbessern, den Horizont erweitern, internatio-nale Freundschaften schlieen es gibt viele Mglichkeiten,diese Auszeit zu gestalten, auch schon fr jngere Abiturien-ten ab 17 Jahren.

    High School YearMit dem Abschluss in der Tasche knnen Abiturienten imAusland ohne Notenstress ihre Lieblingsfcher belegen. Sieleben in Gastfamilien, haben einen geregelten Schulalltagund Zeit, sich auf ihre weitere Zukunft vorzubereiten.Schwerpunkte knnen entweder das Eintauchen in Spracheund das Leben vor Ort sein oder die Vorbereitung auf Univer-sitt und Beruf. Zur Auswahl stehen Gastfamilien- oder Inter-natsprogramme in Neuseeland, Australien, Nordamerikaoder Grobritannien, die sich besonders fr Abiturienten eig-nen, die fr Arbeitsaufenthalte oder Praktika noch zu jungsind. Anspruchsvolle Kurse, die auch der Univorbereitungdienen, kennzeichnen das Post Graduate Year, das in Verbin-dung mit einem Internatsaufenthalt an Schulen in den USAund Kanada mglich ist.

    Work & TravelMit einem Working Holiday Visum knnen junge Menschenbis zu einem Jahr in Australien, Neuseeland oder Kanada ver-bringen und vor Ort auch Geld verdienen. Die Teilnehmersind flexibel und knnen nach persnlichen Vorlieben Auf-enthaltsort und Job wechseln. Arbeitsmglichkeiten findensich vor allem in den Bereichen Gastronomie, Tourismus, Ein-zelhandel und Landwirtschaft. So lsst sich auch eine lngereReise mit geringeren finanziellen Mitteln planen.

    AuslandspraktikaMit einem Arbeitspraktikum verbessern die Teilnehmer ihreSprachkenntnisse und trainieren den Ernstfall Berufsalltag.Die Arbeitsbereiche der weltweit mglichen Unternehmens-praktika sind breit gefchert und reichen von Business, Mar-keting, Tourismus bis hin zu Human Resources. Nebenbeliebten Lndern wie England, Irland oder Kanada bietensich in jngster Zeit verstrkt auch exotischere Reiseziele wieetwa China an, die sich ebenfalls gut im Lebenslauf machen.In der Regel sollen Bewerber fr einen Job oder ein Prakti-kum im Ausland volljhrig sein, so Julia Kirn von den CarlDuisberg Centren. In London und Dublin knnen aber auchbereits 17-Jhrige in Praktikum absolvieren.

    FreiwilligenarbeitFr junge Erwachsene, die sich sozial engagieren und per-snliche Reiseerfahrungen fernab der touristischen Pfadesammeln wollen, bietet sich die Mitarbeit in sozialen oderkologischen Projekten an. Die Einsatzmglichkeiten reichenvon Grundschulunterricht in Indien ber die Mitarbeit ineinem Tierpark in Sdafrika bis hin zu Umweltschutzaktivit-ten in neuseelndischen Nationalparks.

    LangzeitsprachkursFr das sptere Berufsleben sind fr viele Schulabgngergute Sprachkenntnisse unerlsslich. Langzeitsprachkurse er-mglichen neben systematischer Auffrischung der Fremd-sprache deren direkte Erprobung im Alltag so fllt estglich leichter, beim Bummel durch die City oder am Strandmit Einheimischen ins Gesprch zu kommen. Und wer amEnde seines Aufenthalts eine Prfung ablegt, kann ein inter-national anerkanntes Sprachzertifikat wie zum Beispiel IELTSoder TOEFL mit nach Hause nehmen.

    KurzstudiumAbiturienten, die bereits ber fortgeschrittene Englischkennt-nisse verfgen und ihre berufliche Zukunft im Bereich Wirt-schaft und Business Management oder Tourismus undHotellerie sehen, knnen ein fachliches Kurzstudium in Ka-nada belegen. Sie erhalten so einen wertvollen Einblick in diegewnschte Studienrichtung. Kurzstudiengnge dauern inder Regel zwischen vier und 36 Wochen und schlieen miteinem Diploma in International Business Managementoder Tourism and Hospitality ab. Sinnvoll kann die Kombi-nation aus Kurzstudium und unmittelbar folgendem Prakti-kum sein.

    Fr alle Programme sollten Interessenten sich rechtzeitig in-formieren die Anmeldung sollte mindestens drei Monate,beim High School Aufenthalt sechs Monate vor Reisebeginnerfolgen.

    Weitere Informationen sind unter www.carl-duisberg-aus-landspraktikum.de/nachdemabi abrufbar.

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    VERMISCHTESTIPPS FR EINEN REIBUNGSLOSEN UMZUG INS AUSLAND

    Jedes Jahr kehren Tausende Deutsche ihrer Heimat denRcken. Ob aus beruflichen Grnden, aus Sehnsuchtnach dem Leben in einer fremden Kultur oder um den wohl-verdienten Ruhestand in wrmeren Gefilden zu genieen allein im Jahr 2013 zhlte Deutschland knapp 800.000 Aus-wanderer.

    Auswandern ist ein aufregendes Unterfangen und mit vielenHerausforderungen verbunden. Vor allem der Umzug mit Fa-milie und einem kompletten Hausstand wird nicht seltenzum Stressfaktor.Diese Tipps knnen dabei helfen, den Ablauf fr Sie und IhreFamilie so reibungslos wie mglich zu gestalten:

    1. Vertrauen Sie einem UmzugsprofiWhlen Sie ein Umzugsunternehmen, das den komplettenUmzug von Haus zu Haus aus einer Hand anbietet, inklusiveder kompletten Zollabfertigung. Dies spart nicht nur Zeit,sondern schont auch Ihre Nerven. Die Firma sollte langjh-rige Erfahrung in der Abwicklung von internationalen Umz-gen haben und entsprechende Referenzen vorweisenknnen. Eine Mitgliedschaft in anerkannten Branchenver-bnden (bspw. FIDI, Omni und IAM) garantiert zudem dieEinhaltung internationaler Qualittsstandards.

    2. Achten Sie auf die ServiceleistungenEin guter Umzugsservice umfasst den Transport von Haustrzu Haustr, die professionelle (De-)Montage der Mbel, dasEin- und Auspacken aller Gegenstnde sowie die anschlie-ende Entsorgung des Packmaterials. Auch die Montage vonKchen und Wasseranschlssen werden auf Wunsch vomUmzugsunternehmen organisiert. Diese Arbeiten sind in derRegel aber exklusive und werden nach Beleg abgerechnet.

    3. Fragen Sie nach weiterer UntersttzungNeben der Abwicklung des Umzugs bieten mancheUmzugsunternehmen auch Relocation-Services an.Erfahrene Relocation-Berater untersttzen Sie beider Beantragung von Visa, der Haus- und Schul-suche, der Anmeldung bei rtlichen Behr-den und vielem mehr. Erkundigen Sie sichnach individuellen Service-Paketen.

    4. Bleiben Sie Herr der Lage bei Aus- und EinzugWenn mglich, sollten Sie am Aus- und Einzugstag persn-lich vor Ort sein, um Fragen des Umzugsteams beantwortenzu knnen. Am Packtag erstellt die Spedition eine Umzugs-gutliste mit allen Transportgtern. berprfen Sie diese aufVollstndigkeit, lassen Sie sie vom Teamleiter unterschreibenund verwahren Sie eine Kopie. Geben Sie der UmzugsfirmaIhre Kontaktdaten im Zielland, damit man Sie auch dort pro-blemlos erreichen kann. Halten Sie am Einzugstag einenStellplan fr die Mbel bereit. So landet alles am richtigenPlatz und Sie sparen sich das Mbelrcken.

    5. Gehen Sie auf Nummer sicherAuch bei grter Sorgfalt und Vorsicht kann immer maletwas schief gehen. Je weiter die Transportwege, destohher sind die Risiken von Verlust und Schden an IhrenHabseligkeiten. Eine serise Umzugsfirma bert Sie deshalbumfassend zur Versicherung Ihrer Umzugsgter und regeltdie Schadensmeldungen direkt mit dem Versicherungsunter-nehmen. Fr eine schnelle und reibungslose Abwicklung soll-ten Schadensmeldungen jedoch mglichst zeitnah bei derUmzugsfirma eingehen. Die Meldefrist bei Versicherungenbetrgt in der Regel 10 Tage.

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    VERMISCHTESUmzug mit KindernVergessen Sie nicht, auch die jngsten Familienmitgliedermiteinzubeziehen. Die folgenden Tipps knnen helfen, diebergangszeit fr Sie selbst und Ihre Kinder einfacher zumachen:

    1. Kommunizieren Sie so viel wie mglichErzhlen Sie Ihren Kindern alles, was Sie ber den Umzugwissen und beantworten Sie ihre Fragen mglichst ausfhr-lich. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie der Auswanderungpositiv gegenberstehen. Dies wird Ihren Kindern helfen,ebenfalls guter Dinge zu sein.

    2. Beziehen Sie Ihre Kinder in den Umzugsprozess miteinGeben Sie Ihren Kindern das Gefhl, am Umzug teilzuhaben.Sie knnen sich sogar bei der Auswahl des neuen Zuhausesbeteiligen. So knnen auch Hausbesichtigungen spannendsein und Befrchtungen und ngste gegenber dem Unbe-kannten werden abgebaut. Verpacken Sie kurz vor demUmzug die Lieblingssachen Ihrer Kinder in eigene Boxen undbeschriften Sie diese mit deren Namen. Lassen Sie sie beider Ankunft ihre Boxen auspacken und ber die Eintei-lung und Dekoration des neuen Zimmers selbst ent-scheiden

    3. Helfen Sie Ihren Kindern beim EinlebenVersuchen Sie, den Tagesablauf Ihrer Kinder wh-rend des Umzugs so gut wie mglich beizubehalten.Das wird ihnen helfen, besser mit der neuen Umge-bung zurechtzukommen. Verbringen Sie nach demUmzug so viel Zeit wie mglich mit Ihren Kindern undbehalten Sie auch die Schulnoten im Auge.

    Kinder sollten sich nach etwa sechs Wochen in derneuen Umgebung wohlfhlen, also geben Sie ihnen einwenig Zeit, sich einzugewhnen. Versuchen Sie, den Umzugfr Ihre Kinder zu einem spannenden und positiven Erlebniszu machen je mehr Spa die Kleinen haben, desto besserwerden sie sich auch einleben. FROESCH hat ein eigenes Kin-derprogramm, um den Kleinsten den Umzug zu erleichtern.

    Wenn Sie Untersttzung brauchen oder Fragen haben zu Ihrem bevorstehenden Umzug, wenden Sie sich an FROESCH, den erfahrenen Spezialisten fr internationaleUmzge und Relocation. Als Teil der AGS Group bietet FROESCH komplette Haus-zu-Haus-Umzge weltweit auseiner Hand mit persnlicher Betreuung. Erfahren Sie mehrauf www.froesch.de oder kontaktieren Sie die Autorin direkt:

    AUTORINBianca Parbel

    Telefon: +49 (0) 261 27 08 25

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    VERMISCHTESWELCHE WHRUNG IN BELIEBTEN URLAUBSLNDERN GNSTIG IST

    Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen zu Ostern sindeiner Umfrage zufolge derzeit gypten, die Kanarenund auch Mallorca. Als Fernreiseziele sind die Karibik, dieSdstaaten der USA (Florida), Dubai und auch Sdostasien(Thailand, Kambodscha und Vietnam) sehr gefragt. BeimZahlungsverkehr in Lndern, in denen nicht mit Euro bezahltwird, gilt es jedoch einiges zu beachten, um die Urlaubskassenicht ber Gebhr zu strapazieren.

    Dabei zahlen rund 60 Prozent der Deutschen im Urlaub ab-wechselnd mit der Kreditkarte oder Bargeld. Das hat eine re-prsentative Befragung des Geldautomaten-HerstellersTravelex ergeben. Nur etwa ein Drittel bevorzugt ausschlie-lich Bargeld. Die Bargeld-berzeugten wechseln zu 30 Pro-zent erst im Ausland ihre Whrung. Doch whrend fr mehrals jeden zweiten Urlauber die Kosten der Reise entschei-dend sind fr die Auswahl des Reiseziels, beziehen nur 4,8Prozent den Wechselkurs in ihre Planungen mit ein. Geradezum jetzigen Zeitpunkt, an dem sich der Euro im Verhltniszum Dollar auf dem schwchsten Stand seit ber zehn Jah-ren befindet, sollte auch dieser Aspekt mit in die Reisepla-nung einbezogen werden.

    Aber es gibt auch Beispiele fr Urlaubslnder, in denen mansich keine Sorgen ber den fallenden Kurs des Euros machenmuss. So ist unser Nachbarland Dnemark, besonders beliebtfr Familienferien, auch finanziell nach wie vor recht attrak-tiv. Zwar ist der Urlaub in Dnemark schon immer etwas teu-rer gewesen, dennoch ist das Verhltnis von Euro zudnischer Krone (1 EUR = 6,83 DKK) seit 18 Monaten abso-lut stabil. Gegenber der norwegischen Krone (1 EUR = 8,07NOK) hat sich das Niveau des Euros in den letzten sechs Mo-naten um fnf Prozent erhht. Man kann also sagen, dassdas bisher sehr teure Urlaubsland Norwegen, vom Trend herbetrachtet, fr Deutsche immer erschwinglicher wird.

    Am gnstigsten im letzten halben Jahr hat sich aber frDeutsche der brasilianische Real (1 EUR = 2,96 BRL) entwik-kelt. Ganze 16 Prozent mehr der sdamerikanischen Wh-rung erhlt man, wenn man in diesen Tagen seinen Euro indie Whrung vom Zuckerhut tauscht. Bei einem Umtausch-wert von 500 Euro sind das stolze 68 Euro mehr in der Ur-laubskasse.

    Der Umtauschkurs des Euros lsst sich von Reisenden natr-lich nicht beeinflussen. Aber mit einigen berlegungen imVorwege der Reise, lsst sich zumindest der Kostenaufwandfr den Zahlungsverkehr positiv beeinflussen.

    Zur falschen Zeit am falschen Ort zu wechseln, kann baresGeld kosten, sagt Megan Landauro, Sprecherin der TravelexUK Limited. Es gebe einen groen Unterschied zwischen denWechselkursen in den Lndern. Urlauber knnten sich einenTeil dieser Transaktionskosten ersparen, wenn sie sich vor An-tritt der Reise genau erkundigen, welche Gebhren bei wel-cher Zahlungsart in ihrem Urlaubsland anfallen. NebenPrepaid Karten ist es auch sehr gnstig, die Fremdwhrun-gen online vorzubestellen: Urlauber bekommen am Abreise-tag den besten Kurs, der zwischen Bestellung und Abfluggalt. Auerdem stellt eine Online-Bestellung sicher, dass amReisetag auch gengend Fremdwhrung zur Verfgungsteht.

    TIPPS FR DIE URLAUBSKASSE

    1. Verfgbarkeit von Bankautomaten und Kreditkartenak-zeptanz im Reiseland prfen

    2. Wechselkurse im Inland und im Reiseland beobachtenund die Fremdwhrung online bestellen, um die besteRate zu bekommen

    3. Anzahl der Besuche am Bankautomaten und Kreditkar-tenzahlungen auf einem Minimum halten, statt dessenPrepaid Karten benutzen, um Gebhren zu sparen

    4. Schon bei der Buchung auf Preisniveau und Wechsel-kurse des Reiselandes achten aktuell bekommt manin folgenden Lndern am meisten fr sein Geld: Dne-mark, Norwegen, Brasilien

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  • Europaweit leiden mehr als 17 Mil-lionen Menschen an Allergien.Dabei tritt am hufigsten eine Lebens-mittelallergie auf. Besonders oft sinddabei Kinder betroffen. So leidet einsvon drei Kindern laut der EuropischenAkademie fr Allergie und klinische Im-munologie (EAACI) zufolge an einerAllergie. Besonders alarmierend: DieZahl der Klinikaufnahmen aufgrundvon allergischen Reaktionen bei Kin-dern in Europa hat sich in den vergan-gen zehn Jahren fast versiebenfacht.Hinzu kommt, dass die EAACI erwar-tet, dass die Anzahl der Allergiker inEuropa innerhalb der nchsten zehn

    Jahre auf 50 Prozent steigen wird.

    Allergien mindern LebensqualittAllergische Erkrankungen haben er-hebliche Auswirkungen auf den Le-bensstil. Betroffene sind hufig in ihrenLebensgewohnheiten und in ihrer -qualitt eingeschrnkt. Neben dempersnlichen Leiden verursachen Aller-gien auch Schden im sozialen undwirtschaftlichen Umfeld des Patienten,seiner Familie und der Gesellschaft.

    Um dem entgegenzuwirken, hat dieEAACI die Kampagne Beware of Al-lergy ins Leben gerufen, die ber die

    Notwendigkeit von frhzeitigen Dia-gnosen sowie effektive Behandlungenaufklrt.

    Mehr Informationen sind unterhttp://www.bewareofallergy.de/ abruf-bar.

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    GESUNDHEITLEBENSMITTELALLERGIE: RUND 17 MILLIONEN EUROPER BETROFFEN

    Seit fast fnf Jahren wtet die Cho-lera in Haiti und hat bisher ber8.800 Erwachsene und Kinder gettet.Obwohl Cholera sehr einfach mit Infu-sionen zu behandeln wre, wird dasLand der Cholera-Epidemie nicht Herr.Es fehlt ein funktionierendes Gesund-heits- sowie Trink- und Abwassersys-tem, vor allem in Slums wie Cit Soleil.Wie Ebola profitiert auch Cholera vonschwachen Gesundheitssystemen underfordert anhaltende Ma- nahmen. In-ternationale Organisationen wie dasKinderhilfswerk nuestros pequeoshermanos (nph) sind seit vielen Jahrenin Haiti im Einsatz und untersttzen imKampf gegen Cholera unter anderemmit Wasserlieferungen.

    Knapp 50 Prozent haben keinen Zu-gang zu sauberem WasserLaut den im Herbst 2015 auslaufendenMillenniumszielen, die von der haitiani-schen Regierung und der UN aufge-stellt wurden, soll der Anteil derMenschen, die keinen dauerhaft gesi-cherten Zugang zu hygienisch ein-wandfreiem Trinkwasser haben, von 65 Prozent auf 32 Prozent halbiert wer-den. In Haiti sei man von diesem Zielweit entfernt. Knapp die Hlfte derEinwohner hat keinen direkten Zugangzu sauberem Wasser. Fr die andereHlfte der Bevlkerung bleiben zwei

    Mglichkeiten: Sie stellen sich stunden-lang bei den so genannten "Gwo Ma-chins" an. Dabei handelt es sich umprivate Wassertankwagen, die 16-Liter-Kanister mit sauberem Trinkwasser fr200 Gourdes verkaufen. Das sind vierEuro, ein horrender Preis laut nph,denn rund 78 Prozent der Bevlkerunghaben nicht mehr als 70 Cent pro Tagzur Verfgung. Fr die Menschen inden Slums bleiben nur Haitis Flsse,denn Trinkwasser gibt es in den Ar-menvierteln nicht. Flsse sind fr dieArmen Trinkwasserquelle, Bad undWaschmaschine zugleich. Sie bergenaber auch die grte Gefahr: Das Cho-lera-Bakterium.

    Besonders prekr ist die Lage in HaitisSchulen. Denn in drei von vier Schulenhaben die Kinder keinen Zugang zusauberem Trinkwasser. Rund 60 Pro-zent verfgen nicht einmal ber Toilet-ten. Zwar hat die haitianischeRegierung Leitlinien zur Hygiene in denSchulen erlassen, die jedoch nicht odernur teilweise umgesetzt werden kn-nen.

    Geldmangel stoppt ImpfaktionHaitis Regierung startete 2014 eineumfassende Impfaktion: 300.000 Men-schen vor allem in den Slums solltedas schtzende Serum verabreicht wer-den. 2014 wurden 184.517 Menschengeimpft; von Seiten der Regierungwurde dies als groer Erfolg gefeiert.2015 fehlen der haitianischen Regie-rung allerdings die Finanzmittel frweitere Impfungen. Neben Impfungenbietet die Einhaltung von Nahrungsmit-tel- und Trinkwasserhygiene einen wir-kungsvollen Schutz gegen Cholera.Schtzungen zufolge knnen allerdingsnoch Jahrzehnte vergehen, bis Haitiber ein flchendeckendes und funk-tionierendes Wassersystem verfgt. Bisdahin werden die Bewohner Haitis wei-terhin auf Hilfsorganisationen ange-wiesen sein.

    CHOLERA IN HAITI SORGT FR TRINKWASSERKNAPPHEIT

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    WELTWEITWenn an Ostern auf Mallorca die Saison beginnt, kom-men wieder tausende von deutschen Touristen perFlugzeug auf ihre Lieblingsinsel. Um vor Ort mobil zu sein,mieten viele von ihnen fr Tagesausflge oder Rundreiseneinen Leihwagen an. Unzhlige lokale Anbieter teilen sichmit internationalen Ketten das Vermietgeschft. Doch in wel-chem technischen Zustand sind die Mietautos auf der Balea-reninsel?

    Die GT Gesellschaft fr Technische berwachung, der ACEAuto Club Europa und der sterreichische AutomobilklubARB haben gemeinsam in einem Mietwagencheck zehnVermieter unter die Lupe ge-nommen und einzelne Fahr-zeuge auf Herz und Nierengeprft.

    Das Ergebnis ist erschreckend:Die Hlfte der von den GT-Sachverstndigen untersuch-ten Leihwagen ist in einemnicht verkehrssicheren Zu-stand. Auch der Service rundum die Anmietung trgt oftnicht zu guter Urlaubslaunebei. Gestresste und unfreund-liche Mitarbeiter, Chaos beider bergabe und der Rck-nahme der Fahrzeuge sind ander Tagesordnung.

    Die Liste der festgestelltenMngel ist lang: fast bis aufsMetall abgefahrene Bremsbe-lge, verschlissene Brems-scheiben, Reifen ohne Profil,Felgen beschdigt oder ver-formt, undichte Benzinleitung, falsch eingestellte oder nichtfunktionierende Beleuchtung, defekte Schlsser und ein Ca-brio-Dach, das sich wegen eines Heckschadens nicht ffnenlsst. Fehlende Warnwesten und Warndreiecke sind im Ver-gleich dazu noch harmlos.

    Ein wahres Gruselkabinett schwerwiegender Fahrzeugmn-gel, das den GT-Prfern vor Ort die Haare zu Berge stehenlie. Einige der Leihwagen sind regelrecht gefhrlich unddrften allein aus Grnden der Verkehrssicherheit in ihremdesolaten Zustand nicht vermietet werden, warnen dieGT-Experten.

    Zustand mancher Leihwagen lebensgefhrlichAbgefahrene Reifen und teilweise defekte Bremsen fhrengrundstzlich zu einem lngeren Bremsweg und stellen aufnasser Strae, in engen Kurven sowie auf den steilen undschmalen Bergstrecken Mallorcas eine Gefahr fr den Fahr-zeugmieter wie auch fr andere Verkehrsteilnehmer dar.

    Auf der Lieblingsinsel der Deutschen, so scheint es, werdendie Sicherheitsbestimmungen fr Mietwagen offenbar sehrlax bis gar nicht gehandhabt. Liegt doch in einem der Autosmit schwerwiegenden Mngeln ein Untersuchungsberichtdes TV Iberia, der grade mal 14 Tage alt ist.

    Reklamationen wegen techni-scher Mngel am Mietautowerden in der Regel ignoriert,so die Erfahrungen der GT-Prfer vor Ort. Einige der lo-kalen Vermieter reagieren aufBeschwerden auerordentlichgereizt und schrecken auchvor Handgreiflichkeiten nichtzurck. Derart ruppiges Ver-halten lsst sich auch nichtmit Kampfpreisen um die 35Euro am Tag fr einen Klein-wagen entschuldigen.

    Fazit des GT-Mietwagen-checks: 50 Prozent der stich-probenartig angemietetenAutos sind nicht verkehrssi-cher und wrden in Deutsch-land keine Hauptuntersuchungbestehen. Meist sind dieSchden und Mngel vonLaien nicht zu erkennen. Bei

    rtlichen Vermietern ist deshalb uerste Vorsicht geboten.Deshalb der Rat der GT-Experten: Lieber etwas mehr Geldausgeben und dafr einen Leihwagen von einem grerenund serisen Vermieter anmieten.

    JEDER ZWEITE LEIHWAGEN AUF MALLORCA HAT SICHERHEITSMNGEL

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    WELTWEITMietwagen-Checkliste Worauf bei der Anmietung vonLeihwagen zu achten ist

    Buchung: In den Hauptreisezeiten empfiehlt es sich, denMietwagen im Voraus und rechtzeitig zu reservieren.

    Extras: Kindersitz, Navi oder auch ein zweiter Fahrer knnenden Preis krftig in die Hhe treiben. Auch lsst der Zustanddes Zubehrs oft zu wnschen brig. Ein portables Navi unddie eigenen Kindersitze mit auf die Reise zu nehmen, ist imZweifelsfall die bessere und gnstigere Alternative.

    Freikilometer: Unbegrenzte Kilometer sind inzwischen ei-gentlich Standard. Dennoch stehen in den Vertrgen ab undzu beschrnkte Laufleistungen, bei deren berschreitung esdann richtig teuer wird.

    Kaution: Die Kreditkarte als Sicherheit zu nehmen ist blich.Die Kaution sollte jedoch sofort bei Rckgabe erstattet wer-den. Es soll Unternehmen geben, die sich mit der Rckerstat-tung mehrere Wochen Zeit lassen.

    Mallorca-Police: Der Mindestschutz fr Personen- undSachschden ist in einigen Lndern so niedrig, dass es imSchadensfall eng werden knnte. Mindestens zwei Millionensollten die Deckungssumme schon sein, besser noch 7,5 Mil-lionen, wie in Deutschland blich. Einige Versicherungen ge-whren im Rahmen des eigenen Pkw-Vertrags einesogenannte Mallorca-Police, bei der der Versicherungs-nehmer auch im Mietwagen im Ausland bis zur Hhe desdeutschen Vertrages haftpflichtversichert ist.

    Preisvergleich: Die Preise zu vergleichen ist schwierig, dader Umfang der Leistung selten einheitlich ist. Vergleichspor-tale bieten eine gewisse Orientierung, doch selten ist das ver-meintlich billigste Angebot am Ende auch das preiswerteste.

    Rckgabe: Auch hier sollten Sie zusammen mit einem Mitar-beiter der Vermietung den Zustand dokumentieren. EinDurchschlag des Rcknahmeprotokolls ist Pflicht. Planen Siedafr gengend Zeit ein!

    Sicherheitsausrstung: Eine Warnweste pro Insasse ist inden meisten Lndern inzwischen Pflicht. Am besten die Wes-ten selber mitbringen, da diese in den Mietwagen hufigfehlen. Auch Warndreieck, Verbandskasten und Reserveradsollten unbedingt vorhanden sein.

    Strafzettel: Verste gegen die Vorschriften des jeweiligenLandes zahlt immer der Mieter. Wenn mglich die Strafenoch vor Ort mit Beleg bezahlen, manche Vermieter verlan-gen eine hohe Bearbeitungsgebhr zur Feststellung des Fah-rers. Bis der Strafzettel in Deutschland ist, kann sich die Hhedes Bugeldes leicht verdoppeln.

    Tankregelung: Die nachvollziehbarste Regelung ist voll/voll.Steht die Anzeige bei der Rckgabe auf voll (eventuellHandy-Foto mit Kilometerstand und Tankuhr machen) gibt esim Nachhinein wenig zu diskutieren. Mit Kraftstoff geizenlohnt sich brigens nicht, denn wer das Nachtanken der Au-tovermietung berlsst, darf sich anschlieend wundern, wieteuer Kraftstoff sein kann. Immer mehr Vermieter gehen al-lerdings dazu ber, einen Preis fr den bereits gefllten Tankzu berechnen. Diese Fllung ist zumeist berteuert, auchweil Restbenzin bei der Rckgabe in der Regel nicht berck-sichtigt wird.

    bergabe: Erkennbare Schden sollten bei der bergabeunbedingt und akribisch dokumentiert werden. Lassen Siesich nicht hetzen und werfen Sie auch einen grndlichenBlick auf die Bereifung und die Verglasung.

    Versicherung: Am besten jegliche Selbstbeteiligung aus-schlieen! Es zhlt im Schadensfall nur was im Vertrag ge-schrieben steht, egal was der Mitarbeiter mndlich inAussicht gestellt hat. Deshalb den (hoffentlich auf Deutschgeschriebenen) Vertrag grndlich lesen. Manchmal werdenin Vertrgen vor Ort Ausnahmen und nicht vereinbarteSelbstbeteiligungen versteckt. So sind die Scheiben, ein Ver-lust des Autoschlssels, der Unterboden, das Dach und dieReifen meist von der Vollkaskoversicherung ausgenommen.

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  • Europer, die im Auslandleben und arbeitenmchten, finden im neuenEURES-Leitfaden Lust aufVernderung ntzliche Rat-schlge zur Umsetzung die-ses Wunsches. Neben derAntwort auf die Fragewarum man im Ausland ar-beiten sollte, erlutert dieumfangreiche Publikation,wie man sich auf das Lebenim Ausland vorbereitenkann. Daneben werdenTipps zu kompetenzbasier-ten Bewerbungsgesprchengeboten sowie Bewerbungs-verfahren in den einzelnenLndern beleuchtet.

    So ist es dem Leitfaden zu-folge beispielsweise inSchweden blich und rat-sam, mit einem Ansprech-partner des Unternehmens,fr das man arbeitenmchte, Kontakt aufzuneh-men, bevor man sich dortbewirbt.

    Wenn Sie den Arbeitgeberanrufen, bevor Sie sich umeine Stelle bewerben, wer-ben Sie fr sich selbst alsproaktive Person, die in derLage ist, die Initiative zu er-greifen, erklrt der schwe-dische EURES-Berater OlofPerson. Bei diesem Telefon-gesprch sollten Sie die Ge-legenheit nutzen und denArbeitgeber nach mehr Hin-tergrundinformationen fra-gen, damit Sie Ihre Bewer-bung mageschneiderterabfassen und einen Wettbe-werbsvorteil gegenber IhrenMitbewerbern erzielen kn-nen.

    Dem Leitfaden zufolge wirbtdie ffentliche Arbeitsver-waltung normalerweise Ar-beitskrfte fr geringer qua-lifizierte Stellen an, doch Ar-beitsuchende in hoch quali-fizierten Bereichen wie demIT- oder Finanzsektor suchenhufig auf den Websites derUnternehmen nach freienStellen. Initiativbewerbungensind seit kurzem ebenfallsgngige Praxis geworden.

    Eine sachgeme Bewer-bung in Schweden sollte imAllgemeinen kurz und aus-sagefhig sein: ein Anschrei-

    ben von einer Seite und einLebenslauf von einer oderzwei Seiten. Sie sollten IhrerBewerbung keine weiterenUnterlagen beifgen. Fallsder Arbeitgeber Sie um eineKopie Ihres Zeugnisses bittet,knnen Sie diese zum Vor-stellungsgesprch mitbringen.

    Schriftliche Bewerbungensollten auf die Stelle, um dieSie sich bewerben, zuge-schnitten sein. Berufserfah-rung wird von schwedischenArbeitgebern normalerweisehher eingestuft als die for-male Ausbildung, und dahersollten Sie sie in Ihrem Le-benslauf an oberster Stelleerwhnen. Vergessen Sienicht zu erlutern, welcheTtigkeiten Sie in den Unter-nehmen, fr die Sie in derVergangenheit gearbeitethaben, ausgebt haben,rt Olof.

    Bei einem Bewerbungsge-sprch in Schweden knnenSie normalerweise davonausgehen, dass Sie dorteinem oder zwei Mitarbei-tern des Unternehmens ge-genbersitzen. Auch einVertreter der Gewerkschaftist mglicherweise zugegen.Vorstellungsgesprche sindeher lnger und dauern b-licherweise ca. 90 Minuten.

    Normalerweise beginnt dasGesprch damit, dass Siesich kurz vorstellen und demArbeitgeber darlegen, wes-halb Sie sich um die Stellebeworben haben und wasSie ber das Unternehmen

    wissen. Sie sollten dabeientspannt, aber aufmerk-sam sein.

    Anschlieend kann der Un-ternehmensvertreter Ihneneine Vielzahl von Fragenstellen, die mglicherweisepersnlicher ausfallen, alsSie es in anderen Lndernerwarten wrden. SolcheFragen knnten beispiels-weise sein:

    Wie wrden Ihre FreundeSie beschreiben?

    Wie wrden Sie einenguten Kollegen charakte-risieren?

    Was glauben Sie, welcheTtigkeit Sie in fnf Jah-ren ausben werden?

    Bei einem Vorstellungsge-sprch in einem schwedi-schen Unternehmen geht eshufig auch in strkeremMae um Ihr Privatleben, alsdies in anderen Lndern derFall wre. Damit will mannicht unhflich sein odersich in Ihre persnlichen An-gelegenheiten einmischen,sondern sich ein Gesamtbildvon den Dingen machen,die Sie in Ihrem Leben un-ternehmen und die sich aufIhre berufliche Leistung ins-gesamt auswirken knnen,erklrt Olof.

    Der Leitfaden Lust auf Ver-nderung ist als E-Bookoder PDF-Dokument kosten-frei unterhttp://bookshop.europa.eu/en/ready-to-make-the-movepbKE3012898/ abrufbar.

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    IMPRESSUMHERAUSGEBER:Bund der Auslands-Erwerbsttigen (BDAE)e.V.Khnehfe 322761 HamburgTel. +49-40-306874-0WWW.BDAE.COM

    REDAKTION:Anne-Katrin Schulz (verantwortlich)[email protected]

    Sanja Zivkovic

    LAYOUT:Esther RudatLEKTORAT:Andrea KrausCOPYRIGHT:Die Beitrge im BDAE-Newsletter sind urheber-rechtlich geschtzt unddrfen nicht ohne schrift-liche Genehmigung durchden Herausgeber repro-duziert werden.

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